McLaren kündigt "völlig neuen MCL40" an - und bremst Erwartungen
Teamchef Andrea Stella verspricht für Miami ein "komplett neues Auto", erklärt aber auch, warum das nicht unbedingt einen großen Sprung nach vorn bedeutet
Der MCL40 soll bereits in Miami deutlich anders aussehen
Foto: LAT Images
Beginnt in Miami die große McLaren-Aufholjagd? Zwar wurde Oscar Piastri beim vergangenen Formel-1-Rennen in Japan Zweiter, allerdings war das auch der einzige Podestplatz des Weltmeisterteams in den ersten drei Saisonläufen. In der WM liegt man aktuell nur auf P3 hinter Mercedes und Ferrari.
"Wir hatten immer die Absicht, für die Rennen in Nordamerika ein komplett neues Auto zu entwickeln, insbesondere im Hinblick auf aerodynamische Verbesserungen", verrät Teamchef Andrea Stella nun und kündigt an: "In Miami und Kanada werden wir einen völlig neuen MCL40 zu sehen bekommen."
Was wie ein Großangriff von McLaren auf die Konkurrenz klingt, könnte laut Stella selbst aber lediglich ein minimaler Schritt nach vorn sein. Denn der Teamchef ergänzt, "dass ich genau das von den meisten unserer Konkurrenten auch erwarten würde."
Heißt: Nicht nur McLaren wird laut Stella in den kommenden Rennen ein umfangreiches Upgradepaket ans Auto bringen. Denn die Pause im April habe nicht nur seinem Rennstall geholfen, sondern auch "allen anderen Teams", betont Stella, "die sich nun besser auf die Weiterentwicklung des Autos konzentrieren konnten."
"Es wird also nicht unbedingt zu einer Verschiebung in der Rangordnung kommen, sondern es wird im Grunde nur darum gehen, zu sehen, wer innerhalb desselben Zeitraums mehr Leistung herausholen konnte", erklärt der Teamchef.
In diesem Zusammenhang erinnert er daran, dass McLaren vor der April-Pause einen Rückstand auf das Mercedes-Werksteam hatte und meist auch etwas hinter Ferrari lag. Heißt: McLaren musste im April mehr Performance als die direkten Konkurrenten finden, um die Lücke zu schließen.
"Wir sind jedoch sehr zufrieden mit den Fortschritten, die wir hinter den Kulissen erzielen konnten, und hoffen daher, in Miami und anschließend in Kanada einen etwas wettbewerbsfähigeren MCL40 zu sehen", gibt sich Stella selbstbewusst.
"Zumal wir bereits beim vergangenen Rennen in Japan eine ordentliche Leistung gezeigt haben", erinnert er. Die kommenden Wochenenden in Miami und Montreal werden zeigen, ob der Podestplatz von Piastri in Suzuka mehr als eine Eintagsfliege war.
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