McLaren: Haben weniger Anpressdruck als 2017

geteilte inhalte
kommentare
McLaren: Haben weniger Anpressdruck als 2017
Autor: Norman Fischer
Co-Autor: Adam Cooper
05.07.2018, 15:05

McLaren-Geschäftsführer Zak Brown gibt zu, dass der Bolide von 2018 weniger Abtrieb hat als sein Vorgänger: Erfolg erst in zwei bis zehn Jahren?

Zak Brown, Executive Director, McLaren Technology Group, in the team principals Press Conference
Fernando Alonso, McLaren
Brendon Hartley, Toro Rosso STR13, Fernando Alonso, McLaren MCL33
Fernando Alonso, McLaren MCL33
The nose of the McLaren MCL33
Jonathan Neale, Managing Director, McLaren, and Zak Brown, CEO, McLaren Technology Group
Stoffel Vandoorne, McLaren, arrives on the grid

McLaren hatte nach dem Wechsel von den ungeliebten Honda-Motoren zu Renault hohe Erwartungen, konnte diese in der aktuellen Formel-1-Saison aber in keinster Weise erfüllen. Immer wieder hatte man 2017 betont, eines der besten Chassis zu besitzen, doch den Beweis ist man 2018 schuldig geblieben. Geschäftsführer Zak Brown gibt nun zu, dass der MCL33 nicht der erhoffte Wurf ist.

Womöglich ist das Chassis sogar schlechter als der Vorgänger, auch wenn Brown nur einen Bereich ausmachen kann, der definitiv schwächer geworden ist: "Wir haben in diesem Jahr nicht so viel Anpressdruck wie im vergangenen Jahr", bestätigt er. "Hatten wir im Vorjahr das beste Chassis? Nein, definitiv nicht. Hatten wir vermutlich ein besseres Chassis? Aufgrund der verschiedenen Variablen wäre es schwierig, definitiv ja oder nein zu sagen, aber wir wissen, dass wir weniger Anpressdruck haben."

Bei McLaren wurde zuletzt bekannt, dass die Daten von der Rennstrecke nicht mit den Daten des Windkanals übereinstimmen. Entsprechend vorsichtig formuliert Zak Brown mittlerweile die Ziele des Teams, auch wenn man in den vergangenen Jahren nicht mit vollmundigen Ankündigungen gespart hat. "Es braucht etwas Zeit, von daher denke ich, dass wir noch Jahre davon entfernt sind", sagt er darauf angesprochen, wann McLaren wieder an der Spitze sein wird.

Brown spricht sogar von einer Zeitspanne zwischen zwei und zehn Jahren - McLaren-Fans müssen also wohl eine Menge Geduld mitbringen. "Wir müssen realistisch und ehrlich mit uns selbst und den Fans sein und sagen, dass es eine ganz schöne Reise sein wird. Das muss jeder erkennen", so der Amerikaner.

Kurzfristig könnte McLaren daher erneut frustrierende Rennen erleben. Le Castellet und Spielberg waren eine Enttäuschung: Nur in einem von vier Fällen kam man aus Q1 heraus, und McLaren rutschte auf Rang sechs der Konstrukteurs-WM ab. "Wir sind nicht konkurrenzfähig, und seit dem vergangenen Rennen hat sich nicht viel geändert. In Silverstone darf daher keiner zu große Erwartungen haben", sagt Brown.

Dennoch werde man "wie verrückt kämpfen", um am Ende der Saison noch Rang vier zu schaffen. Das könnte jedoch schwierig werden. Renault (62 Punkte) und Haas (49) sind an McLaren (44) vorbeigezogen. Das britische Team konnte in den vergangenen vier Rennen lediglich vier Zähler sammeln, weswegen auch Force India (42) deutlich aufgeschlossen hat.

"Ich werde aber keine Vorhersagen mehr treffen, denn das hat uns in der Vergangenheit ein paar Probleme beschert", spricht Brown auf die unrühmliche Honda-Saga und die vollmundigen Sprüche an. "Ich möchte nicht die Fehler wiederholen, die wir gemacht haben."

Nächster Artikel
Formel-1-Wetter Silverstone: Sorgt Hitze für Reifenprobleme?

Vorheriger Artikel

Formel-1-Wetter Silverstone: Sorgt Hitze für Reifenprobleme?

Nächster Artikel

"Sind stärker": Hamilton verzeiht Mercedes' Pannen-Strategen

"Sind stärker": Hamilton verzeiht Mercedes' Pannen-Strategen
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Teams McLaren Jetzt einkaufen
Urheber Norman Fischer