Max Verstappen: Fehlende Energie nicht schuld am verpassten zweiten Platz

Max Verstappen hatte sich nach der Zieldurchfahrt über fehlende Energie beklagt, doch die war für ihn kein Grund für den knapp verpassten zweiten Startplatz

Max Verstappen: Fehlende Energie nicht schuld am verpassten zweiten Platz

"Mir ist die Energie ein wenig zu früh ausgegangen", hadert Max Verstappen nach dem Qualifying von Spa-Francorchamps, weil er sich Mercedes-Pilot Valtteri Bottas um 0,015 Sekunden geschlagen geben musste. Doch anschließend muss der Niederländer einräumen, dass es mit einer anderen Energieverteilung wohl ebenfalls nicht gereicht hätte.

Denn wie er die Energie während seiner Runde genutzt hat, sei genau richtig gewesen, findet er: "Man versucht die Energie natürlich immer zu managen, aber das war vermutlich der schnellste Weg um die Strecke", sagt der Red-Bull-Pilot nach Rang drei. "Es ist nur immer so, dass es sich in der letzten Kurve so anfühlt, als würde der Motor nicht normal beschleunigen, weil dir die Energie ausgegangen ist."

Doch die Energie habe er an anderer Stelle bereits verbraucht. "Wenn wir uns die Daten anschauen, dann ist es vermutlich der schnellste Weg, trotzdem aber immer ein seltsames Gefühl", so Verstappen.

Verstappen: Kann nicht meckern

Dennoch war man bei Red Bull mit dem Qualifying ziemlich zufrieden. Man weiß, dass Mercedes mit dem Party-Modus noch einen Vorteil im entscheidenden Moment hat, dennoch war man im Vergleich zu sonst relativ nah dran: Eine halbe Sekunde fehlte auf Lewis Hamilton, ein Wimpernschlag auf Bottas.

 

"Wir wussten, dass es mit den langen Geraden nicht einfach für uns sein würde, aber ich glaube, dass wir vom ersten Training an eine gute Balance gefunden haben. Und das hilft", so Verstappen. "Es war ein äußerst positives Wochenende, an dem ich nicht wirklich etwas zu meckern hatte. Wenn ich mich nicht irre, waren wir noch nie so nah an Mercedes dran - und das auf einer Strecke, auf der wir es nicht erwartet hatten."

Die einzige kleine Frustration komme laut Teamchef Christian Horner daher, dass es eben nur 15 Tausendstelsekunden waren, die Verstappen von Rang zwei getrennt haben. "Aber hoffentlich können wir sie mit unserer Strategie morgen etwas mehr unter Druck setzen", sagt Horner und rechnet mit einem interessanten Start.

Verstappen glaubt nicht an Kampf mit Hamilton

Denn Mercedes habe sich für viel Abtrieb entschieden. "Sie rechnen wohl mit Regen", sagt Horner. "Und Danny Ric (Ricciardo; Anm. d. Red.) hat gar keinen Abtrieb an seinem Auto. Das wird auf der Spitze des Hügels ziemlich interessant werden."

 

Red Bull war im Rennen meist näher dran als im Qualifying, doch dass er es mit Lewis Hamilton aufnehmen kann, glaubt Verstappen nicht: "Wenn man sich den Unterschied in den Rundenzeiten ansieht, dann denke ich nicht, dass wir plötzlich mit ihm kämpfen können", sagt er. "Aber man weiß nie."

"Ich hoffe, dass das Wetter eine Rolle spielen wird und es für alle etwas schwieriger machen wird. Vor allem auf dieser Strecke macht das besonders viel Spaß."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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