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Formel 1 Formel-1-Test in Barcelona (2/2)
Maximale Belastung für die Beziehung zwischen McLaren und Honda
McLaren hat zugegeben, dass die jüngsten Schwierigkeiten mit dem Honda-Motor die Beziehung zu den Japanern aufs Äußerste belasten, man aber weiterhin Vertrauen in Honda setze, dass sie die Probleme bald lösen können.

Jonathan Noble
Bearbeitet: 07.03.2017, 16:47
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Am Dienstagvormittag verlor Stoffel Vandoorne bei den Testfahrten in Barcelona wertvolle Zeit auf der Strecke, als der Motor in seinem Auto gewechselt werden musste, um einem Elektrikproblem auf den Grund gehen zu können.
Honda ist bereits auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, die in der 1. Testwoche auftauchten. Nun wird die Zeit aber knapp, um die Dramen bezüglich der Zuverlässigkeit vor dem 1. Saisonrennen in Australien aus der Welt zu schaffen.
Auf die Frage von Motorsport.com, inwieweit die Beziehung zwischen McLaren und Honda mittlerweile belastet sei, sagte Rennleiter Eric Boullier: "Maximal. Wir sind in der Formel 1, wir fahren Rennen und wir müssen Leistung bringen."
"Der Druck ist natürlich immens und natürlich üben wir auf unsere Beziehung mit Honda Druck aus. Das Gleiche gilt auch für sie."
"Wir können uns keinen falschen Schritt erlauben. Wir müssen in der Lage sein, auch das beste Auto zu liefern. Das gilt also für beide Seiten."
Weiterlesen:
- F1-Test 2017: Erneuter Defekt am McLaren zwingt Honda zu Motorwechsel
- Nach F1-Test: Honda trennt sich von Gilles Simon
Wiederholtes Problem
Honda hatte bei den bisherigen Testfahrten 3 Motorprobleme – eines durch das Design des Öltanks, eines hängt vermutlich mit den Ventilen zusammen und heute eines mit der Elektrik.
Boullier meinte jedoch, dass es bei 2 der Probleme eine Gemeinsamkeit gebe – wodurch zumindest Hoffnung bestehe, dass man es schnell verstehen und lösen könne.
"Von außen betrachtet könnten sie wie unterschiedliche Probleme aussehen, aber zumindest 2 der Probleme waren das Gleiche", erklärte Boullier. "Also kann das rechtzeitig in Angriff genommen werden."
Weiter sagte er: "Wir fahren mit derselben Spezifikation wie vergangene Woche, wodurch es natürlich keine Änderungen an diesen Block gibt oder irgendwelche Änderungen vorgenommen werden. Ich denke, bei der nächsten Spezifikation wird ein Teil dieses Problems, oder der große Teil dieses Problems, berücksichtigt werden."
(Noch) kein Grund zu großer Sorge
Nachdem McLaren bisher weit weniger Kilometer zurücklegen konnte als die Konkurrenz, läuft das Team Gefahr, beim Grand Prix von Australien in der Defensive zu sein.
Boullier erklärte jedoch, dass die ganzen Dramen für das Team noch kein großer Grund zur Sorge seien – auch wenn Honda in der Pflicht sei, alles schnellstens in den Griff zu bekommen.
Zum Thema:
- McLaren: Leistung bei F1-Test weit hinter den Erwartungen zurück
- Honda: Defekte vor Auftakt zur F1-Saison 2017 sind "besorgniserregend"
"Sagen wir mal, wir sind noch nicht allzu besorgt", sagte er. "Natürlich würden wir gerne mehr Runden fahren, denn wir würden gerne mehr Teile testen. Die paar, die wir getestet haben, sind aber gut, die Korrelation passt und wir können ein bisschen auf den Vorhersagen aufbauen, die wir getroffen haben. Noch machen wir uns also keine großen Sorgen."
"Den Rest liegt natürlich in den Händen von Honda. Sie müssen sicherstellen, dass sie alles ordentlich untersuchen, die Probleme vernünftig angehen und wir müssen uns auf unseren Partner verlassen und wir glauben auch, dass sie es tun werden."
Während die Abschaffung des Token-Systems bedeutet, dass Honda mehr Spielraum für große Änderungen am Motor hat, um die Probleme zu lösen, gibt er weiter nur eine begrenzte Anzahl von Spezifikationen, die in einer Saison eingesetzt werden dürfen.
Auf die Frage, ob das einen ernsten Kampf in der 1. Saisonhälfte bedeuten würde, sagte Boullier: "Aufgrund dieses Tests müssen wir von ein paar Motorwechseln ausgehen, aber sie werden das vor dem Saisonstart oder früh in der Saison in Angriff genommen haben."
Zugehörige Bildergalerie:
- Formel-1-Test in Barcelona (2/2)
Keine Scheidung
Obwohl Boullier zugab, dass die Mitglieder des McLaren-Aufsichtsrats ihre Meinung hinter verschlossenen Türen offen ausgesprochen haben, betonte er, dass eine Trennung der erst seit Kurzem bestehenden Partnerschaft nicht zu Debatte stünde.
"Nein. Wir haben einen gültigen Vertrag", sagte Boullier. "Wir denken noch nicht einmal daran, denn es gibt einen Vertrag zwischen uns, einen langfristigen Vertrag, und wir wollen darauf aufbauen, auch wenn die Zeiten nicht ideal sind."
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