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Red Bull Verstappen Nordschleife

Foto: Red Red

Max Verstappen erlebt die Nordschleife momentan sehr intensiv. Er gewinnt sein erstes NLS-Rennen im GT3, wird danach aber disqualifiziert. Für den viermaligen Formel-1-Weltmeister bleibt der Nürburgring trotzdem eines der nächsten großen Ziele, vor allem mit Blick auf das 24-Stunden-Rennen.

Warum ihn das 24h-Rennen so reizt, erklärt Verstappen klar. "Weil es eines der besten Rennen der Welt ist. Es ist eine der besten Strecken." Im GT-Auto sei das für ihn genau das richtige Tempo. "In einem GT-Auto ist das für mich die perfekte Geschwindigkeit dort. Wenn du etwas schneller fährst, kann es an manchen Stellen etwas gefährlich werden."

Der Niederländer betont, wie lange er die Grüne Hölle schon verfolgt. "Ich schaue das natürlich schon seit langer Zeit." Viele seiner Freunde seien dort bereits gestartet. "Sie sagen, es ist eines der besten Dinge überhaupt." Entsprechend groß ist seine Vorfreude auf das 24h-Debüt und das Duell mit einem "sehr starken Starterfeld insgesamt".

Red Bull sagte nein zur F1 auf der Nordschleife - Vettel durfte

Bemerkenswert ist, dass Verstappen dort keine Demorunde im Formel-1-Auto drehen durfte. Auf die Frage, ob er sich eine F1-Showlap vorstellen könne, antwortet er: "Das war nicht erlaubt, sonst hätte ich es schon gemacht." Gefragt hat er, wie er knapp bestätigt: "Ja." Die Absage steht im Kontrast zur Historie anderer Stars auf der Nordschleife.

Sebastian Vettel fuhr 2023 Demorunden im Red Bull RB7 auf der Nordschleife. David Coulthard war ebenfalls im Showcar dort unterwegs. Selbst Ralf Schumacher, der in Saxchen Nordschleife eher skeptisch ist, spulte im BMW-Williams F1-Runden ab. Nick Heidfeld jagte den Sauber-BMW Jahre früher durch die Eifel.

Sebastian Vettel auf der Nordschleife begeisterte Fans und Medien

Sebastian Vettel auf der Nordschleife begeisterte Fans und Medien

Foto: Red Bull Content Pool

Gerade Red Bull hatte 2023 die Aktion zu einer großen Show ausgebaut, die zu den absoluten Highligts im Rahmenprogramm des 24h-Rennens zählt. Eine Neuauflage würden die Fan ssicher sehr begrüßen.

Für Verstappen ist Fahrspaß nicht nur eine Frage der reinen Geschwindigkeit. "Nicht wirklich, denn dann wäre der Spaß hier ja immer noch sehr hoch, es ist die höchste Geschwindigkeit." Ihn reizt das Umfeld. "Es ist einfach eine andere Art, mit Leuten zu arbeiten. Es ist auch ein etwas anderes Umfeld im Fahrerlager, würde ich sagen."

Langstrecke mehr Racing, weniger Show

Er beschreibt die Langstreckenwelt als "wahrscheinlich etwas mehr old-school, weniger politisch, was ich wohl ein bisschen mehr mag". Dort könne er sich freier bewegen. "Ich kann dort wahrscheinlich ein bisschen mehr ich selbst sein." Dazu kommt seine generelle Lust auf große Endurance-Rennen, geprägt auch durch seinen Vater Jos Verstappen.

Verstappen stellt klar, dass das Nordschleifen-Projekt unabhängig von seiner aktuellen F1-Laune geplant wurde. "Das war natürlich schon geplant, egal was ich dieses Jahr fahre." Trotzdem sagt er offen: "Ich wünschte, ich hätte im Moment hier [Formel 1] ein bisschen mehr Spaß." Parallel lobt er sein Team, das ihm diese GT-Programme ermöglicht.

Der Niederländer will sich bewusst nicht auf die Formel 1 reduzieren. "Ich muss nicht nur Formel-1-Fahrer sein. Ich kann auch andere Dinge machen." Er verweist auf seine Bilanz. "Ich mache das schon eine ganze Weile und ich habe alles erreicht, was ich erreichen wollte." Für ihn ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Neues zu probieren.

Verstappen möchte die großen Rennen fahren

Verstappen denkt dabei an die gesamte Palette der großen Langstreckenrennen. "Diese Rennen, alle großen Endurance-Rennen, will ich fahren." Warten will er damit nicht. "Ich will das nicht machen, wenn ich 40 Jahre alt bin, deshalb ist jetzt das perfekte Alter dafür." Die Nordschleife ist dafür der erste echte Härtetest im realen Cockpit.

Auch der Rennkalender könnte seine Nordschleifen-Pläne erweitern. Auf mögliche Lücken angesprochen sagt Verstappen: "Wenn etwas mit dem Kalender passiert, schaue ich, was möglich ist." Zusätzliche NLS-Stints, Nachtfahrten, Verkehr und Code-60-Phasen, all das ist für ihn gerade eher Anziehung als Risiko.

So entsteht ein Kontrast, der gut zu seiner Situation passt. In der Formel 1 klagt Max Verstappen über einen sinkenden Spaßfaktor, auf der Nordschleife findet er ein Umfeld, das er als weniger politisch und direkter erlebt. Dass er dort nicht im F1-Red-Bull auf die Piste gehen darf, ist allerdings sehr schade, vor alle für die Fans.

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