Max Verstappen: "Ich bewege auch einen Einkaufswagen am Limit"
Max Verstappen kritisiert zwar die starke Elektrifizierung der Formel-1-Autos 2026, doch im Cockpit verfolgt er eine pragmatische Herangehensweise
Max Verstappen im Red Bull RB22 beim Formel-1-Auftakt 2026 in Australien
Foto: Sutton Images
Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen zählt zu den schärfsten Kritikern der neuen Regeln, weil er die gesteigerte Elektrifizierung der Fahrzeuge 2026 für übertrieben hält. Doch im Rennauto wischt der Niederländer diese Gedanken einfach beiseite.
Verstappen erklärte vor dem Formel-1-Auftakt in Australien (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!): "Ich versuche das nicht zu sehr zu verkomplizieren. Wenn ich dieses Auto fahren muss oder das Auto vom vergangenen Jahr oder selbst einen Einkaufswagen - dann fahre ich ihn einfach am Limit dessen, was dieser Einkaufswagen kann."
Laut Verstappen ist das eine "simple" Einstellungsfrage. Und seine Einstellung ist: "Ein Auto hat ein Bremspedal, ein Gaspedal und ein Lenkrad mit Kupplung. Man fährt damit einfach am Limit. Man versucht, sich anzupassen."
Verstappen: Im Rennen muss man spontan reagieren
Genau das ist in der Formel-1-Saison 2026 gefordert. "Dafür sind wir hier und dafür haben wir unser ganzes Leben trainiert", sagte Verstappen. Er glaubt: "Die guten Fahrer werden sich letztendlich immer durchsetzen."
Was aber nicht heißt, dass Verstappen und seine Fahrerkollegen bereits wissen, was konkret auf sie zukommt unter den neuen Regeln: "Selbst wenn man denkt, perfekt vorbereitet zu sein, gibt es immer Dinge, die besser laufen könnten - und im Rennen passieren oft Situationen, die man nicht vollständig kontrollieren kann und mit denen man dann umgehen muss", erklärte Verstappen.
Verstappen in der Spitzengruppe, aber nicht an der Spitze
Das erste Rennen steht noch aus. In Melbourne wurden am 6. März gerade mal die beiden ersten Trainingseinheiten absolviert. Verstappen beendete sie auf den Plätzen drei und sechs bei rund 0,5 beziehungsweise 0,6 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Deshalb fühlt sich Verstappen bestätigt: "Um ganz vorne mitzufahren, haben wir noch Arbeit vor uns, aber damit hatte ich ehrlich gesagt bereits gerechnet."
Er sei dennoch "positiv gestimmt und zufrieden mit dem, was wir bisher gemacht haben", so Verstappen weiter. "Aber wir wissen auch, dass wir schneller werden müssen, wenn wir ganz vorne kämpfen wollen. Genau daran werden wir arbeiten. Darüber hinaus mache ich mir nicht allzu viele Gedanken. Wir werden sehen, was passiert. Ich versuche einfach, mein Bestes zu geben."
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