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So stehen Lando Norris und Oscar Piastri zu einer möglichen Teamorder beim Formel-1-Finale in Abu Dhabi, doch McLaren sieht bisher keine Notwendigkeit

McLaren-Fahrer: Stallregie für Abu Dhabi "wurde nicht diskutiert"

Lando Norris und Oscar Piastri in der Pressekonferenz in Abu Dhabi 2025

Foto: Sutton Images

Laut Lando Norris und Oscar Piastri hat McLaren vor dem Formel-1-Finale in Abu Dhabi (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) keine Überlegungen für den Einsatz einer Stallregie zugunsten eines Fahrers angestellt. Dergleichen "wurde nicht diskutiert", erklärten Norris und Piastri einstimmig in der Pressekonferenz.

Norris sagte: "Ehrlich gesagt würde ich es lieben, aber ich würde nicht darum bitten. Es läge bei Oscar, ob er es zulassen würde. Ich glaube nicht, dass es notwendigerweise an mir liegen würde - und umgekehrt."

Er selbst wäre vermutlich bereit, sich einer Stallregie zugunsten von Piastri zu beugen, meinte Norris. Begründung: "Weil ich einfach so bin." Aber sollte die Ausgangslage eine Stallregie zu seinen Gunsten möglich erscheinen lassen, "werde ich nicht darum bitten und will auch nicht darum bitten. Ich glaube nämlich nicht, dass das eine faire Frage ist", sagte Norris.

Piastri hielt sich hingegen komplett bedeckt: "Bis ich weiß, was von mir erwartet wird, kann ich dazu wirklich nichts sagen."

Warum sich Russell klar dagegen ausspricht

Der nicht am WM-Titelkampf beteiligte George Russell hat jedoch eine klare Meinung zu einer potenziellen Stallregie unter WM-Rivalen. Er sagte: "Ich halte es weder für akzeptabel noch angemessen, einen Fahrer, der selbst noch eine Titelchance hat, im letzten Rennen anzuweisen, den Teamkollegen vorbeizulassen."

"Wenn es sich um eine andere Saison handeln würde - sagen wir bei 'Checo' Perez und Max Verstappen oder Rubens Barrichello und Michael Schumacher -, wo klar ein Fahrer um die Meisterschaft kämpft und der andere nicht, dann wäre es völlig nachvollziehbar, wenn dieser Fahrer im letzten Rennen Platz macht. Das würde jeder Pilot tun."

"Aber für mich wäre das hier überhaupt nicht fair", sagte Russell. Er fügte hinzu: "Beide sollten ihre Chance haben. Und wenn sie dadurch verlieren, muss man eben sagen: Der andere hat den besseren Job gemacht. Das ist Racing. So sollte es sein."

So sieht es auch Norris selbst: "Wenn es am Ende so ausgeht und Max gewinnt, dann ist das eben so und ich freue mich auf nächstes Jahr. Es verändert nichts. Es verändert mein Leben nicht. Er hätte es eben mehr verdient als wir."

Was, wenn andere Fahrer den Titelkampf beeinflussen?

Zu einem solchen Ergebnis könnten neben Verstappen, Norris und Piastri aber auch noch andere Formel-1-Fahrer beitragen: Mercedes-Fahrer Russell etwa - oder Ferrari-Fahrer Charles Leclerc. Letzter kündigte in der Pressekonferenz an, keine Rücksicht auf den Titelkampf nehmen zu wollen.

"Egal, ob ich um Platz zwei, drei, vier oder eine andere Position fahre: Ich kämpfe gegen jeden hinter mir oder vor mir genau gleich, weil ich für mein Team das Maximum will", sagte Leclerc. "Nichts von diesem Titelduell wird mir durch den Kopf gehen. Ich will nur das Potenzial unseres Autos ausschöpfen."

Keine Feindseligkeiten zwischen Norris und Piastri

Darum geht es auch dem McLaren-Duo Norris und Piastri, das in der Pressekonferenz bemüht war, Normalität auszustrahlen. Piastri sagte im Scherz: "Wir haben eine Pappwand zwischen uns aufgestellt." Um dann ernsthaft hinzuzufügen: "Nein - es ist wie immer. Wir wollen das Auto so schnell wie möglich machen und gewinnen. Wir wollten immer die gleichen Chancen, Rennen zu gewinnen. Das ist an diesem Wochenende exakt gleich."

Norris wollte hier ausdrücklich "nichts ergänzen", sondern sagte: "Ich glaube nicht, dass Zak Brown oder Andrea Stella uns überhaupt erlauben würden, etwas anders zu machen. Es läuft wie an jedem Wochenende."

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