Max Verstappen 19 Punkte voran: "Glaube nicht an Momentum"

Das Pendel in der Formel-1-WM schlägt immer mehr in Richtung Max Verstappen aus, doch der Niederländer tritt auf die Euphoriebremse

Max Verstappen 19 Punkte voran: "Glaube nicht an Momentum"

Nach seiner Machtdemonstration in Mexiko kann Max Verstappen den WM-Pokal am Horizont bereits erkennen. Vier Rennen vor Ende der Formel-1-Saison liegt der Niederländer 19 Punkte vor Lewis Hamilton. Das ist jedoch noch weit weg von einer Vorentscheidung, zumal inklusive des Sprints am kommenden Wochenende in Brasilien und sämtlicher Bonuspunkte maximal noch 107 Zähler auf dem Tisch liegen.

Gewinnt Hamilton alle Rennen, ist er Weltmeister, selbst wenn Verstappen den Sprint in Interlagos gewinnt und in allen Rennen Zweiter wird inklusive sämtlicher schnellsten Rennrunden. Der siebenmalige Champion hat also alles in der eigenen Hand, um den Rekord von acht Titeln in diesem Jahr noch aufzustellen.

Das Momentum aber spricht nach seinem achten Saisonsieg für Verstappen, was diesem jedoch herzlich egal ist. "Ich glaube nicht an Momentum. Wir müssen in jedem einzelnen Rennen die Details finden, das ist uns im Qualifying nicht gelungen", konzentriert sich der Niederländer eher auf die Schwachstellen.

Verstappen sicher: Brasilien wird nicht wie Mexiko

Er weiß: Es ist weiterhin alles möglich. "Die Dinge können sehr schnell in die falsche Richtung laufen, oder sie laufen richtig. Es wird sehr eng werden bis zum Ende", ist er überzeugt.

Zumal Mexiko wie erwartet trotz des Rückschlages im Qualifying eine Red-Bull-Strecke war. In Brasilien nun gelten die Bullen zwar auch als leichter Favorit, doch bei weitem nicht so deutlich. Verstappen rechnet in Interlagos mit einem harten Stück Arbeit. "In Brasilien wird es nicht so sein wie hier", stellt er klar.

Für Mercedes und Hamilton hingegen steigt allmählich der Druck. Siege müssen her, und zwar schnell. "Natürlich fühlt es sich so an, dass ich jedes Rennen gewinnen muss, denn wir müssen Punkte aufholen und dürfen nicht noch weitere verlieren", sagt er.

Hamilton klammert sich an Resthoffnung

Dies sei jedoch auch die Marschroute an den vergangenen Wochenenden gewesen. Doch gegen ein Red-Bull-Team in dieser Verfassung sei das wesentlich leichter gesagt als getan. "Sie sind einfach zu schnell. Wir geben alles, aber es reicht im Moment einfach nicht, um mit ihnen kämpfen zu können", zeigt sich der Brite leicht ernüchtert.

Nun geht es auf eine Strecke, an die Hamilton gute Erinnerungen hat. Nicht nur wegen seiner zwei Siege 2016 und 2018, sondern vor allem wegen seines ersten WM-Titels im Jahr 2008. Damals wurde Sao Paulo für ihn zum WM-Retter. Wie sieht es 13 Jahre später aus?

Der Speed, den Red Bull und Verstappen zuletzt zeigten, stimmt Hamilton nicht gerade zuversichtlich. "Sie hatten viele Siege in diesem Jahr. Wenn sie den Speed von hier zu den kommenden Rennen bringen, werden wir Probleme bekommen", gibt sich Hamilton keinen Illusionen hin. Jedoch: "Ich hoffe, wir werden näher dran sein."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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