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Max Verstappen: Dann soll McLaren halt aus der Boxengasse starten!

Max Verstappen teilt die Startsorgen von McLaren-Teamchef Andrea Stella nicht und gibt den nächsten Seitenhieb - Er selbst wusste schon 2023, wie schlecht es wird

Max Verstappen: Dann soll McLaren halt aus der Boxengasse starten!

Max Verstappen verteilt ein paar Seitenhiebe gegen McLaren

Foto: Sutton Images

Max Verstappen hat die Startsorgen von McLaren-Teamchef Andrea Stella heruntergespielt und betont, dass das Team auch einfach aus der Boxengasse starten könne, wenn es die Starts für zu gefährlich hält. Es ist die nächste Stichelei zwischen dem Red-Bull-Piloten und dem Lager der amtierenden Weltmeister.

Begonnen hatte es in der vergangenen Woche mit Verstappens Kritik am neuen Formel-1-Reglement, woraufhin Lando Norris meinte, Verstappen solle einfach aufhören, wenn er aufhören möchte. Doch der Niederländer wähnt sich mit seiner Meinung mit der größeren Rückendeckung unter den anderen Fahrern ausgestattet: "Die meisten denken genauso", betont er.

Als in der niederländischen Medienrunde darauf hingewiesen wird, dass es offenbar zwei Lager gibt, da Norris die neuen Autos durchaus gefallen, lacht Verstappen: "Das eine Lager ist eher wie ein kleines Easy-Up-Zelt, der Rest befindet sich in einem sehr großen Zelt. Es ist also ein kleines Lager und ein großes Lager!"

Der Red-Bull-Pilot gibt zu, dass er sich "vielleicht etwas extremer" ausdrücke als andere Fahrer, "aber das liegt auch daran, dass es mir ziemlich egal ist [was andere denken]. Manche Leute sind etwas diplomatischer."

"Bewusste Entscheidung getroffen"

Weitere Aussagen kamen in der Vorwoche von McLaren-Teamchef Andrea Stella, der mehrere Änderungen gefordert hatte. Er war vor allem über drei Punkte besorgt: das Startprozedere ohne die MGU-H zur Unterstützung des Turbos, gefährliche Geschwindigkeitsunterschiede durch das frühe Vom-Gas-Gehen und die Tatsache, dass Überholen (zu) schwierig wird.

Danach gefragt, ob er zustimme, dass in diesen drei Aspekten etwas getan werden müsse, antwortet Verstappen: "Bei den letzten beiden Dingen ja, aber das habe ich schon 2023 gesagt. Man kann diese Punkte jetzt vorbringen, aber vielleicht hätten sie sich das als Team etwas früher ansehen sollen."

"Was den Start betrifft: Das ist schlichtweg die Entscheidung, die man beim Turbo trifft. Wir haben dort bewusst eine bestimmte Entscheidung getroffen. Und wer damit Probleme hat, nun ja, der kann auch aus der Boxengasse starten. Dann ist man jedem aus dem Weg und kann das Rennen einfach von dort aus aufnehmen", sagt er.

Verstappen sagte zusätzliches Zurückschalten nach frühen Simulatorfahrten voraus

Verstappens Hinweis, die Hauptbedenken bereits 2023 angemeldet zu haben, geht auf eine Pressekonferenz in Österreich zurück. Dort wurde er nach seinen ersten Eindrücken aus den Simulatorläufen gefragt. Damals warnte er bereits vor dem Herunterschalten auf den Geraden und dem frühen Lift-and-Coast.

"Als ich diese Dinge 2023 sagte, erntete ich sofort viel Kritik. Man sagte mir: 'Nein, das stimmt nicht und so wird es nicht sein.' Aber jetzt stellt sich heraus, dass es zu neunzig Prozent tatsächlich so ist."

Die aktuelle Situation kommt für Verstappen daher nicht überraschend: "Man konnte das kommen sehen. In den letzten Jahren hat sich nicht so viel verändert, nur ein paar Kleinigkeiten in Bezug darauf, wie man die Energie einsetzt und zurückgewinnt. Aber ja, man konnte das schon von weitem kommen sehen."

"Es gibt auch noch ein paar andere Dinge. Mit offenen Flügeln auf den Geraden hat jeder viel weniger Luftwiderstand, was es schwieriger macht, einen Windschatten aufzugreifen. Und wenn die Flügel am Ende der Geraden wieder schließen, setzt man ziemlich hart auf. Der Anpressdruck, der plötzlich auf die Reifen wirkt, beeinflusst ebenfalls viele Dinge. Das muss man alles berücksichtigen."

Verstappen glaubt nicht an große Änderungen

Selbst wenn noch kleine Anpassungen vorgenommen werden, glaubt Verstappen nicht, dass sich das Gesamtpaket in den kommenden Jahren dramatisch verbessern wird. "Ja, weil vielleicht das Konzept an sich nicht stimmt und nicht effizient genug ist. Es wird sich ein bisschen verbessern, aber nicht bis zu einem Punkt, an dem man plötzlich denkt, dass alles Sinn ergibt."

"Es sei denn, man ändert natürlich die Regeln, aber das liegt nicht an mir", sagt er.

Auf die Frage, ob letztere Option überhaupt möglich sei, schließt Verstappen: "Alles ist möglich. Wenn man es als Sicherheitsproblem darstellt, kann man viele Dinge ändern. Aber ob das realistisch ist, weiß ich nicht. Ich habe mit niemandem darüber gesprochen."

Am Mittwoch stellte die FIA bereits in einer Erklärung klar, dass sie dies nicht beabsichtigt.

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