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Felipe Massa blickt auf F1-Zeit zurück: Ferrari ist wie eine Religion

Felipe Massa rekapituliert seine Ferrari-Zeit in der Formel 1: Wie es sich anfühlt, für das berühmteste Team der Welt zu fahren und warum er die Teamorder in Hockenheim 2010 nicht bereut.

Heiko Stritzke

Heiko Stritzke

Veröffentlicht: 14.11.2017, 10:46

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Felipe Massa, Ferrari F2008

Felipe Massa

Felipe Massa ist ein brasilianischer Rennfahrer, der seine Formel-1-Karriere im Anschluss an die Saison 2016 beendet.

Er tritt - höchstwahrscheinlich - nach vier Jahren als Williams-Fahrer ab, doch Felipe Massa wird in der Formel 1 voraussichtlich vor allem für seine acht Jahre bei Ferrari in Erinnerung bleiben. Der Brasilianer war von 2006 bis 2013 Stammfahrer und dabei Teamkollege von einigen der Allergrößten des Sports - Michael Schumacher, Kimi Räikkönen und Fernando Alonso. Zum Titel hat es nie gereicht, doch Massa blickt stets mit einem Lächeln zurück auf die aufregendste Zeit seiner Formel-1-Karriere.

"Ferrari ist wie eine Religion", schwärmt der Brasilianer im Gespräch mit 'Sky'. "Wenn man Teil dieser ist, erhält man enorme mediale Aufmerksamkeit. Das ist schon fast ein bisschen zu viel." Doch er habe jede Sekunde davon genossen, Teil des größten Mythos im Motorsport zu sein, bekräftigt er. "Was es bedeutet, für Ferrari zu fahren, ist schwer in Worte zu fassen. Es war fantastisch, so lange ein Teil von ihnen gewesen zu sein."

 

Natürlich gab es auch weniger schöne Momente in Rot. Eine schwarze Serie begann mit dem tragischen Titelverlust in Brasilien 2008, setzte sich über den Unfall in Ungarn 2009 fort und gipfelte schließlich in der demütigenden Teamorder in Hockenheim 2010, als Stallregie offiziell verboten war. Fakt ist, dass sein letzter Sieg in der Formel 1 ausgerechnet jener tragische Erfolg in Brasilien 2008 ist.

Viele sagen, dass Massa seit seinem Unfall 2009 nicht mehr derselbe gewesen sei. Was letztlich infolge jenes schicksalhaften 25. August 2009 geschehen ist, weiß nicht einmal Felipe Massa selbst: "Ich habe alle erdenklichen Tests bei Ärzten gemacht, um zu sehen, ob irgendetwas passiert ist. Für sie sah aber alles gut aus und auch für mich fühlte sich alles gut an. Es ist schwer zu sagen, warum es so gekommen ist."

 

Felipe Massa, Ferrari F10 leads Fernando Alonso, Ferrari F10

Felipe Massa, Ferrari F10 leads Fernando Alonso, Ferrari F10

Foto Sutton Images

 

Einmal sei er ja nahe dran gewesen, scherzt Massa, als er auf den Großen Preis von Deutschland 2010 anspricht. Die Worte "Fernando is faster than you" dürften ihm bis an sein Lebensende anhaften. Neuerdings ist es in Mode gekommen, Teamorder einfach zu ignorieren. Gerade die Scuderia Toro Rosso kann ein Lied davon singen.

Hätte es vielleicht sogar Sinn gemacht, die eindeutigen Worte einfach zu ignorieren? "Vielleicht wäre es für mich noch schlimmer gekommen, wenn ich es nicht getan hätte", glaubt Massa. "Auf der Strecke muss man das Team respektieren. Selbst wenn man Alonso oder Schumacher heißt, muss man das tun. Ich habe so viele schöne Momente bei Ferrari erlebt, da gibt es nichts, was ich bereuen müsste." Das Positive bleibt hängen, selbst bei Felipe Massa, der als tragischer Held in den Geschichtsbüchern der Formel 1 verewigt werden dürfte.

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