Formel 1

Felipe Massa: Paul di Resta ist nicht der Richtige für Williams

Der Williams-Fahrerpoker geht in die heiße Phase: Nun stellt Stammpilot Felipe Massa klar, dass er seine Rivalen Paul di Resta und Robert Kubica für nicht besonders geeignet hält.

Sven Haidinger

Veröffentlicht: 26.10.2017, 14:31

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Als bevorzugte Quelle hinzufügen

Paul di Resta, Williams FW40

Felipe Massa, Williams FW40

Felipe Massa, Williams

Paul di Resta, Test and Reserve Driver, Williams F1

Paul Di Resta, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM

Pressekonferenz: Paul Di Resta, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM

Felipe Massa, Williams FW40

Felipe Massa, Williams

Robert Kubica, Renault Sport F1 Team RS17, Fans und Transparente

Robert Kubica

"Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Paul der richtige Fahrer für das Team ist, wenn es um die die Entwicklung des Autos und die Ergebnisse geht", sagt der Brasilianer gegenüber 'GP Gazette'. Auch von seinen Leistungen in der DTM – der Schotte gewann in Ungarn und erreichte den elften Gesamtrang - scheint er wenig zu halten: "Ich bin nicht der Meinung, dass er dort tolle Arbeit leistet, wo er fährt."

Starker Tobak in Richtung des offiziellen Ersatzpiloten des Teams. Doch auch der sentimentale Favorit vieler Fans auf das Cockpit an der Seite von Youngster Lance Stroll kommt bei Massa nur bedingt gut weg. Das liegt aber nicht an dessen Talent, sondern an den Einschränkungen an der rechten Hand, die ihn seit seinem schweren Rallyeunfall vor sechs Jahren behindern.

"Ich weiß nicht, wie er fährt", wundert sich Massa, wie der Pole in Anbetracht der Einschränkungen überhaupt mit einem aktuellen Formel-1-Boliden klarkommt. "Was er macht, das könnte ich nicht – nur mit einer Hand fahren. Ich kann nicht glauben, dass er mit diesen Autos, die physisch viel schwieriger zu fahren sind, bei einigen Rennen nicht darunter leiden würde."

Trotz allem hat Massa laut eigenen Angaben Hochachtung vor Kubicas Comebackversuch: "Ich respektiere wirklich, was er macht – das ist einfach toll. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er keine Probleme hat."

Kubica, der bereits zwei Mal für Williams testete und vor einigen Wochen auf dem Hungaroring mit di Resta in einem blütenweißen 2014er-Boliden verglichen wurde, zog sich laut Angaben des Teams achtbar aus der Affäre, über Details schweigt man allerdings. Als vierter Kandidat wird Pascal Wehrlein gehandelt, doch der Sauber-Pilot ist auf die Hilfe von Williams-Antriebspartner Mercedes angewiesen. Und Motorsportchef Toto Wolff hat erst kürzlich angekündigt, dass der ehemalige DTM-Champion bald auf eigenen Beinen stehen solle.

Doch wie stehen die Chancen von Massa, der eigentlich bereits im Vorjahr zurückgetreten war und nächstes Jahr 37 Jahre alt wird? "Ich bin zuversichtlich, dass die Leute wissen, was das beste für das Team ist", sagt der ehemalige Teamkollege von Michael Schumacher. "Manchmal zählt aber in der Formel 1 leider nicht nur das Talent, sondern auch andere Dinge."

Er wünscht sich noch vor seinem Heimrennen in Interlagos, also in den kommenden zwei Wochen, eine Entscheidung. Das liege aber nicht daran, dass er eine große Abschiedsparty plant, selbst wenn er nun wirklich aufhört. "Das hat im Vorjahr schon gereicht", schmunzelt er und spielt damit auf den tränenreichen Abschied im Jahr 2016 an. Mit sich selbst sei er so oder so im Reinen: "Ich habe überhaupt keinen Frust. Ich habe mehr geschafft, als ich erwartet habe. Wenn es nun aufhört, dann passt der Zeitpunkt. Und wenn nicht, dann vielleicht, weil noch etwas auf mich wartet."

Mehr zum Thema:

Wir wollen Deine Meinung!

Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?

An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen

- Das Motorsport.com-Team

Weiterlesen :

Diese Story teilen oder speichern

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Vorheriger Artikel Wie Hamilton in Wolffs Küche zu einem besseren Fahrer wurde

Nächster Artikel Christian Horner: Erneut Seitenhiebe gegen Toto Wolff

Mehr von

Sven Haidinger



Radlager-Freispruch bringt Engel und Auer GTWCE-Titel: Hoffnung für Grasser?

DTM

DTM 4 h

Radlager-Freispruch bringt Engel und Auer GTWCE-Titel: Hoffnung für Grasser?



"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht": Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

DTM

DTM

Hockenheim

1 T.

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht": Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?



"Wäre beschissen": Marco Wittmann droht wegen Rennkalender das DTM-Aus

DTM

DTM 2 T.

"Wäre beschissen": Marco Wittmann droht wegen Rennkalender das DTM-Aus

Mehr von

Paul di Resta



Le Mans 2026: Diese ehemaligen Formel-1-Piloten sind am Start

Formel 1

Formel 1 4 M.

Le Mans 2026: Diese ehemaligen Formel-1-Piloten sind am Start



Cassidy erklärt Dreher ins Kiesbett: "Einfach verloren"

WEC

WEC

6h Imola

5 M.

Cassidy erklärt Dreher ins Kiesbett: "Einfach verloren"



Peugeot 9X8 2026: Endlich erster Sieg oder weiteres Übergangsjahr?

WEC

WEC

6h Imola

5 M.

Peugeot 9X8 2026: Endlich erster Sieg oder weiteres Übergangsjahr?

Mehr von

Williams



FW50: Warum der 2027er-Williams einen besonderen Namen bekommt

Formel 1

Formel 1 9 h

FW50: Warum der 2027er-Williams einen besonderen Namen bekommt



Übersicht: Die Fahrer und Teams der Formel-1-Saison 2027

Formel 1

Formel 1 1 T.

Übersicht: Die Fahrer und Teams der Formel-1-Saison 2027



Carlos Sainz schlägt Alarm: Formel 1 ist zur Dreiklassengesellschaft geworden

Formel 1

Formel 1 2 T.

Carlos Sainz schlägt Alarm: Formel 1 ist zur Dreiklassengesellschaft geworden

Aktuelle News



Ralf Schumacher: Warum Audi langfristig einen anderen Fahrer braucht

Formel 1

F1 Formel 1 51 Min.

Ralf Schumacher: Warum Audi langfristig einen anderen Fahrer braucht



Miller scherzt über SBK-Wechsel: "Mag Michelin so sehr, dass ich dabei bleibe"

MotoGP

MGP MotoGP 1 h

Miller scherzt über SBK-Wechsel: "Mag Michelin so sehr, dass ich dabei bleibe"



Lando Norris: So sieht sein Business-Imperium abseits der Formel 1 aus

Formel 1

F1 Formel 1 2 h

Lando Norris: So sieht sein Business-Imperium abseits der Formel 1 aus



Kollision im FT1: So begründen die Kommissare die Verstappen-Verwarnung

GTWC Endurance

GTWC GTWC Endurance 3 h

Kollision im FT1: So begründen die Kommissare die Verstappen-Verwarnung

Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!

Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.

Du hast 2 Optionen:

Jetzt registrieren Schon registriert? Dann hier einloggen!

Adblocker deaktiviert?
Dann versuche es mit Seite neu laden

Benachrichtigungs-Einstellungen

Registrieren