Mattia Binotto: Ferrari-Piloten dürfen frei gegeneinander fahren

Auch wenn Mattia Binotto betont, dass das Team höchste Priorität habe, sieht er keinen Grund, das Ferrari-Duo zur Räson zu rufen, und verteilt lieber Lob

Mattia Binotto: Ferrari-Piloten dürfen frei gegeneinander fahren

Seit Ferrari sein Hybrid-Update eingeführt hat, zeigt die Formkurve der Scuderia nach oben. In den vier Rennen seit Sotschi hat sich der italienische Traditionsrennstall in der Konstrukteurs-WM vorbei an McLaren zurück auf Platz drei gekämpft und sich einen Vorsprung von 31,5 Punkten erarbeitet.

Dabei kämpfen Charles Leclerc und Carlos Sainz nicht nur um Punkte für das Team, sondern auch schon mal gegeneinander um Positionen. Das funktionierte bisher aber immer fair und unfallfrei, wie Teamchef Mattia Binotto festhält.

"Es ist großartig, sie auf der Strecke kämpfen zu sehen", schwärmt der Italiener und ruft sich das letzte Rennen in Brasilien in Erinnerung: "Es war ein guter Kampf in der ersten Runde, in den ersten Kurven. Sie waren sehr sicher und haben darauf geachtet, sich nicht zu schaden. Das ist wichtig für mich und für das Team."

Binotto: "Aber das Team hat höchste Priorität"

"Ich denke, dass sich die beiden Fahrer wirklich sehr gut verhalten. Es macht es wesentlich einfacher, wenn sie den Teamgeist verstehen, und im Moment kann ich nur bestätigen, dass diese beiden Jungs das wirklich sehr gut machen."

Deshalb hält es Binotto auch für unnötig, ihnen vorzuschreiben, wie sie zu fahren haben: "Nein. Unseren Fahrern steht es völlig frei, zu kämpfen. Aber ich habe immer gesagt, dass das Team die höchste Priorität hat, also tun wir alles, was wir können, um die Ausbeute für das Team zu maximieren."

"Ansonsten können sie im Moment frei kämpfen, und hoffentlich werden sie in Zukunft so gut sein, dass sie bei jedem einzelnen Rennen frei kämpfen können", so der Teamchef.

Sainz war von Anfang an sehr gut integriert

Angesprochen auf Sainz, der ja erst in dieser Saison zu Ferrari stieß, skizziert Binotto eine positive Entwicklung. "Was Carlos macht, und das macht er sehr gut. Seit dem ersten Rennen war er gut in das Team integriert. Er hat schon früh seinen eigenen Beitrag zum Team geleistet, was sehr wichtig war."

"Seit dem allerersten Rennen hat er sich weiterentwickelt, und wenn ich ihn mir heute anschaue, ist er in der Lage, am Start in den ersten Runden aggressiv zu sein. Ich denke also, dass er mehr und mehr Vertrauen in das Auto bekommt. Er bekommt mehr und mehr Vertrauen in all die Strategien, die wir an den Autos anwenden."

Das versetze Sainz in die Lage, sein Bestes geben zu können, "was die Leistung in den ersten Runden angeht, und nicht nur dort", hält Binotto fest. In der WM trennen den Spanier von Teamkollege Leclerc daher auch nur 8,5 Punkte.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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