Martin Brundle: Vielleicht bekommen wir Kurven wie Copse und Eau-Rouge zurück
Die Kritik am neuen Formel-1-Reglement ist groß, doch Ex-Pilot Martin Brundle kontert: Warum der Brite die neuen Autos "genießt" und welche Hoffnungen er hat
Ex-Formel-1-Pilot Martin Brundle ist vom neuen Reglement überzeugt
Foto: Sutton Images
Die Kritik an den neuen Formel-1-Regeln war bislang groß, vor allem vonseiten der Fahrer. Doch es gibt auch Befürworter, darunter Ex-Formel-1-Pilot Martin Brundle. "Ich genieße es sehr, die Formel-1-Autos für 2026 in Aktion zu sehen", schreibt der Brite in den sozialen Netzwerken.
"Das lässt mich die Fahrer noch mehr wertschätzen, denn sie können sich nicht einfach auf massiven Abtrieb und Stabilität verlassen", ergänzt der Sky-Sports-F1-Experte und erinnert daran, dass es sich bei den neuen Boliden nicht mehr um klassische Ground-Effect-Autos handelt.
"Es gibt noch einige Kinderkrankheiten, die ausgebügelt werden müssen, aber das wird in den nächsten Monaten passieren", ist Brundle überzeugt und macht Hoffnung: "Vielleicht bekommen wir sogar großartige Kurven wie Copse und Eau-Rouge 'zurück'."
Diese Passagen galten einst als die anspruchsvollsten Streckenabschnitte im Rennkalender der Königsklasse. Mit den Autos der vergangenen Jahre stellten sie für die Piloten jedoch kaum noch eine echte Herausforderung dar. Durch die neuen Boliden mit reduziertem Abtrieb könnte sich das nun wieder ändern.
Brundle: "Deutlich besser aufgestellt als 2014"
Und dass das Energiemanagement ein großes "Desaster" sei, wie insbesondere Max Verstappen behauptet hatte, hatte Brundle bereits vor einigen Tagen dementiert. Der 66-Jährige ging sogar so weit zu sagen, dass das neue Reglement für Größen wie Michael Schumacher oder Ayrton Senna wie geschaffen sei.
"Ich glaube tatsächlich, dass Ayrton und Michael diese Autos lieben würden, weil sie die Fähigkeit haben, alle Werkzeuge zu nutzen", sagte Brundle während einer McLaren-Medienveranstaltung. "Und diejenigen, die wissen, wie man die Werkzeuge am besten einsetzt und das Beste aus den Autos herausholt, würden Erfolg haben."
Aktuell hofft der frühere Formel-1-Pilot auf ein ausgeglichenes Starterfeld. "Die Top Vier wirken sehr eng beieinander", meint Brundle. "Natürlich wird das Feld - wie bei neuen Reglements üblich - zunächst auseinandergezogen sein, aber ich habe keinen Zweifel daran, dass wir deutlich besser aufgestellt sind als 2014."
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