McLaren atmet auf: Fortschritt dank Mercedes-Zusammenarbeit
McLaren zeigt in Suzuka klare Fortschritte: Dank besserer Mercedes-Zusammenarbeit rückt das Team näher an Ferrari heran - bleibt aber hinter Mercedes
Oscar Piastri während des Qualifyings in Japan
Foto: LAT Images
Beim Qualifying zum Großen Preis von Japan hat McLaren ein wichtiges Lebenszeichen gesendet. Mit Platz drei durch Oscar Piastri und Rang fünf für Lando Norris präsentierte sich das Team deutlich konkurrenzfähiger als noch in den Wochen zuvor. Der Rückstand auf die Poleposition lag bei etwas mehr als drei Zehntelsekunden - ein Abstand, der Hoffnung macht.
Vor allem im direkten Vergleich konnte McLaren überzeugen: Ferrari wurde im Qualifying geschlagen, ein klares Zeichen für Fortschritt. Dennoch bleibt die Hackordnung unverändert, denn Mercedes ist weiterhin außer Reichweite.
Stella: Fortschritt durch Power-Unit-Verständnis
Teamchef Andrea Stella sieht klare Gründe für den Aufwärtstrend von McLaren. "Es gibt Anzeichen von Fortschritt in Sachen Performance und Gesamtwettbewerbsfähigkeit", erklärt er.
Ein Teil dieses Fortschritts sei auf Verbesserungen am Set-up zurückzuführen. "Wir holen etwas mehr aus dem Chassis heraus", so Stella. Der entscheidende Faktor liege jedoch woanders: bei der Power-Unit.
"Wir holen vor allem mehr aus der Antriebseinheit heraus", betont er. Gerade mit der neuen Motorengeneration sei es schwierig, das volle Potenzial auszuschöpfen - doch genau hier habe McLaren zuletzt Fortschritte gemacht.
Intensivere Zusammenarbeit mit Mercedes zahlt sich aus
Ein Schlüssel liegt in der engeren Zusammenarbeit mit den Motoringenieuren von Mercedes. "Wir verstehen die Power-Unit besser und arbeiten enger zusammen", erklärt Stella.
Diese Lernkurve zahlt sich nun erstmals messbar aus. "Das wird mit Rundenzeit belohnt", sagt er. Der Abstand zur Spitze sei zwar noch vorhanden, doch zumindest im Qualifying könne man inzwischen wieder mitmischen. "Es ist positiv, dass wir im Qualifying auf Augenhöhe mit Ferrari sind", so Stella. Gleichzeitig bleibt er realistisch: "Mercedes ist immer noch einen Schritt voraus."
Piastri: Fortschritt spürbar - aber Lücke bleibt
Auch Oscar Piastri selbst sieht eine klare Entwicklung. "Es ist schön, näher dran zu sein", sagt der Australier nach Platz drei. Von Wochenende zu Wochenende lerne man mehr über das Auto und die Power-Unit. "Wir verstehen immer besser, wie wir das Paket nutzen können", erklärt er. Gerade auf einer anspruchsvollen Strecke wie Suzuka sei das entscheidend.
Trotz des Fortschritts bleibt man bei McLaren vorsichtig. "Wir machen uns nichts vor", stellt Piastri klar. "Die Lücke ist immer noch ziemlich groß." Der dritte Platz im Qualifying ist daher eher als Zwischenschritt zu verstehen. Das Team hat einen Schritt nach vorn gemacht - doch bis zur Spitze fehlt weiterhin ein Stück.
Gerade im Renntrimm und über längere Distanzen wird sich zeigen müssen, ob McLaren den Aufwärtstrend bestätigen kann. Dennoch ist Suzuka ein wichtiges Signal. Nach einem schwierigen Saisonstart zeigt McLaren, dass die Richtung stimmt.
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