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Max Verstappen als Vater: So will er sicherstellen, dass sich seine Tochter selbst entfalten kann - Ist das ein Kontrast zum Leben als Formel-1-Star?

Max Verstappen ganz privat: So sehr hat Tochter Lily sein Leben verändert

Formel-1-Pilot Max Verstappen über seine Familie

Foto: LAT Images

Auf der Rennstrecke kennt Max Verstappen keine Gnade, jagt von Rekord zu Rekord. Doch abseits des Fahrerlagers ticken die Uhren im Leben des viermaligen Champions mittlerweile anders. Seit gut einem Jahr ist Verstappen Vater der kleinen Lily. Eine Rolle, die den Niederländer sichtlich prägt - und bei der er ganz genaue Vorstellungen hat, welche Werte er seiner Tochter vermitteln möchte.

"Für mich ist das Allerspichtigste: immer man selbst zu sein", stellt Verstappen gegenüber Telegraaf klar. Vom klassischen "Ehrgeiz-Papa", der das Kind in eine bestimmte Richtung drängt, hält er gar nichts. "Von mir aus darf sie komplett selbst entscheiden, was sie später gerne machen möchte oder nicht."

Zwar befürwortet der Weltmeister den Sport generell - "um gesund zu bleiben, und es hält dich von der Straße fern, man macht weniger dämliche Sachen" -, doch Zwang ist für ihn ein Tabu. "Es gibt viele Eltern, die ihr Kind in eine bestimmte Richtung drängen wollen, zum Beispiel im Sport. Genau das sollte man nicht tun. Man kann ein Kind an bestimmte Sportarten heranführen, aber am Ende müssen sie selbst wählen."

Neben der persönlichen Freiheit zählt für den 26-Jährigen vor allem das familiäre Fundament: "Ich denke, es ist wichtig, lieb zur Familie zu sein. Und dass man sich manchmal vor Augen führt, dass nicht jeder für immer da ist. Man muss mitfühlend sein, besonders mit den Menschen um einen herum."

Die Schattenseite des Ruhms: Warum Lily nicht im Paddock ist

Als Sohn von Ex-Formel-1-Pilot Jos Verstappen wuchs Max selbst im Rampenlicht auf. Doch die Zeiten haben sich geändert - Social Media hat die Welt digitaler, aber auch gnadenloser gemacht. Ein Thema, das den Niederländer intensiv beschäftigt. Seine Konsequenz ist drastisch: Lily wird strikt von der Formel-1-Welt ferngehalten.

"Ich möchte sie jetzt nicht im Bild haben", begründet er die Entscheidung. "Sie muss später selbst entscheiden, ob sie das will oder nicht. Deshalb möchte ich sie aktuell nicht im Paddock haben." Die Gründe dafür sind für ihn rein rational und schützend: "Erstens erinnert sie sich später sowieso nicht daran, aber es geht auch um die Privatsphäre. Ein Baby oder kleines Kind sollte ein sorgenfreies Leben führen."

Der veränderte Formel-1-Takt: Bloß schnell nach Hause

Diese neue Priorität im Leben des Champions spiegelt sich auch in seinem Terminkalender wider. Verstappen versucht, die ohnehin stressigen Rennwochenenden so kurz wie möglich zu halten, um jede freie Minute zu Hause zu verbringen.

"Ja, ich bin hier erst Mittwochmorgen hergeflogen. Direkt nach der Landung hatte ich meine erste Verpflichtung", erklärt er das straffe Programm. "Früher wäre ich vermutlich schon am Dienstag angereist. Und ich fliege eigentlich auch nach dem Rennen immer so schnell wie möglich nach Hause." Bei dem Mammut-Kalender der Königsklasse zählt jeder Tag: "Ich bin schon so viel weg, auch mit den anderen Rennen abseits der Formel 1. Den Rest der Zeit versuche ich, so viel wie möglich zu Hause zu sein."

Tränen an der Haustür: Erinnerungen an Papa Jos

Noch ist Lily klein, doch Verstappen ist sich bewusst, dass die Abschiede in Zukunft emotionaler werden. Es sind Erinnerungen an seine eigene Kindheit, die ihn dabei einholen. Er weiß genau, wie es ist, wenn der Vater beruflich um die Welt reist.

"Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, als mein Vater zu den Formel-1-Rennen aufgebrochen ist. Das fand ich auch nicht schön", gesteht Verstappen. Die Trennungsschmerzen waren damals so groß, dass Jos Verstappen zu drastischen Mitteln greifen musste.

"Manchmal ist er heimlich abgehauen, sprichwörtlich durch die Hintertür. Weil ich es wirklich schrecklich fand, ich habe dann einfach geweint. Für meinen Vater war das natürlich auch sehr unschön. Aber es gehört eben dazu."

Dass sich der Spagat zwischen Rennsport und Familie im Jahr 2026 aber auch positiv nutzen lässt, zeigte jüngst das Rennwochenende in Miami. Dort gelang Verstappen die perfekte Kombination aus Arbeit und Familienzeit: "Meine Mutter und meine Schwester waren da, aber auch meine Freundin Kelly und Lily waren dabei. Danach waren wir noch für ein paar Tage im Urlaub. Das war wunderschön."

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