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Formel 1
Max Verstappen: In der Formel 1 wird auch 2017 weiter überholt werden
Max Verstappen glaubt, dass die Befürchtungen, dass es in der Formel 1 in dieser Saison noch weniger Überholmanöver geben wird als bisher, verfrüht sind.
Jonathan Noble Erwin Jaeggi
Bearbeitet: 20.03.2017, 16:19
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Aufgrund des erhöhten Abtriebs der Autos in diesem Jahr, gibt es schon seit einiger Zeit Befürchtungen, dass Überholen in der Formel 1 2017 zur Ausnahme werden könnte, da die Autos nicht mehr nah genug hintereinander herfahren können.
"Wir sollten abwarten, aber ich denke, dass es schon Überholmanöver geben wird", sagte Max Verstappen im Exklusivinterview mit Motorsport.com.
"Es kommt nur darauf an, was du für Reifen drauf hast und auf welcher Strategie du bist. Natürlich könnte es in den schnellen Kurven etwas schwieriger werden, hinter dem Vordermann herzufahren, wir müssen aber nur sicherstellen, dass wir ein gutes Auto haben, dann müssen wir nicht so viel überholen!"
Auf engen Strecken wie Monaco werde es aber sicher schwieriger, zu überholen, da die Autos 20 Zentimeter breiter sind als bisher, räumte Verstappen ein.
"In Monaco sicher. Das Auto ist breiter und da war schon bisher wenig Platz. Ich denke also, wenn der andere in die Mitte der Strecke fährt, kommt man schon nicht mehr vorbei."
Weiterlesen:
- Max Verstappen: "Red Bull Racing ist noch nicht gut genug für Siege"
Anderer Ansatz
Durch die breiteren Autos und Reifen haben die Autos auch einen höheren Luftwiderstand, wodurch die Höchstgeschwindigkeit auf der Geraden niedriger ist, aber auch der Windschatten größer sein sollte. Außerdem sollte auch DRS einen größeren Effekt haben.
"Ich glaube, dass es viel mehr um DRS gehen wird, weil es schwieriger sein wird, in den schnellen Kurven nah hinterherzufahren und auf den Geraden wird man langsamer, weil man mehr Luftwiderstand hat", sagte der Niederländer.
"Wenn also jemand hinter dir DRS aufmacht, macht das jetzt natürlich einen größeren Unterschied. Wenn es letztes Jahr 4 Zehntelsekunden pro Runde wert war, könnten es jetzt eine halbe Sekunde oder 6 Zehntel sein. Das wird man auf den Geraden ganz sicher spüren."
Neue Art zu überholen
Der Technische Direktor von Toro Rosso, James Key, sagte dass es sich bei den Testfahrten angedeutet habe, dass der Verlust des Abtriebs hinter einem anderen Auto nicht zu extrem sei.
Und er glaubt, dass die Fahrer einen anderen Weg finden würden, an langsameren Autos vorbei zu kommen, wenn Überholen in den Anbremszonen schwieriger wird.
Zum Thema:
- F1-Test Barcelona: Die "Startaufstellung" zur Formel-1-Saison 2017
"Das Feedback unserer Fahrer ist, dass man hinter einem anderen Auto zwar Lastdruck verliert, aber es ist ausgeglichen", sagte er.
"Man kann es also fühlen, aber es ist nicht so, als ob man nur das vordere Ende des Autos oder nur das Heck verlieren würde. Das könnte dabei helfen, dass man einem anderen besser folgen kann als gedacht, ich mache aber noch keine Vorhersagen."
"Außerdem waren wir in einer Situation, in der wir aufgrund unser Motorengeschichte nicht überholen konnten, da betrachtet man die Dinge aus einer anderen Warte."
"Man muss nicht nur auf der Geraden überholen. Die Frage ist, wo kannst du auf dieser Strecke sonst noch überholen, wo es nicht nur auf Höchstgeschwindigkeit und Bremsen ankommt?"
"Auf den verschiedenen Strecken gibt es einige Kurven – mit Ausnahme von Monaco – wo man das erreichen kann. Es könnte also sein, dass sich die Natur des Überholens ändert, wenn es beim Anbremsen schwierig ist. Ich denke, das ist momentan aber pure Spekulation."
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