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McLaren "in einer anderen Liga": Was sagen die Longrun-Daten vom Freitag?

Lando Norris dominiert den Trainingsfreitag in Silverstone: Die Konkurrenz sieht McLaren "in einer anderen Liga", doch Max Verstappen lauert in den Longruns

McLaren "in einer anderen Liga": Was sagen die Longrun-Daten vom Freitag?

Max Verstappen ist erneut schlagbar. Das lassen zumindest die Erkenntnisse des Trainingsfreitages in Silverstone vermuten. Schon auf eine schnelle Runde war kein Fahrer schneller als Lando Norris, und auch in den Longruns am Ende des zweiten Trainings kam Verstappen nicht an den McLaren-Piloten heran. Die Abstände sind jedoch knapp.

Bereinigt um verschiedene Reifenmischungen und Stintlängen fuhr Norris mit viel Sprit durchschnittlich um 0,05 Sekunden pro Runde schneller als der Weltmeister. Dahinter lauern die beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton (+0,17) und George Russell (+0,21). Nach diversen Set-up-Experimenten im ersten Training, war Ferrari mal wieder nur vierte Kraft. Charles Leclerc fehlten im Schnitt drei Zehntel pro Runde auf die Pace von Norris.

 

Beim Blick auf die Sektorenzeiten verliert Red Bull wie schon in der Qualifyingsimulation im ersten Sektor die meiste Zeit, welcher von Geraden und langsamen Kurven geprägt ist. Auf eine schnelle Runde auf dem Soft konnte Norris beiden Red Bulls dort drei Zehntel abnehmen, bei den Longruns waren es im Schnitt eineinhalb Zehntel.

 

Während Norris im zweiten und dritten Sektor auf eine schnelle Runde ebenfalls Zeit auf Verstappen gewinnt, sind McLaren und Red Bull mit viel Sprit dort quasi Augenhöhe, eher mit leichten Vorteilen für die Weltmeister. Was die Topspeedwerte angeht, so war McLaren in der Geschwindigkeitsmessung sogar im Schnitt 1,2 km/h schneller als Red Bull.

McLaren für Ferrari "in einer anderen Liga"

Für Ferrari-Pilot Carlos Sainz ist jedenfalls klar, dass sein Team im Spitzenkampf wohl eher nicht eingreifen wird: "McLaren scheint auf jeden Fall einen Schritt voraus zu sein. An den letzten Wochenenden war McLaren immer einen oder zwei Schritte vor uns, und ich habe das Gefühl, dass das auch an diesem Wochenende so sein wird."

"Wir versuchen natürlich alles, was wir können, um das Paket zu verstehen und es schneller zu machen, aber McLaren spielt in einer anderen Liga. Heute war ein Tag, an dem wir herausfinden wollten, was in den letzten Rennen passiert ist. Wir haben einige gute Tests absolviert und verschiedene Dinge verstanden, die uns in Zukunft helfen werden."

 

In Silverstone scheint die Scuderia aber bestenfalls in der Lage zu sein, Sergio Perez im zweiten Red Bull zu schlagen, denn selbst Mercedes schien mit viel Sprit zu schnell für Ferrari zu sein. Besonders das Reifenmanagement am W15 auf den weichen Soft-Reifen konnte sich sehen lassen. Bereinigt um die verschiedenen Reifensorten, hatte Mercedes sogar den geringsten Reifenverschleiß von allen Teams, doch zum Teil wurden auch nur wenige Runden gefahren, weshalb man diese Statistik am Freitag auch nicht zu ernst nehmen darf.

Haas-Update spült Nico Hülkenberg an Spitze des Mittelfelds

Mit gleich sieben neuen performanceverbessernden Teilen ist das Haas-Team mit einem großen Update nach Silverstone gereist. Die Wirkung hat sich aber nicht nur mit einem starken vierten Platz von Nico Hülkenberg im zweiten Training gezeigt, denn auch bei den Longruns war der Emmericher ungewöhnlich schnell.

Normalerweise ist das amerikanische Team dafür bekannt, am Freitag in der Rennsimulation mit gedrosselter Motorleistung und sehr viel Sprit zu fahren. Vergleicht man im Saisonverlauf die Longruns mit der am Ende tatsächlich gefahrenen Rennpace am Sonntag, so sind die Haas-Rundenzeiten im Grand Prix im Schnitt 1,01 Sekunden langsamer. Damit steht man an Rang zwei dieser Wertung. Nur Red Bull (0,87) schneidet hochgerechnet im Rennen noch besser ab als in den Longruns.

Mut kann daher die starke Rennsimulation von Hülkenberg auf dem Soft machen. Dem Deutschen fehlten im Schnitt 1,14 Sekunden auf Lando Norris, doch damit war er trotz normalerweise schwacher Haas-Longrun-Pace am Freitag drittschnellster Fahrer im Mittelfeld. Nur Alexander Albon (+0,72) und Esteban Ocon (+1,06) waren besser mit viel Sprit. Hochgerechnet könnte Haas aber sehr gute Karten für das restliche Rennwochenende haben.

 

Den Longrun von Williams muss man dafür mit Vorsicht genießen, denn das Team aus Grove zeigt am Freitag üblicherweise am meisten. Im Vergleich zu Haas fällt man bis zum Rennen eine Sekunde zurück, daher sollte Alpine der härteste Gegner im Mittelfeld werden. Die restlichen drei Teams Sauber (+1,26), Aston Martin (+1,32) und Racing Bulls (+1,4) hatten in den Longruns am Freitag generell zu kämpfen.

Reifen im Fokus: Silverstone wohl auch 2024 ein Einstopprennen

Obwohl die Strecke in Silverstone mit den schnellen Kurven als reifenmordender Kurs bekannt ist, auf dem es in der Vergangenheit auch immer wieder zu Reifenschäden kam, wird die Einstoppstrategie am Sonntag wohl der schnellste Weg ins Ziel sein. Bereits im Vorjahr schaffte Max Verstappen den Rennsieg, indem er 19 Runden auf dem Soft und 33 Runden auf dem Medium absolvierte.

Nach den Reifenverschleißdaten vom Freitag sollte die Einstoppstrategie Medium-Hard laut der Hochrechnung des Technologieunternehmens PACETEQ am schnellsten sein. Soft-Medium sowie Soft-Hard sind aber ähnlich schnell. Die schnellste Zweistoppvariante Soft-Medium-Medium ist in der Simulation etwa neun Sekunden langsamer als die Einstoppstrategie.

Eine ausführliche Analyse der Daten des Freitags gibt es um 23 Uhr auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de, wo neben Host Kevin Scheuren und Chefredakteur Christian Nimmervoll Datenexperte Kevin Hermann seine Eindrücke zum Silverstone-Freitag darlegt und die Frage klärt, ob Lando Norris noch zu stoppen ist.

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