Max Verstappen erklärt, warum er die F1-Lego-Parade ablehnt
Die Formel-1-Fahrerparade mit Lego-Autos? Warum Max Verstappen darauf verzichten könnte und was die anderen Rennfahrer darüber denken
Lego-Autos für die Formel-1-Fahrerparade 2026 in Silverstone
Foto: Filip Filip
Der viermalige Weltmeister Max Verstappen kritisiert, dass die Formel-1-Fahrer bei der Fahrerparade am Sonntag vor dem Grand Prix von Großbritannien 2026 (das Rennen hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) mit Lego-Autos gegeneinander antreten sollen.
Im Gespräch mit Viaplay sagte Verstappen: "Mit Lego spiele ich lieber zuhause mit den Kindern. [Bei der Fahrerparade] stehe ich lieber gemeinsam mit den anderen auf einem Lastwagen. Das macht mehr Spaß und es sieht auch professioneller aus."
Ein Showrennen mit Lego-Karts ist in seinen Augen vor allem eines: albern. Verstappen sagte: "Als Formel-1-Fahrer sollten wir nicht wie Kinder und Clowns aussehen, die versuchen, sich gegenseitig zu rammen. Ich glaube nicht, dass die Formel 1 so etwas braucht."
Andere Formel-1-Fahrer sehen die Sache wesentlich entspannter als Verstappen. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli etwa sagte, er freue sich "wirklich" darauf. "Ich glaube, das wird das reinste Chaos", so Antonelli.
Maximaler Fahrspaß mit ... 25 km/h?
Rasant wird es dagegen nicht: Die von Lego entwickelten Fahrzeuge erreichen maximal 25 km/h. Bei einer Berührung könnten sie sich jedoch leicht in ihre Bestandteile auflösen: In jedem kleinen Auto sind 28.000 Klemmbausteine verbaut, die zusammen 65 Kilogramm wiegen. Jedes Auto wiegt insgesamt 280 Kilogramm.
Verstappen überzeugt das alles nicht. Er mache am Sonntag mit, weil er keine Wahl habe - und nicht aus Überzeugung. "Ich drehe einfach meine Runde und winke den Fans zu. Die haben es verdient, uns Fahrer zu sehen", sagte Verstappen. "Aber natürlich hätte ich mir persönlich gewünscht, das Ganze würde etwas anders ablaufen."
Warum die Formel 1 an der Lego-Idee festhält
Die Formel 1 und Klemmbaustein-Hersteller Lego sind dagegen überzeugt, dass ihre Aktion positiv aufgenommen wird. Schließlich sei schon die Premiere mit (größeren) Lego-Autos 2025 in Miami ein Erfolg gewesen.
Mehr noch: "Die Fahrerparade in Miami war einer der denkwürdigsten und meistdiskutierten Momente der Saison", sagte Emily Prazer, kommerzielle Leiterin der Formel 1. Die Zuschauer seien "begeistert" gewesen, "eine andere Seite des Sports" zu sehen.
Sowohl Fans als auch Fahrer hätten sich nach weiteren Aktionen dieser Art erkundigt, erklärte Julia Goldin, Marketing-Leiterin bei Lego. "Jetzt liefern wir. Wir wollten noch einen draufsetzen und sicherstellen, dass wir unsere Fans weiterhin überraschen und begeistern. Wir können es kaum erwarten zu sehen, was die Fahrer anstellen, wenn sie mit diesen Miniautos auf die Strecke gehen."
So bewerten andere Fahrer die Lego-Fahrerparade
Zumindest Lewis Hamilton geht von reichlich Action aus: "Das ist der gefährlichste Teil des Wochenendes. Beim letzten Mal habe ich Charles fahren lassen, und es war einfach urkomisch zu sehen, wie alle ineinander gekracht sind."
Laut Arvid Lindblad läuft es dieses Mal vielleicht ähnlich: "In diesem Rennen geht es nicht um den Sieg, sondern nur darum, ein bisschen Spaß zu haben - und maximalen Schaden anzurichten."
Lance Stroll kann der Idee ebenfalls wenig abgewinnen. Ihm sei das Klemmbaustein-Konzept "ziemlich egal. Ich glaube, wenn die Dinger noch einmal 600 PS mehr hätten, dann wäre es interessant."
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