Mattia Binotto: Ferrari hat die beste Fahrerpaarung der Formel 1

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hält seine Fahrerpaarung für die beste der Formel 1, doch Carlos Sainz hadert noch damit, kein perfektes Wochenende hinzubekommen

Mattia Binotto: Ferrari hat die beste Fahrerpaarung der Formel 1

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat seinen beiden Piloten ein hervorragendes Zeugnis für die erste Saisonhälfte ausgestellt und bezeichnet Charles Leclerc und Carlos Sainz sogar als "beste Fahrerpaarung" der gesamten Formel 1. "Daher bin ich aus vielen Gründen sehr glücklich", sagt Binotto.

Ferrari liegt aktuell punktgleich mit McLaren auf Rang drei der Konstrukteurs-WM. Beide Fahrer haben dabei fast ausgeglichen zum Punktekonto der Roten aus Maranello beigetragen: Leclerc hat 80 Punkte eingefahren, Sainz als Neuling im Team sogar 83 - wenn auch mit zwei Ausfällen weniger als sein Teamkollege.

"Wir wissen, dass Charles ein fantastischer Fahrer ist, der sich aber noch stetig verbessert. Und darüber sind wir glücklich", so Binotto, der den Monegassen noch bis 2024 sicher unter Vertrag hat. "Außerdem hatten wir tolle Möglichkeiten zu gewinnen", betont er und verweist unter anderem auf Monaco. "Warum das nicht passiert ist, wissen wir."

"Auf der anderen Seite integriert sich Carlos gut in das Team und verbessert sich von Rennen zu Rennen", so der Italiener. "Er ist auch eine Messlatte für Charles und treibt ihn an, auch wenn die Bedingungen schwieriger sind."

Im Gegensatz zu Leclerc hat Sainz zwar noch keine Polepositions in dieser Saison geholt, stand dafür aber bereits zweimal auf dem Podest, Leclerc nur einmal. Überhaupt hat der Spanier viele in seinem ersten Ferrari-Jahr überrascht. Während viele andere Fahrer in neuen Teams Probleme hatten, schien er gleich gut zurechtzukommen.

Auch der Spanier selbst ist zufrieden mit seiner ersten Saisonhälfte und wie er sich im Team integriert hat. "Ich hatte von Rennen eins an das Gefühl, dass ich das Auto beherrsche und an die Grenze bringen kann. Ich war auf jeder Strecke von Beginn an bei der Pace", lobt er.

Woran es bei ihm noch hapert: Er hat noch kein Wochenende zu 100 Prozent zusammenbekommen, wie er sagt. "Aber das konnte ich eigentlich immer gut."

Ein gutes Beispiel ist für ihn das Rennen in Ungarn. Zwar wurde er dort nachträglich Dritter, doch es hätte noch mehr sein können, wenn er im Qualifying nicht den Unfall gehabt hätte und es auch beim Boxenstopp kein Problem gegeben hätte. "Von daher schmeckt das ganze Wochenende nicht mehr ganz so gut. Wir hätten deutlich mehr Punkte holen können", sagt er.

Doch noch hat Sainz in dieser Saison genügend weitere Chancen, sein Können bei Ferrari zu zeigen. Und darauf freut sich auch Teamchef Binotto: "Ich bin sicher, dass unsere beiden Jungs für großartigen Erfolg sorgen werden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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