Max Verstappen trotz Pole verärgert: "Das war ziemlich schlecht ..."

Max Verstappen freut sich zwar über die Poleposition, ärgert sich aber darüber, dass seine beiden Q3-Runden nicht gut genug aus seiner Sicht waren

Max Verstappen trotz Pole verärgert: "Das war ziemlich schlecht ..."

Trotz der Poleposition in Spielberg ist Max Verstappen mit seinem Qualifying nicht besonders glücklich. Vor allem mit Q3 hadert der Red-Bull-Pilot: "Das war ziemlich schlecht", ärgert er sich. "Natürlich freue ich mich, dass ich Erster bin - allerdings nicht darüber, wie wir das geschafft haben."

Verstappen hatte seine Polezeit von 1:03.720 Minuten bereits in seinem ersten Q3-Run hingelegt, obwohl er in Kurve 3 blockierende Vorderräder hatte. "Das war nicht toll", sagt er. Der gleiche Fehler ist ihm auf seinem zweiten Versuch nicht passiert, trotzdem kam er an seine Zeit nicht mehr heran: 0,046 Sekunden fehlten ihm auf seinen ersten Versuch.

Das erklärt er damit, dass er das erste Auto auf der Strecke war und somit keinen Windschatten hatte. Das war aber von Red Bull so beabsichtigt. Wegen seines Verbremsers zuvor wollte man Verstappen freie Fahrt geben. "Aber ich habe nicht erwartet, so viel Zeit auf den Geraden zu verlieren. Das wissen wir für das nächste Mal. Da bleiben wir lieber in der Box", sagt der Niederländer.

Denn dadurch wäre es für ihn beinahe noch einmal knapp geworden mit der Poleposition: "Wenn du vorne bist, kreierst du ein Loch in der Luft, und das hat Lando [Norris] hinter ihm einen leichten Ansaugeffekt gegeben", erklärt Teamchef Christian Horner.

"Möchte, das es perfekt ist - und das war es nicht"

So wurde der McLaren noch zur Gefahr. Norris fuhr überraschend auf Platz zwei und lag nach 18 von 20 Minisektoren sogar vor Verstappen. Am Ende trennten die beiden 0,048 Sekunden. Das heißt aber auch: Selbst Verstappens langsamere zweite Runde hätte für Platz eins gereicht - um zwei Tausendstelsekunden.

 

Wie viel Zeit noch im Auto gewesen wäre, vermag Verstappen nicht genau zu sagen: "Ein bisschen", zuckt er mit den Schultern. Doch dass er eben nicht alles herausholen konnte, ärgert ihn. "Ich bin nicht zufrieden mit mir, aber ich muss versuchen, mich glücklich zu machen, sonst klinge ich so mürrisch", sagt er.

"Natürlich sind wir trotzdem Erster, aber ich möchte, dass es perfekt ist - und es war heute nicht perfekt", so Verstappen weiter. "Das liegt vermutlich daran, wie ich mit meinem Vater aufgewachsen bin. Es ist niemals perfekt."

"Phänomenale Ausgangsposition"

Teamchef Christian Horner kennt die Macken seines Schützlings: "Max sucht immer nach dem kleinen Bisschen mehr. Er hatte das Gefühl, dass noch mehr im Auto drin gewesen wäre", sagt der Brite. "Trotzdem war es eine phänomenale Performance."

Für das Rennen am Sonntag hat Red Bull eine exquisite Ausgangsposition. Hauptkonkurrent Mercedes steht am Start nicht nur hinter Überraschungskandidat Norris, der laut dem Teamchef auch ein Faktor sein wird, sondern auch hinter dem zweiten Red Bull von Sergio Perez. "Das ist eine phänomenale Ausgangsposition", nutzt Horner noch einmal das gleiche Adjektiv.

"Wir wollen natürlich beide Autos da vorne haben", ist auch Verstappen zufrieden mit den Startpositionen. "Wir freuen uns auf ein gutes Rennen und viele Punkte für das Team. Hoffentlich läuft es gut."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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