McLaren: 2021 "sehr erfolgreiches Jahr" mit einem Wermutstropfen

McLaren-CEO Zak Brown lobt 2021 als ein "sehr erfolgreiches Jahr" für das Team aus Woking, auch wenn es in der Konstrukteurswertung hinter Ferrari auf Platz vier fiel

McLaren: 2021 "sehr erfolgreiches Jahr" mit einem Wermutstropfen

Auch wenn McLaren den dritten Platz in der Konstrukteurswertung 2021 einbüßte, zeigt sich McLaren-CEO Zak Brown mit dem vergangenen Jahr insgesamt zufrieden. "Wir wollten die Lücke zur Spitze schließen, und das ist uns gelungen", resümiert der US-Amerikaner auf die Formel-1-Saison zurückblickend.

"Wir haben mehr Punkte pro Rennen geholt als im Jahr zuvor. Wir hatten mehr Podestplätze als im Jahr zuvor. Wir hatten unseren großartigen Doppelsieg Monza, wir hatten unsere Pole in Russland. Leider sind wir auf den vierten Platz abgerutscht. Ich denke, das zeigt, wie hart der Wettbewerb in diesem Sport ist", so Brown.

Trotz dieses Rückschlags in der Meisterschaft ist er der Meinung, dass 2021 für das Team aus Woking ein bedeutendes Jahr war, und das nicht nur wegen des Überraschungssiegs von Daniel Ricciardo in Monza, dem ersten Sieg von McLaren seit neun Jahren.

"Die Boxenstopps sind viel, viel besser geworden. Alles, was wir uns zu Beginn der Saison vorgenommen haben, um weiter nach vorne zu kommen, haben wir mit Ausnahme der Konstrukteursmeisterschaft erreicht", betont der 50-Jährige.

Deshalb müsse man das Jahr als "ein sehr erfolgreiches Jahr" betrachten. "Darauf bauen wir weiter auf, um hoffentlich in ein paar Jahren wieder um die Weltmeisterschaft zu kämpfen."

Auch abseits der Rennstrecke hat das Team Stabilität gefunden, denn die McLaren Group hat im Sommer neue Investitionen in Höhe von 550 Millionen Pfund aufgenommen, nachdem sie während der Pandemie von schweren finanziellen Problemen betroffen war.

Zak Brown sieht McLaren für die Zukunft gerüstet

Die Kapitalerhöhung folgte auf den Verkauf und die Rückmietung des McLaren Technology Centre in Woking sowie auf den Verkauf von 15 Prozent des Rennstalls an die US-Investmentgruppe MSP Sport Capital Ende 2020. McLaren konnte so die Budgetgrenze der Formel 1 einhalten und in seine alternde Infrastruktur investieren.

Ein neuer Windkanal ist eine von mehreren geplanten Modernisierungen, die sich im Bau befinden, wobei McLaren die Vorteile seines Investitionsplans erst langfristig nutzen kann.

"Ich denke, wir sind in jeder Hinsicht auf dem richtigen Weg", sagt Brown. "Wir haben alle Leute an Ort und Stelle. Sie sind alle sehr engagiert und haben sich langfristig verpflichtet, egal ob es sich um Rennfahrer, Teamchefs, Ingenieure oder Designer handelt. Ich bin wirklich zufrieden mit unseren Leuten, und das ist das Wichtigste."

"Wie jeder weiß, hatten wir im vergangenen Jahr finanzielle Herausforderungen, die wir nun alle gelöst haben. Wir setzen jetzt die maximalen Ressourcen ein, um unsere technische Infrastruktur zu verbessern, und wir arbeiten an der Budgetobergrenze."

Investitionen werden sie erst ab 2024 voll entfalten

Neben dem besagten Windkanal nennt der McLaren-CEO auch neue Techniktrucks und einen neuen Simulator als Beispiel für verbesserte Ausstattung: "Wir haben viele Investitionen getätigt und stehen finanziell sehr gut da, das liegt also alles hinter uns."

Allerdings räumt Brown ein: "Bis wir unsere Infrastruktur fertig aufgebaut haben, das wird leider erst in der 24er-Saison der Fall sein. Denn unser Windkanal wird in weiteren 18 Monaten in Betrieb gehen, und dann beginnt die Entwicklung des 24er-Autos."

Mit Blick auf die anstehende Formel-1-Saison 2022 sagt der US-Amerikaner: "Wir werden das Beste aus dem machen, was wir haben - bis zum Jahr 2024, wenn wir sagen können, dass wir alles haben, was wir brauchen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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