McLaren: Dürfen auch AlphaTauri nicht ganz außer Acht lassen

Andreas Seidl weiß, dass McLaren auch AlphaTauri im WM-Kampf nicht außer Acht lassen darf: Vor allem Pierre Gasly kann immer wieder in den Kampf eingreifen

McLaren: Dürfen auch AlphaTauri nicht ganz außer Acht lassen

McLaren musste sich im Qualifying von Brasilien erneut hinter Hauptkonkurrent Ferrari einsortieren, warnt aber auch vor der Rolle von AlphaTauri im Kampf um den dritten WM-Platz. Zwar kann der Rennstall in der Konstrukteurswertung nicht mehr gefährlich werden, dennoch kann insbesondere Pierre Gasly den Ausgang zwischen McLaren und Ferrari beeinflussen.

Immer wieder hatte es der Franzose in dieser Saison geschafft, sich in den direkten Kampf um die Plätze hinter Mercedes und Red Bull einzuschalten. In Mexiko konnte Gasly Vierter werden und so zumindest Ferrari aus Sicht von McLaren ein paar Punkte wegnehmen.

Auch in Sao Paulo startet er im Sprint vor dem Rest, kann sich aber auch schnell einmal zwischen die beiden WM-Gegner schieben und so den Abstand vergrößern. McLaren-Teamchef Andreas Seidl weiß, dass er AlphaTauri daher nicht außer Acht lassen darf. "Die waren je nach Strecke immer mitten im Kampf zwischen uns, Ferrari und ihnen. Vor allem Pierre fährt eine starke Saison", sagt er.

Seidl: "Ferrari hat das Momentum"

"Von daher können sie natürlich eine entscheidende Rolle spielen, das ist uns bewusst", so Seidl weiter. Doch bei McLaren konzentriert man sich nicht auf die Konkurrenz, sondern vor allem auf seine eigene Leistung. "Wir müssen sicherstellen, dass wir konstant mit beiden Autos punkten. Das ist unsere einzige Chance, bis Abu Dhabi noch im Kampf zu bleiben."

 

Denn Seidl weiß: "Ferrari hat definitiv das Momentum auf seiner Seite. Jetzt liegt es an uns zurückzuschlagen." Die Scuderia hatte in Mexiko, wo McLaren nur einen Punkt holen konnte, Platz drei übernommen und liegt jetzt 13,5 Punkte vor McLaren.

Überrascht ist der Deutsche aber nicht, dass Ferrari nach der Seuchensaison 2020 so stark zurückgekommen ist. Im Vorjahr hatte Ferrari nur Rang sechs belegt, konnte sich aber in diesem Jahr deutlich steigern. "Das erwartet man auch von einem Team mit ihrer Erfahrung und Infrastruktur und den Fahrern, die sie haben", sagt Seidl.

Auch McLaren legt eigentlich zu

Was dabei etwas untergeht: Auch McLaren selbst hat sich eigentlich gesteigert. Im Vorjahr hatte man selbst den dritten Platz belegt und nach 17 Rennen 202 Punkte gesammelt. In diesem Jahr sind es nach bislang 18 Rennen 255 Punkte. "Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, und trotzdem reicht es in diesem Jahr nicht für Platz drei", hadert Seidl.

Für das anstehende Rennen in Brasilien ist man auch nicht ganz so optimistisch. Das erste Training war mit den Plätzen 15 und 19 ein Desaster. Zwar war man nicht mit Softreifen gefahren, dennoch hatte man nicht unbedingt erwartet, in Q3 einzuziehen. Dass das gelungen ist und man nur knapp hinter Ferrari steht, war für McLaren schon zufriedenstellend, doch die wichtigen Sessions kommen noch.

"Die Strecke kommt uns an vielen Stellen nicht entgegen, vor allem die langen langsamen und mittelschnellen Kurven", so Seidl. "Wir müssen uns einfach auf uns selbst fokussieren und sicherstellen, dass wir alles aus dem Paket herausholen. Das kann reichen, um Ferrari unter Druck zu setzen. Es ist klar, dass wir nach dem Wochenende in Mexiko zurückschlagen wollen!"

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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