Max Verstappen warnt vor "Desaster" durch Energiemanagement
Max Verstappen sorgt sich um das Thema Energiemanagement und benennt die Strecken, auf denen er besonders große Probleme erwartet
Die Geraden werden 2026 zu einer speziellen Herausforderung
Foto: Getty Getty
Müssen die Formel-1-Piloten mitten auf den langen Geraden in Las Vegas abbremsen, um Energie zu generieren? Das kündigte Max Verstappen scherzhaft, aber mit einem Tick Sorge an. Der Niederländer hatte in Bahrain mit Kritik an den neuen Formel-1-Regeln für Aufregung gesorgt und sagt nun, auf welchen Strecken er die Probleme mit dem Energiemanagement für am größten hält.
Denn das ist in diesen Tagen ein großes Thema. Fahrer können nicht mehr alle Geraden mit Vollgas fahren, weil ihnen die Energie ausgeht. Stattdessen müssen sie vor den Bremszonen vom Gas gehen, um Energie zurückzugewinnen - das soll sogar im Qualifying eine Rolle spielen. Lewis Hamilton sagte, dass er in Barcelona rund 600 Meter Lift-and-Coast betreiben müsse.
"Man ist auf den Geraden energetisch sehr ineffizient", beschreibt Verstappen das Problem. In Bahrain sei es aktuell noch überschaubar, "aber wir kommen auch auf Strecken, auf denen es ein echtes Desaster sein wird."
Verstappen nennt unter anderen Melbourne oder Monza als Beispiel, und auch Spa werde "schlimm sein", so der Red-Bull-Pilot.
Im Grunde sind es vor allem lange Geraden, die zu einer Herausforderung werden. Doch während die dünne Luft in Mexiko dort vielleicht noch hilfreich ist, sorgt sich Verstappen vor allem um Las Vegas, wo auf fast zwei Kilometern über den berühmten Strip gefahren wird.
"Vielleicht müssen wir auf halber Strecke der Geraden bremsen, weil uns die Energie ausgegangen ist", sagt er schmunzelnd. "Ich lache jetzt darüber, aber es macht wirklich keinen Sinn."
Auf Nachfrage, ob er das Thema mit der Formel 1 und der FIA besprochen habe, antwortet Verstappen: "Ich denke, vielleicht haben sie nicht ganz realisiert, wie schlimm es sein würde. Aber wir werden sehen. Wie ich schon sagte, diese Strecke ist noch machbar. Wenn wir nach Melbourne kommen, wird man erst richtig sehen, wie sehr man auf den Geraden vom Gas gehen muss."
Auch andere Fahrer äußerten ihre Besorgnis über das Ausmaß des Energiemanagements mit den neuen Fahrzeugen, wenn auch meist in einer milderen Form als Verstappen. Sergio Perez bezeichnete es als "nicht ideal", während Liam Lawson sprachlos war, als er gefragt wurde, wie viel Spaß das Fahren des neuen Autos mache.
Lando Norris hingegen nannte es "eine gute, spaßige Herausforderung" - allerdings bestritt der McLaren-Fahrer auch, irgendeine Form von Lift-and-Coast betrieben zu haben.
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