Max Verstappen scherzt: Trainiere nur noch Mario Kart auf der Switch!
Sind Simulatoren bei den neuen Regeln für die Fahrer noch hilfreich oder ist alles noch nicht eingespielt? Max Verstappen tauscht Sim gegen Nintendo Switch
Max Verstappen war in der Pressekonferenz zu Scherzen aufgelegt
Foto: Sutton Images
Simulatoren sind in der heutigen Formel-1-Zeit nicht mehr wegzudenken. Sie geben den Teams schon eine fast perfekte Basis vor einem Rennwochenende, sind natürlich bei der Entwicklung ein enorm wichtiges Tool geworden und helfen auch den Fahrern selbst bei der Einstimmung auf die neuen Autos.
Gerade zu Beginn der neuen Formel-1-Ära mit dem brandneuen Reglement ist Übung im Simulator unabdingbar, um sich mit den neuen komplexen Abläufen vertraut zu machen. Doch ist das für einen Fahrer wirklich so ein großer Vorteil, wenn man eine Menge Zeit im Simulator verbringt?
"Wir haben über den Winter extrem viel Zeit im Simulator verbracht", sagt Williams-Pilot Alexander Albon. "Aber zumindest für mich fühlt es sich so an, dass man dort so viel Zeit verbringen kann, wie man will - wenn man dann auf die Strecke kommt, ist es doch wieder völlig anders."
Simulator nicht wirklich hilfreich?
Denn auch wenn die Korrelation zwischen Simulator und Rennstrecke immer besser wird, so ganz passt alles aktuell noch nicht so zusammen. Vor allem die Arbeit mit den neuen Formel-1-Motoren ist etwas, womit gerade Teams wie Williams, die keine eigene Power-Unit haben, noch ihre Probleme haben.
"Ich glaube, die Teams, die ihre eigenen Motoren bauen, haben etwas mehr Daten und bessere Möglichkeiten, zum Beispiel das Turbo- oder Batteriemodell im Auto darzustellen. Da gibt es noch viel zu lernen", sagt Albon. "Momentan fühlt es sich so ein bisschen an, als würde das meiste Lernen auf der echten Strecke passieren, nicht im Simulator."
Dem würde sich Audi-Pilot Gabriel Bortoleto anschließen: "Ich weiß nicht", antwortet er auf die Frage, ob Simulator-Erfahrung für die Strecke wirklich eine Hilfe ist. "Es gibt auch im Simulator noch viele Dinge zu verbessern, zumindest bei uns als Team", sagt er. Das Team habe eine "gute Basis", die meiste Arbeit werde aber doch von Vollzeit-Simulator-Fahrern absolviert.
Bortoleto selbst gehört aber zu den Fahrern, die selbst gerne Sim-Racing betreiben - das aber eher auf spielerischer Ebene. "Ich mache das, weil es mir Spaß macht, nicht wegen des Energiemanagements", betont er. "Ich fahre einfach gerne verschiedene Autos, und man lernt definitiv immer etwas dazu, wenn man es viel macht."
Verstappen: Sim gegen Switch getauscht
Ein Fahrer, der bekanntermaßen viel Sim-Racing betreibt und gerne auch einmal nachts vor einem Grand Prix an virtuellen Rennen teilnimmt, ist Max Verstappen. Doch angesichts des neuen Reglements bleibt ihm nichts anderes übrig, als über das Thema zu scherzen.
"Ich habe eine billigere Lösung gefunden. Ich habe den Simulator gegen meine Nintendo Switch getauscht und übe jetzt ein bisschen Mario Kart", lacht er in Anspielung auf diverse Vergleiche, die in den vergangenen Tagen gezogen wurden.
Ferrari-Pilot Charles Leclerc hatte in Australien beim Duell mit George Russell gemeint, dass es sich wie der Pilz im Spiel anfühlt, der für kurze Zeit einen Temposchub gibt. "Die Pilze zu finden, klappt schon ganz gut", lacht Verstappen. "Der blaue Panzer ist noch etwas schwierig, aber ich arbeite dran."
Der ist in der Mario-Kart-Gemeinde berüchtigt: Er greift gezielt den führenden Spieler an und setzt ihn für kurze Zeit außer Gefecht.
"Und die Rakete?", fragt Bortoleto den Niederländer und meint damit die Kanonenkugel Bullet Bill, die Spieler von weit hinten durchs Feld nach vorne pflügen lässt. "Die Rakete ist noch nicht da. Aber sie kommt noch", sagt er und dürfte hoffen, dass der RB22 noch genau zu jener Rakete wird, die ihn nach ganz vorne bringt.
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