Marc Surer stellt klar: "Sebastian Vettel ist trotzdem ein Superfahrer!"

Für Marc Surer ist Sebastian Vettel immer noch einer der besten Fahrer der Formel 1 - Welcher kleiner Makel nach seiner Karriere jedoch noch bleiben wird

Marc Surer stellt klar: "Sebastian Vettel ist trotzdem ein Superfahrer!"
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Formel-1-Experte Marc Surer ist der Meinung, dass Sebastian Vettel nach wie vor zu den besten Fahrern der Formel 1 gehört, obwohl die vergangenen Jahre bei Aston Martin und Ferrari nicht zum erwünschten Erfolg geführt haben. Der Makel, nur mit einem Team eine Formel-1-Weltmeisterschaft gewonnen zu haben, wird nach der Rücktrittsankündigung Vettels bleiben.

"Es ist natürlich schade, dass er alle Titel nur mit Red Bull gewonnen hat. Es wäre schön gewesen, er hätte noch einen Titel geholt mit Ferrari, weil das ist so ein bisschen ein Schatten", erklärt Surer in einem neuen Video auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de Kanal jetzt kostenlos abonnieren und kein neues Formel-1-Video mehr verpassen!.

"Jetzt sagt man halt: Ok, das war halt diese gute Phase von Red Bull und da hat er alles abgestaubt und dann hat er es nicht mehr geschafft. Ist irgendwie schade", so der Schweizer, der in diesen Tenor aber selbst nicht mit einstimmen will.

Surer: Warum Vettel ein "Superfahrer" ist

"Ich meine, er hat wirklich Sensationelles geleistet. Er hat auch Rennen gewonnen, die man eigentlich nicht gewinnen sollte. Das ist für mich immer der Unterschied eines Superfahrers zu einem guten Fahrer", erklärt Surer.

"Wenn man auch nicht das schnellste Auto hat und dann trotzdem das Rennen gewinnt, das können nur ganz, ganz Wenige und Sebastian Vettel gehört dazu. Deswegen ordne ich ihn bei den ganz Großen ein."

Vettel aktuell immer noch so gut wie früher?

Auch wenn der Heppenheimer in den vergangenen drei Jahren nur in mittelmäßigen Autos saß und der letzte Formel-1-Sieg mit Singapur 2019 schon ein Weilchen her ist, macht der teaminterne Vergleich mit Lance Stroll bei Aston Martin laut Surer deutlich, dass Vettel immer noch zu den Besten gehört.

"Andere haben sich schwergetan, auch ein Perez hat sich schwergetan gegen Stroll. Also den Stroll hat er ja eigentlich locker im Griff gehabt, deswegen ja: Wenn [Aston Martin] weiter vorne gefahren wäre, hätte das ganz anders ausgesehen", meint der Schweizer.

"Dann hätte nämlich er Rennen gewonnen, der Stroll vielleicht mit Ach und Krach das Podium. Also der Abstand zu Stroll zeigt eigentlich, dass er nach wie vor den Speed hat. Ob die Motivation jedes Wochenende da war, das ist eine andere Frage."

Karrierewendepunkt Hockenheim 2018?

Im Video spricht der Formel-1-Experte auch über seine erste Begegnung mit Vettel, der damals wie ein "junger Student" aussah, sowie weitere Anekdoten über Vettels Anfänge in der Formel 1.

Zudem erklärt Surer, warum der ersehnte WM-Titel bei Ferrari einfach nicht klappen wollte und welche Rolle dabei Vettels "einzigartiger Fahrstil" sowie das verpatzte Heimrennen in Hockenheim 2018 spielten.

Das ganze Interview mit Formel-1-Experte Marc Surer gibt's jetzt in voller Länge (12:54 Minuten) auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de als Video zu sehen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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