Martin Brundle verteidigt Michael Masi: "Macht einen guten Job"

Formel-1-Rennleiter Michael Masi sieht sich immer wieder harter Kritik ausgesetzt, nun bekommt er Rückendeckung von Martin Brundle

Martin Brundle verteidigt Michael Masi: "Macht einen guten Job"
Audio-Player laden

Der frühere Formel-1-Pilot und heutige 'Sky'-Experte Martin Brundle hat Rennleiter Michael Masi gegen die zunehmende Kritik in Schutz genommen und die Arbeit des Australiers gelobt. Vor allem vor dem Hintergrund der derzeitigen Umstände mache Masi einen "ziemlich soliden Job", meint Brundle.

"Er lernt einige Dinge auf die harte Tour, und es sind riesige Fußstapfen, die er zu füllen hat", merkt Brundle mit Blick auf Masis verstorbenen Vorgänger Charlie Whiting an, der die Formel 1 über viele Jahre durch die Wochenenden gelotst hat.

Während Whiting bei Fahrern, Fans und allen anderen Beteiligten einen guten Ruf genoss, sieht sich Masi nach wie vor teils heftiger Kritik ausgesetzt. "Niemand liebt den Schiedsrichter, oder? Der Schiedsrichter, die armen alten Schiedsrichter, sie können nicht gewinnen", meint Brundle.

Brundle: "Es ist eine brutale Zeit"

Viele sehen bei Masi derzeit eine Art Überforderung im WM-Kampf zwischen Mercedes und Red Bull. Doch Brundle verweist darauf, dass die derzeitige Situation tatsächlich eine besondere sei. "Es ist eine brutale Zeit zwischen diesen beiden Fahrern und Teams, und man weiß, dass sie oft mit dem Finger aufeinander zeigen", betont Brundle.

Zudem trage das stressige Saisonfinale mit fünf Rennen in sechs Wochen nicht zu einer Abkühlung der Gemüter bei. "Der Tripleheader war eine große Herausforderung. Und man kann einige Risse sehen, und jede kleine Entscheidung ist im Moment wichtig für die Weltmeisterschaft", merkt der 62-Jährige an. Er beneide Masi nicht um seinen Job.

"Ich sah ihn, als wir nach 13 Stunden und 45 Minuten aus Brasilien kommend in Katar gelandet sind. Ich fragte ihn, was er vorhabe, und er stieg in ein Flugzeug nach Dschidda, um sich die noch nicht ganz fertige Strecke anzusehen", berichtet Brundle. Hinzu kamen die Herausforderungen in Katar, auf einer neuen Strecke, die recht kurzfristig in den Kalender gerückt war.

Brundle für Masi als langfristige Lösung

"Michael macht einen guten Job", meint Brundle: "Ich denke wirklich, dass er eine langfristige Lösung für den Job ist. Von Zeit zu Zeit muss er vielleicht noch ein paar schmerzhafte Lektionen lernen."

Martin Brundle war zwischen 1984 und 1996 bei 158 Formel-1-Rennen am Start. Neunmal stand er auf dem Podium, für Teams wie Benetton, Ligier und McLaren. Heute ist er Experte beim britischen Pay-TV-Sender Sky und berühmt für seinen "Gridwalk". Auf der Sky-Website veröffentlicht er nach jedem Grand Prix eine Kolumne mit seinen Einschätzungen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Formel 1 gedenkt Frank Williams: Demorunde mit dem FW07 und mehr
Vorheriger Artikel

Formel 1 gedenkt Frank Williams: Demorunde mit dem FW07 und mehr

Nächster Artikel

McLaren: Ricciardos Benzinproblem in Katar war eine Falschmeldung

McLaren: Ricciardos Benzinproblem in Katar war eine Falschmeldung
Kommentare laden