Max Verstappen: 150 PS mehr just im falschen Moment ...

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Max Verstappen: 150 PS mehr just im falschen Moment ...
Autor: Rebecca Friese
Co-Autor: Dominik Sharaf
07.04.2018, 20:07

Der Qualifying-Crash von Max Verstappen ist auf ein Fehlverhalten des Motors zurückzuführen und kam für den Red-Bull-Piloten völlig überraschend

Max Verstappen, Red Bull Racing RB14 Tag Heuer, crashes in qualifying
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14 Tag Heuer, crashes in qualifying
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14 Tag Heuer, crashes in qualifying
Max Verstappen, Red Bull Racing is given a lift on a motorbike
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14 pit stop
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14 Tag Heuer
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14 sparks
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing, Max Verstappen, Red Bull Racing and Jonathan Wheatley, Red Bull R
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14

Mit seinem Renault-Motor stand Max Verstappen schon das ganze Wochenende auf Kriegsfuß. Bereits im ersten Freien Training rollte er ohne Power nach nur zwei Runden aus. Im Qualifying zum Grand Prix von Bahrain kam dann der Schock: Crash in Q1. Die schnelle Auswertung der Daten zeigt, dass es kein Fahrfehler war, der Verstappen in Kurve 2 von der Strecke trug.

"Das kam völlig überraschend - so etwas ist mir in meiner ganzen Karriere noch nicht passiert", erklärt der Red-Bull-Pilot. "Ich hatte natürlich schonmal einen Crash im Qualifying, aber das kam, weil ich mal von der Strecke abgekommen bin oder mich verbremst habe. Kurve 2 fährt man nicht einmal Vollgas - vielleicht 95% Prozent. Aber irgendwie hatte ich von einer Runde auf die andere 150 PS mehr auf meinen Hinterreifen."

Das Team hatte ihn angewiesen, eine Extra-Runde für spezielle Motoren-Einstellungen zu fahren. "Ich hatte ja schon Power-Probleme", so Verstappen. "Deswegen wollten wir den Motor noch einmal zu kalibrieren. Denn jedes Mal, wenn ich aus dem schnelleren Modus herauskam, bekam ich Probleme. Das hat mich drei oder vier Zehntel eingebremst. Ich habe auf den Geraden nicht die Energie abrufen können, die ich wollte."

Auch wenn er selbst wenig Schuld an dem Einschlag in die Streckenbegrenzung trägt, muss sich Verstappen einen Seitenhieb von Teamkollege Daniel Ricciardo gefallen lassen: "Das ist doch seltsam", scherzt der Australier. "Es ist eine der weitläufigsten Strecken im Kalender und er findet eine Mauer."

 

Er selbst sei an diesem Wochenende von Motoren-Problemen verschont geblieben, hat aber Verständnis für die Frustration des jungen Kollegen. "Bei den V8-Motoren hatte man auf jeden Fall mehr Konstanz drin, was die Fahrbarkeit angeht", erinnert er sich zurück. "Die Einstellungen für das Gaspedal waren linearer: Wenn man zehn Prozent mehr draufgegeben hat, hat man zehn Prozent mehr Power bekommen."

"Jetzt haben wir all diese Lösungen, um zu kontrollieren wann die Power eingreift", erklärt Ricciardo weiter. "Es ist auf jeden Fall komplexer. Wenn es nicht rund läuft hat man diese Momente, in denen man entweder gar keine oder zu viel Power bekommt. Das hat Max heute herausgetragen. Es ist auf jeden Fall nicht einfach und manchmal frustrierend."

Die gute Nachricht: Die Schäden an dem RB14 sollen sich laut Teamchef Christian Horner in Grenzen halten. Das Chassis sei in Takt. Auch vor einer nachträglichen Strafe sei man gefeit. "Es ist nur ärgerlich, dass es ausgerechnet in diesem Qualifying-Abschnitt passiert ist", so Horner.

Denn nach dem Dreher im Australien-Rennen muss Verstappen wieder eine Enttäuschung verdauen. "Das ist normal im Rennsport", findet der Teamchef aufmunternde Worte. "Er muss sich jetzt aufs Neue konzentrieren uns seine Kraft ins Rennen stecken. Wir wissen, dass er dazu in der Lage ist. Und auf dieser Strecke kann man überholen."

Verstappen startet am Sonntag von Platz 15. Aufholjagden sind ihm nicht fremd. Im vergangenen Jahr gelang im beim USA-Grand-Prix der Sprung von 16 auf vier. Die Top 5 hält er auch in Bahrain für erreichbar.

"Es kann noch immer ein gutes Rennen werden", sagt er. "In den Longruns hatte das Auto eine gute Pace. Das muss ich morgen nur umsetzen können. Mit ein bisschen Glück und vielleicht einer Safety-Car-Phase, kann ich noch an der Spitze mitkämpfen."

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