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McLaren: In Monaco und Kanada hatte Mercedes (fast) das schnellste Auto

Auch wenn es noch nicht für ganz vorn reicht: Mit seinem Tempo in Kanada hat Mercedes die Konkurrenz beeindruckt - Aber wie gut ist der W15 jetzt wirklich?

McLaren: In Monaco und Kanada hatte Mercedes (fast) das schnellste Auto

Mercedes mag beim Grand Prix von Kanada am vergangenen Wochenende von Red Bull und McLaren geschlagen worden sein, aber die Anzeichen seines Potenzials haben die Formel-1-Rivalen in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

So räumte McLaren-Teamchef Andrea Stella ein, dass Mercedes derzeit ein Auto habe, dessen Performance seine eigene Mannschaft im Verlauf eines Rennwochenendes zumindest bei trockenen Bedingungen nicht erreichen könne.

"Ich habe schon am Donnerstag zu einigen Kollegen gesagt, dass ich denke, dass Mercedes zu den schnellsten Teams gehört. Einige der Rundenzeiten, die sie in Monaco oder bei den vorherigen Veranstaltungen gefahren sind, waren zu diesem Zeitpunkt des Wochenendes für uns außer Reichweite", so Stella.

"Wir konnten diese Rundenzeiten zu diesem Zeitpunkt des Wochenendes nicht fahren, nicht einmal mit wenig Benzin und einem hochgedrehten Motor. Sie hatten eindeutig Potenzial, und ich denke, sie beginnen zu lernen, wie sie es nutzen können."

Einer dieser unerreichten Momente kam am Samstagmorgen in Kanada, als Lewis Hamilton das abschließende Freie Training mit einer Rundenzeit dominierte, die 0,374 Sekunden schneller war als die von Max Verstappen im Red Bull.

Auch wenn ein Teil dieses Vorsprungs der Tatsache geschuldet ist, dass Hamilton einen zusätzlichen Satz weiche Reifen verwendete, wäre es falsch zu behaupten, dass das nur Show war und nicht auch das wahre Bild der relativen Form widerspiegelt.

Mercedes im Renntempo vor den anderen?

So betont Mercedes-Teamchef Toto Wolff: "Im FT3 legte Lewis eine Runde hin, die nicht von dieser Welt war. Das war so schnell. Dann war aber auch sein Long Run stratosphärisch, galaktisch. Da war also eine Menge Tempo drin." Und tatsächlich ist dieser Longrun aus dem dritten Freien Training interessant.

Nicht viele Teams entschieden sich dafür, im Abschlusstraining eine Rennsimulation zu absolvieren, nachdem der Freitag durch das Wetter so beeinträchtigt worden war.

Hamiltons Longrun sah wie folgt aus: 18.224, 18.278, 17.969, 17.533, dann ein Ausreißer, gefolgt von 17.559 und 18.490. Verstappen fuhr etwas später in der Session einen vergleichbar langen Run, der zu diesen Zeiten führte: 18.777, 18.419, 17.980, 17.884, 17.982, 17.935, 18.334, 18.889, 18.327.

Anhand der Daten allein dürfte Hamiltons Run leicht besser gewesen sein - also nicht ganz die "stratosphärische" Brillanz, von der Wolff gesprochen hat. Aber was wir natürlich nicht wissen, ist die Benzinmenge - und das könnte die Antwort darauf sein, warum der Mercedes-Teamchef so zufrieden war.

Denn wenn Hamilton diese Form auch mit einem ziemlich vollen Tank hinbekommen hat, dann sah das wirklich sehr vielversprechend aus. Doch der Eindruck, den Mercedes in Kanada auf die Konkurrenz machte, war nicht nur auf Rundenzeiten beschränkt.

Es gab noch einige andere Anzeichen dafür, dass die starke Form des Autos an diesem Wochenende deutlicher zu spüren war. Die ganze Saison über hatte es Anzeichen für die Schnelligkeit des W15 gegeben, aber sie war eher unbeständig.

Balanceprobleme dank neuem Frontflügel gelöst

Das Team hatte vor allem Probleme, wenn es darum ging, das Beste aus dem Auto sowohl in langsamen als auch in schnellen Kurven herauszuholen.

Während man das Untersteuern bei niedrigen Geschwindigkeiten in den Griff bekam, blieb der W15 in schnellen Kurven durch Übersteuern ein Biest. Doch versucht man das nervöse Heck bei hohen Geschwindigkeiten zu kurieren, wollte das Auto in den langsameren Kurven nicht mehr richtig einlenken.

Nach einer Reihe von Verbesserungen, die Mercedes in den letzten Rennen vorgenommen hat, trug der neue Frontflügel viel dazu bei, diese Balanceprobleme zu lösen. Er könnte der letzte Schritt sein, der nötig war, um Hamilton und Russell zu ermöglichen, das Potenzial zu maximieren, das schon seit einiger Zeit vorhanden ist.

Das glaubt auch McLaren-Teamchef Stella: "Ich bin nicht überrascht, dass Mercedes durch die Arbeit am Frontflügel etwas Leistung freisetzen konnte. Es besteht die Möglichkeit, dass sie auch einige Probleme behoben haben, die sie mit dem vorherigen Frontflügel hatten. Möglicherweise war er einfach zu experimentell."

"Aber es sieht so aus, als ob die Frontpartie mit dieser Entwicklung sehr stark aussieht. Und wenn man sich die Onboards von den Mercedes-Fahrern anschaut, dann müssen sie das Lenkrad kaum einschlagen, um die Nase des Autos in den Scheitelpunkt zu bekommen. Das ist schon mal eine gute Eigenschaft!"

Auch McLaren-Pilot Lando Norris, in Montreal immerhin vor beiden Mercedes-Piloten im Ziel, merkt an: "Sie haben sich eindeutig stark verbessert. An den letzten beiden Wochenenden waren sie ziemlich nah dran, das schnellste Auto zu sein."

Norris sieht Mercedes im Kampf um die Spitze

"Dieses Wochenende waren sie das ganze Wochenende über das schnellste Auto. Ich denke also, dass es positiv war, dass wir vor ihnen ins Ziel gekommen sind, denn sie waren das schnellere Team. Ein schnelleres Auto und ein schnelleres Team zu schlagen, ist also immer eine schöne Sache. Es ist eine lohnende Sache."

"Aber wenn sie auch in den nächsten Rennen schneller sind", fährt Norris fort, "und sich dem Kampf zwischen Ferrari, Red Bull und uns angeschlossen haben, wird das unser Leben nur noch aufregender machen. Es wird kniffliger und stressiger, weil es jetzt wahrscheinlich acht Autos geben wird, die da oben kämpfen."

George Russell ist zuversichtlich, dass das Gelingen wird. Auf die Frage, ob Mercedes in Zukunft um Poles und Siege kämpfen wird, sagt er: "Ich glaube wirklich, dass unser Leistungssprung echt ist. Er ist real. Und ich glaube, dass wir mit McLaren mitkämpfen können. Hoffen wir, dass wir auch mit Max kämpfen können."

"Ich denke, dass Red Bull in den letzten Rennen ein paar Probleme hatte, aber trotzdem haben sie zwei der letzten drei Rennen gewonnen. Deshalb erwarte ich, dass sie einen kleinen Schritt machen werden, wenn wir zu den europäischen Rennen zurückkehren."

Darauf setzt auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner, der die vielversprechende Mercedes-Performance in Kanada ein Stück weit als streckenspezifisch einstuft.

"Mercedes ist auf grünen Strecken immer gut gefahren, und hier gibt es keine wirklichen Hochgeschwindigkeitskurven. Der neue Asphalt kam ihnen also möglicherweise zugute", so Horner. "Wir werden also auf den nächsten drei Strecken sehen, ob die Form stimmt oder ob es eine einmalige Sache ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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