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Marko bestätigt "Corona-Camp": Red Bull wollte Fahrer absichtlich infizieren

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Marko bestätigt "Corona-Camp": Red Bull wollte Fahrer absichtlich infizieren
Autor:
30.03.2020, 07:10

Das ist kein Witz: Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko würde Max Verstappen & Co. am liebsten absichtlich mit dem Coronavirus infizieren

Helmut Marko ist im Formel-1-Paddock bekannt als krisenfester Pragmatiker - ein Ruf, dem er während der Coronavirus-Pandemie einmal mehr gerecht wird. Bereits vor einigen Tagen machte das Gerücht die Runde, er habe seinen Fahrern empfohlen, sich absichtlich mit dem SARS-CoV-2-Virus anzustecken, damit sie rasch Corona-immun werden. Eine Idee, die er nun ausdrücklich bestätigt.

"Wir haben vier Formel-1-Fahrer, und acht oder zehn Junioren", erklärt Marko in einem Video-Interview mit dem 'ORF'. "Die Idee war, dass wir ein Camp veranstalten, wo wir diese doch etwas tote Zeit geistig und körperlich überbrücken. Dann wäre es natürlich ideal, dass dann die Infektion kommt."

Was auf den ersten Blick unkonventionell klingt, verursacht beim 76-Jährigen keine größeren Bedenken: "Das sind alles junge, starke Männer in wirklich guter Gesundheit. Damit wäre man dann, wann immer es losgeht, gerüstet, und man kann für eine wahrscheinlich sehr harte WM, wenn sie einmal beginnt, gerüstet sein."

Umgesetzt wird das "Corona-Camp" von Red Bull aber nicht. Marko habe die Idee zwar "im kleinen Kreis gesprochen", aber gut angekommen ist sie nicht: "Sagen wir so: Es ist nicht positiv aufgenommen worden", grinst er. Schließlich hatte er bereits zuvor verraten, dass von seinen Fahrern besonders Max Verstappen "panische Angst" vor einer Infektion hat.

Auch ohne von Red Bull organisiertes Camp halten sich die Fahrer derzeit individuell fit. Dabei agieren sie "sehr unterschiedlich", wie Marko verrät: "Max beispielsweise fährt glaube ich mehr Rennen als in einer richtigen Saison. Der fährt dieses E-Racing und bestreitet da teilweise mehrere Rennen pro Tag."

"Gleichzeitig hat jeder seinen Physio, mit dem sie entsprechende Konditionsübungen machen. Das ist jetzt ideal für den Aufbau. Sofern es zu einer Rennsaison mit 15 bis 18 Rennen kommt, wird diese sehr, sehr hart sein, und in der Saison gibt's dann keine Möglichkeit, um sich konditionell weiter zu stärken. So ist es eigentlich ideal, jetzt diese Zeit zu nutzen", so der Österreicher.

Mit Bildmaterial von LAT.

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