Mattia Binotto zufrieden: Ferraris Vorsprung war noch nie so groß

Ferrari hat vor den drei verbleibenden Rennen einen durchaus beruhigenden Puffer auf McLaren - Für Mattia Binotto ist alles aktuell auch relevant für 2022

Mattia Binotto zufrieden: Ferraris Vorsprung war noch nie so groß

So langsam kann Ferrari mit dem dritten WM-Rang in der Formel-1-Saison 2021 planen. In Brasilien konnten die Roten Hauptkonkurrent McLaren punktetechnisch zum vierten Mal in Folge abhängen, was der Scuderia einen Vorteil von 31,5 Punkten vor den letzten drei Rennen verschafft - so groß war der Abstand zwischen beiden Teams in dieser Saison noch nie!

"Das ist sicherlich ein wichtiger Vorsprung, aber wir haben noch drei Rennen", warnt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto. Mit der Leistung in Brasilien konnte der Italiener aber sehr zufrieden sein. Charles Leclerc und Carlos Sainz konnten mit den Positionen fünf und sechs hinter Mercedes und Red Bull das Maximum herausholen und insgesamt 19 Zähler holen.

"Ich bin sehr glücklich darüber. Das Team war bisher ziemlich konstant, was das Rennmanagement angeht, also Strategien, Boxenstopps und so weiter. Und auch die Zuverlässigkeit war bislang ein wichtiger Schlüssel in diesem Kampf", so Binotto.

Tatsächlich musste Ferrari noch keinen technisch bedingten Ausfall in dieser Saison hinnehmen. Sainz kam in allen 19 Rennen bislang ins Ziel, Leclercs einzige Ausfälle resultieren aus dem unfallbedingten Startverzicht in Monaco und dem von Lance Stroll ausgelösten Startcrash in Ungarn.

Die Richtung von Ferrari stimmt somit nach dem erschreckenden Jahr 2020 wieder und könnte ein guter Indikator für die neue Saison sein. Zwar gibt es dann ein völlig neues Reglement und somit auch völlig neue Autos, doch laut Binotto ist alles, was derzeit passiert, "ziemlich relevant".

Für ihn geht es dabei eben um die Themen Rennmanagement, Teaminteraktion, Entwicklung und Fahrer. "Alles ist Teil des Prozesses, und ich denke, wir haben uns die gesamte Saison über verbessert", so Binotto.

Der Teamchef weiß aber auch, dass es beim anstehenden Rennen in Katar wieder ganz anders laufen kann. "Wir sind hier noch nie gefahren, und es gibt viele Kurven, mit denen wir in Schwierigkeiten geraten können, was den Reifenverschleiß angeht", sagt er. "Darauf müssen wir uns gut vorbereiten. Katar kann also schon ganz anders aussehen als die Rennen davor."

"Wir haben einen Vorsprung von 31,5 Punkten, das ist wichtig", so Binotto weiter. "Aber ich denke, dass wir bei jedem einzelnen Rennen wieder auf einem ähnlichen Performanceniveau starten. Es liegt an uns zu beweisen, dass wir vorne bleiben können."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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