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Mattia Binotto: Ferrari-Desaster ist Spa-spezifisch

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Mattia Binotto: Ferrari-Desaster ist Spa-spezifisch
Autor:
Co-Autor: Giacomo Rauli

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nimmt zum enttäuschenden Qualifying-Ergebnis von Sebastian Vettel und Charles Leclerc in Belgien Stellung und erklärt die Ursachen

"Das ist keine Überraschung", meint Sebastian Vettel nach dem enttäuschenden Belgien-Qualifying für Ferrari. Stand der Deutsche hinter seinem Teamkollegen im Vorjahr noch in der ersten Startreihe, so muss er sich zwölf Monate später mit Rang 14 begnügen. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto sucht nach Antworten auf die Formschwäche.

"Ohne Zweifel ist das eine schwierige Situation. Wir können und wollen nicht glücklich darüber sein", gibt der Italiener bei 'Sky' zu. Seine Piloten werden am Sonntag nur aus der siebten Reihe (P13 und P14) starten. Bitter: Noch vor dem Zeittraining schien ein Q2-Einzug von Vettel und Vorjahressieger Charles Leclerc nicht sicher.

In den Freien Trainings waren die Ferrari-Piloten meist im hinteren Mittelfeld rund um Position 15 zu finden. "Gestern in den Freien Trainings hatten die Fahrer eine harte Zeit im Auto. Wir konnten die Reifen einfach nicht zum Arbeiten bringen. Die Fahrer hatte kein Vertrauen ins Auto", erklärt Binotto.

Ferrari am Samstag mit mehr Abtrieb unterwegs

Das Wochenende schien nach einem schlechten Auftakt am Samstagmorgen noch schwärzer zu werden: Vettel belegte im dritten Freien Training gar nur den letzten Platz. "Wir haben versucht, einiges am Auto zu verändern - von der Balance, der Abstimmung, aber auch der Outlap, wie wir die Reifen besser aufwärmen können."

Das ernüchternde Fazit: "Wir haben nicht das bekommen, was wir wollten. Uns fehlt es an diesem Wochenende einfach an etwas, aber ich erwarte, dass unsere Ingenieure das verstehen werden." Zumindest habe sich die Situation im Vergleich zum Freitag verbessert - "aber nicht genug, um vor unseren Rivalen zu bleiben."

Vettel und Leclerc reihten sich in Q2 knapp vor Williams-Pilot George Russell ein, dem Deutschen fehlte rund eine halbe Sekunde auf den Einzug in die Top 10. Vergleicht man seine Zeit mit jener des Vorjahres, so war Vettel 2020 nur 0,006 Sekunden schneller - Leclerc gar um 0,477 Sekunden langsamer als seine Pole-Zeit 2019.

 

"Das Problem ist ein spezifisches auf dieser Strecke", glaubt Binotto den Grund gefunden zu haben. "Wir waren nicht in der Lage zu verstehen, wie wir die Reifen auf Temperatur bringen. Immerhin ist das immer noch das Auto, mit dem wir auch die vergangenen Rennen gefahren sind."

Vor allem im Mittelteil hat Ferrari keine Chance: In Q2 fehlten Vettel knapp 1,3 Sekunden in der kurvigen Passage von Les Combes bis Stavelot. "Irgendetwas hat nicht funktioniert, weil wir weiter zurückliegen, als wir sollten."

Interessant: Ist Ferrari am Freitag noch mit flacheren Flügeln gefahren, ging die Mannschaft am Samstag mit mehr Abtrieb auf die Strecke. "Wir sind mit einer höheren aerodynamischen Last gefahren, da wir schon ans Rennen morgen gedacht haben. Das könnte nass werden."

Binotto: Unser Fokus liegt auf 2022

Dadurch habe Ferrari laut Binotto ein wenig Quali-Pace "geopfert". "Das konnte man auf den Geraden im ersten und dritten Sektor sehen." Die Sektorzeiten von Vettel im Vergleich zu den jeweils Schnellsten: +0,421 Sekunden Rückstand in S1, +1,542 in S2 und +0,562 in S3.

Bei den Tifosi entschuldigt sich der Teamchef nach der schwachen Leistung öffentlich. "Es tut mir sehr leid, aber wir müssen verstehen, was passiert ist. Schon gestern. Die gestrige Situation hat unsere Leistung heute beeinträchtigt."

Den Fans richtet er außerdem aus: "Wir müssen nun geduldig bleiben und in die Zukunft blicken. Unser Fokus liegt auf 2021 und speziell 2022." Ferrari setzt alle Hoffnungen vor allem in das neue Reglement, das in zwei Jahren eingeführt wird - bis dahin ist es noch ein langer Weg.

 

"Auch in dieser Saison wollen wir gut abschneiden, dazu müssen wir besser werden. Wir haben ein Minimalziel vor Augen." Ergebnisse wie am Samstag im Belgien-Qualifying seien dabei nicht hilfreich, weiß Binotto. Was erwartet er vom Rennen am Sonntag?

"Das morgige Rennen wird lang. Aber wir schneiden meist in den Rennen besser ab als im Qualifying", gibt er die Hoffnung auf einen versöhnlichen Abschluss in den Ardennen noch nicht auf. "In meinen Augen werden wir morgen mit den Konkurrenten vor uns kämpfen. Ich erwarte eine gute Leistung, denn auf dieser Strecke kann man überholen."

Ein gutes Ergebnis wäre auch eine Moralinjektion für die kommenden Italien-Rennen in Monza und Mugello, das Jubiläumsrennen vor Publikum. "Wir werden versuchen, in Italien gut abzuschneiden. Hier lief es bislang noch nicht rund, aber das Rennen ist erst morgen - dann werden die Punkte vergeben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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