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Mattia Binotto: Lösung des Startproblems bei Audi oberste Priorität

Audi wurde wieder einmal durch einen schlechten Start um mögliche Punkte gebracht: Das Problem möchte der Hersteller mit Priorität angehen

Mattia Binotto: Lösung des Startproblems bei Audi oberste Priorität

Audi brachte sich mit schlechten Starts um den möglichen Lohn

Foto: LAT Images

"Ich denke, mit einem ganz normalen, regulären Start wären Punkte drin gewesen", sagt Nico Hülkenberg nach seinem erneuten elften Platz in Japan, womit er wieder einmal leer ausging und weiter auf seinen ersten Punkt für Audi wartet.

Doch der Start machte Audis Bemühungen wieder einmal zunichte: Gabriel Bortoleto verlor vier Positionen und fiel von Startposition neun auf 13 zurück, Hülkenberg selbst war auf 13 gestartet, fand sich nach den ersten Kurven aber hinter einem Cadillac auf Position 19 wieder.

"Wir wissen, dass das etwas ist, woran wir als Team arbeiten müssen", hadert Bortoleto, der in Suzuka trotz Start aus den Top 10 ebenfalls keine Punkte holen konnte. Auch Hülkenberg empfindet die Situation als "natürlich enttäuschend und frustrierend" und sagt, dass Audi "Herr der Lage werden" muss. "Auf dieser Seite gibt es definitiv noch einiges zu tun."

Binotto: Keine offensichtliche Sache zum Beheben

Woran genau es hapert, das ist die Frage. Im Gegensatz zu Mercedes, bei denen die schlechten Starts in Suzuka auch den Fahrern geschuldet waren, scheint bei Audi das Auto das Problem zu sein. "Ich weiß natürlich, dass ich einen schlechten Start hatte, aber die genauen Details kenne ich im Moment noch nicht", meint Hülkenberg. "Ich muss mir das erst ansehen und mit den Ingenieuren sprechen."

Auch Bortoleto geht mit seinen Aussagen dahin, dass eher das Team etwas finden muss: "Es gibt Teams, die das Auto in eine etwas andere Richtung entwickelt und daran gearbeitet haben, um bessere Starts zu ermöglichen", so der Brasilianer.

"Ich glaube auch nicht, dass alle Teams dachten, dass das Anfahren so schwierig werden würde. Bei uns ist es bisher schrecklich. Wir wissen, dass es sehr schwierig für uns ist und wir uns da verbessern müssen."

Mattia Binotto, der nach dem Abgang von Teamchef Jonathan Wheatley dessen Rolle übernommen hat, will diesen Umstand schnellstmöglich beheben, da es für Audi nicht der erste schlechte Start in diesem Jahr war. "Es gehört also definitiv nicht zu unseren Stärken", gibt er zu.

Nur: "Der Grund, warum das bisher noch nicht behoben wurde, ist, dass es keine offensichtliche Sache ist, die man mal eben fixen kann."

Starts haben "oberste Priorität"

Trotzdem sei das Lösen des Startproblems laut dem Italiener "oberste Priorität" für das Team, "denn wir hatten wieder ein gutes Qualifying, und es bringt nichts, auf guten Positionen zu starten, wenn wir beim Losfahren alle Plätze wieder verlieren".

"In gewisser Weise ist es jetzt gut für uns, dass zwei Rennen abgesagt wurden", meint Binotto weiter. In der Pause bis zum nächsten Rennen in Miami Anfang Mai hat Audi nun Zeit, um den bisherigen Saisonstart zu reflektieren und Probleme anzugehen.

"Bisher war der Saisonstart eher von sehr reaktiven Maßnahmen geprägt. Seit den Wintertests mussten wir als brandneues Team einfach so viel lernen. Wir mussten Zuverlässigkeitsprobleme lösen und hatten eigentlich gar keine Zeit, auch nur über Weiterentwicklungen nachzudenken. Die Optimierung des Starts wird also einer der Schwerpunkte in den nächsten Wochen sein."

Doch wie kurzfristig lassen sich dabei Verbesserungen finden? "Ich denke, wir können uns ein bisschen steigern, aber nicht kurzfristig auf das Niveau der Ferraris kommen", sagt Bortoleto. "Ich glaube, das ist sehr schwierig. Auch im Vergleich zu Mercedes werden wir wohl noch ein bisschen zu kämpfen haben."

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