Masi erklärt: So verlief der Test der neuen Handschuh-Prototypen

Am vergangenen Wochenende testete die Formel 1 bei fünf Fahrern neue Handschuh-Prototypen aus - Rennleiter Michael Masi spricht über den Feldversuch

Masi erklärt: So verlief der Test der neuen Handschuh-Prototypen

Nach den ersten Tests der neuen Handschuh-Prototypen als Teil der Schutzausrüstung für die Fahrer hat Formel-1-Rennleiter Michael Masi ein positives Fazit gezogen. Die Neuentwicklungen wurden von fünf Fahrern im Freien Training in Istanbul getestet. Anlass zur Entwicklung war der Feuerunfall von Romain Grosjean in Bahrain im Vorjahr. Der Franzose hatte sich damals schwere Verbrennungen an den Händen zugezogen.

"Nach Romains Unfall haben wir direkt damit begonnen, an diesem Bereich zu arbeiten. Und ich denke, wir haben sehr schnell erkannt, dass dies ein Bereich ist, der gemeinsam mit den Herstellern verbessert werden kann", sagt Masi. Die ersten Rückmeldungen der Fahrer seien "durchweg gut" gewesen. "Es gibt noch ein paar kleine Feinabstimmungen mit einigen Marken, aber nichts Unüberwindbares in dieser Hinsicht", ergänzt er.

Im Fokus stand bei den Tests in Istanbul der Komfort der Handschuhe im Fahrbetrieb. Insgesamt vier Hersteller wurden getestet. Lewis Hamilton und Carlos Sainz griffen auf Produkte von Puma zurück, Daniel Ricciardo testete Handschuhe von Sparco, Sebastian Vettel von Alpinestars und George Russell von OMP.

"Der Flammschutzaspekt hat sich bereits nach unseren Standards bewährt. Es ging im wahrsten Sinne des Wortes um den Fahrerkomfort, ähnlich wie bei den Rennanzügen, die wir vor ein paar Jahren getestet haben, als der neue Standard für Rennanzüge eingeführt wurde", erklärt Masi.

Überwacht wurde der Test von der Sicherheitsabteilung des Automobil-Weltverbandes FIA, deren Chef Nuno Costa war in Istanbul selbst vor Ort. "Wir sind den Fahrern und den beteiligten Teams sehr dankbar, dass wir sie tatsächlich einsetzen können und dass wir diese Möglichkeit bekommen haben. Und es zeigt, dass wir versuchen, das Schutzniveau so weit wie möglich zu erhöhen", stellt Masi klar.

Eigentlich müssen alle Teile der Schutzausrüstung, die die Fahrer am Wochenende tragen, offiziell homologiert sein. Allerdings ist es seit einiger Zeit möglich, auch an einem offiziellen Wochenende auf Testträger zurückzugreifen, sofern diese Testträger der Sicherheit dienen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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