McLaren-Debakel in China: Zwei unterschiedliche Ursachen für Probleme
Lando Norris und Oscar Piastri wurden in China von unterschiedlichen Batterie-Problemen heimgesucht - Für die Einheit von Norris gibt es wohl keine Rettung
McLaren kam in China in die Startaufstellung, aber nicht weiter
Foto: LAT Images
Das Rennen von McLaren in Shanghai vor zwei Wochen war ein Desaster - denn McLaren hatte erst gar keines. Beide Autos mussten bereits vor dem Start zurückgezogen werden, da technische Probleme mit der Batterie ein Antreten unmöglich machten.
Und obwohl beide Defekte ähnlich erschienen, sollen unterschiedliche Ursachen dafür verantwortlich gewesen sein. Das haben Untersuchungen von Motorenpartner Mercedes HPP ergeben.
Nach Informationen von Motorsport-Total.com war die Batterie von Norris von einem Softwarefehler betroffen, der die Einheit komplett blockierte und unbrauchbar machte. Es wird davon ausgegangen, dass die Batterie dauerhaft beschädigt ist und aus dem Komponenten-Pool von Norris entfernt wurde.
Damit droht dem Briten im weiteren Saisonverlauf eine Strafversetzung in der Startaufstellung, da jedem Fahrer lediglich drei Batterien zur Verfügung stehen (zur Motorenübersicht 2026). Laut Reglement sind es eigentlich sogar nur zwei, doch im ersten Jahr unter dem neuen Reglement wird jedem Fahrer ein zusätzliches Element gewährt.
Bei Piastri handelte es sich hingegen wohl um einen Hardwaredefekt an einem mit der Batterie verbundenen Bauteil. Hier ist man optimistisch, dass die Batterie des Australiers nach der Reparatur des Einzelteils weiterverwendet werden kann.
"Wir haben herausgefunden, dass die Ursache ein elektrisches Problem auf der HPP-Seite der Antriebseinheit war", sagt Piastri. "Das ist natürlich extrem schade, aber ich denke, wir haben gemeinsam viel Mühe investiert, um das Problem zu verstehen und sicherzustellen, dass es nicht noch einmal vorkommt. Immerhin wissen wir jetzt, was schiefgelaufen ist."
Piastri: "Haben genug Themen .."
Für den Australier war der Startverzicht besonders bitter, schließlich hatte er schon beim Saisonauftakt in Australien nicht an den Start gehen können, nachdem er seinen McLaren MCL40 auf der Runde in die Startaufstellung in die Mauer geworfen hatte.
"Es war sicher nicht der idealste Start", muss er einräumen. "Ich denke mir: Man kann nur nach vorne schauen. Für mich persönlich macht es keinen Sinn, der Sache in China nachzutrauern. Ich konnte ohnehin nichts tun, und wir haben dieses Wochenende hier ein Rennen, bei dem wir es besser machen wollen. Das ist eigentlich alles, was man tun kann."
Zudem müsse McLaren auch in Sachen Konkurrenzfähigkeit noch auf Mercedes und Ferrari aufholen. "Wir haben also genug Themen, auf die wir uns konzentrieren müssen, ganz abgesehen von den paar schlechten Rennen - oder Nicht-Rennen. Genau in diese Dinge stecken wir unsere Energie, und da stecke auch ich meine Energie rein", so Piastri.
Generell findet er aber, dass die Dinge, die er unter Kontrolle hatte - wie das Qualifying - bislang gut gelaufen seien, wenn man bedenkt, wo McLaren derzeit steht. "Es gibt einfach so vieles, was man bei diesen Autos und Antriebseinheiten verstehen muss, und darauf konzentrieren wir uns. Ich habe das Gefühl, dass ich das gut im Griff habe, und mehr kann man nicht machen."
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