Max Verstappen nach Auftakt-Pole: "Kein Gefühl von Erleichterung"

Max Verstappen ist nach der Pole-Position zum Auftakt hochzufrieden, weiß aber, dass das keine Garantie für weitere Erfolge ist

Max Verstappen nach Auftakt-Pole: "Kein Gefühl von Erleichterung"

Seit 2013 hatte Red Bull keine Pole-Position mehr zum Saisonauftakt in der Formel 1 eingefahren. Doch Max Verstappen konnte diese Serie am gestrigen Samstag beenden und sich Startplatz eins für das Rennen in Bahrain sichern. Mehr noch: Mit seinen knapp vier Zehntelsekunden Vorsprung hat er die Hoffnung geschürt, dass die Dominanz von Mercedes in diesem Jahr vorbei sein könnte.

Dass Red Bull die Nase vorn haben könnte, hatte sich nach den Testfahrten bereits angedeutet, doch nun haben die Bullen Gewissheit und laut Helmut Marko auch eine gewisse Erleichterung. Nicht so Verstappen: "Es ist kein Gefühl von Erleichterung", winkt er ab. "Denn das ist das, nach dem du immer strebst, oder?"

Der Niederländer ist einfach glücklich, dass Red Bull seine Schwächen aus den vergangenen Jahren ausgemerzt zu haben scheint und einen guten Saisonstart hinlegt. "Das ganze Wochenende war schon gut", sagt er. "Das zeigt, dass die Jungs hart gepusht haben und eine gute Arbeit mit den Veränderungen gemacht haben. Ich freue mich für das gesamte Team."

Vor allem Honda muss Verstappen für ihren neuen Motor loben, der im letzten Jahr als Ausrüster ein guter Griff zu sein scheint. "Ihr Turnaround war sehr gut, und ihr Verständnis vom Motor ist beeindruckend. Gerade ist es wirklich eine Freude, mit ihnen zusammenzuarbeiten", sagt er.

"Sie sind mit Leidenschaft und Emotion dabei, das mag ich! Sie geben die ganze Zeit Vollgas und wollen gewinnen. Und das sieht man", lobt er. "Das Ergebnis kommt auch dank ihnen zustande, sie hatten einen großartigen Winter."

Die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison scheinen vorhanden zu sein. Max Verstappen muss das im Auto aber auch umsetzen. Dass das nicht so einfach ist, hat Teamkollege Sergio Perez gezeigt, der in Q2 hängenblieb.

Auch Verstappen hatte so seine Probleme und kämpfte vor allem mit dem Wind und einem in Q1 beschädigten Unterboden. "Ich bin da zu weit auf den Randstein gekommen. Es gibt einen kleinen Schaden, aber es sollte in Ordnung sein", sagt er.

 

Nach dem Bewältigen von Q2 auf Medium-Reifen musste er sich in Q3 zudem erst wieder auf den Soft einstellen. "Die erste Runde war nicht fantastisch, aber die zweite war gut", sagt er. Doch wie kann ein Fahrer im zweiten Versuch dann noch einmal mehr herausholen?

"Ich hatte ein paar Kurven, in denen ich etwas Grip verloren hatte. Dann fährt man natürlich etwas zu weit raus und hat weniger Traktion", erklärt Verstappen. "Es geht einfach darum, das auszubügeln - das hat enorm geholfen. Die Strecke ist auch super sensibel beim Verhalten der Reifen. Da kannst du eine Menge gewinnen und verlieren."

Mit Startplatz eins hat Verstappen am Sonntag die beste Ausgangslage für einen Auftaktsieg. "Das war ein großartiger Start für uns", sagt er, "aber es gibt natürlich keine Garantien für die Zukunft. Bislang bin ich mit dem Wochenende aber super happy."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Sachir
Subevent Quali
Fahrer Max Verstappen
Teams Red Bull
Urheber Norman Fischer