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McLaren wird im Sprint-Qualifying von Kanada Dritter und Vierter, zeigt sich aber trotz Mercedes-Dominanz zufrieden mit Upgrade-Fortschritten

McLaren mit Lernkurve in Kanada: Positive Wende trotz Rückstand

Lando Norris wurde im Sprint-Qualifying von Kanada Dritter

Foto: Getty Getty

Bei McLaren herrscht nach dem Sprint-Qualifying in Kanada vorsichtiger Optimismus. Lando Norris und Oscar Piastri belegten die Plätze drei und vier - rund drei Zehntel hinter der Spitze, die von Mercedes markiert wurde.

Für Norris ist das Ergebnis vor allem eines: eine positive Überraschung nach einem schwierigen Auftakt ins Wochenende. "Nach dem Training waren wir etwas besorgt, wie weit wir weg sind und wie wenig Vertrauen wir ins Auto hatten", erklärt der Brite. "Aber wir haben einige Dinge geändert und eine deutliche Verbesserung gefunden."

Norris spricht von "positiver Wende" nach Set-up-Arbeit

Besonders interessant: McLaren kam nach eigenen Angaben mit einem nicht optimalen Set-up in das Sprint-Qualifying. Norris betont, dass das Auto zwar noch nicht perfekt sei, sich aber deutlich stabiler angefühlt habe als noch am Morgen. Vor allem im SQ3 habe er wieder Vertrauen in die weichen Reifen gefunden.

"Das war wahrscheinlich das erste Mal an diesem Wochenende, dass ich mich wirklich wohlgefühlt habe", sagt Norris. Gleichzeitig bleibt der McLaren-Pilot realistisch: Die Runde sei nicht fehlerfrei gewesen, das Potenzial also noch nicht ausgeschöpft.

Piastri: Mercedes bleibt Referenz

Teamkollege Piastri sieht die Situation ähnlich - allerdings mit klarem Fokus auf den direkten Vergleich zur Konkurrenz. "Mercedes sieht weiterhin sehr stark aus", sagt der Australier. Damit bestätigt er den Eindruck, dass McLaren zwar konkurrenzfähig, aber noch nicht auf Augenhöhe mit dem aktuellen Maßstab ist.

Dennoch bleibt auch bei ihm der Grundton positiv. Das Team arbeite weiter daran, die Abstimmung zu optimieren und aus den neuen Upgrades mehr herauszuholen.

Teamchef Andrea Stella ordnet das Ergebnis nüchtern ein. Drei Zehntel Rückstand seien angesichts der jüngsten Entwicklungsschritte akzeptabel - vor allem, weil McLaren in Kanada nicht alle neuen Teile im Einsatz hatte.

"Wir wollten bei der Frontflügel-Entwicklung mehr Zeit für die Datenanalyse haben und sind deshalb mit der vorherigen Version gefahren", erklärt Stella. Die Entscheidung sei bewusst getroffen worden, um in einem Sprint-Wochenende ein besser vorhersehbares Auto zu haben.

Unterschiedliche Upgrade-Philosophie im Feld

Stella macht deutlich, dass McLaren die neuen Teile nicht blind in den Renneinsatz bringt. Gerade in einem Sprint-Format mit wenig Trainingszeit sei die Korrelation zwischen Simulation und Strecke entscheidend.

"Wir wollen ein Auto, das wir verstehen und das berechenbar ist", so der Italiener. Das Ziel sei daher nicht kurzfristige maximale Performance, sondern ein stabiler Entwicklungspfad über mehrere Wochenenden hinweg.

Trotz der soliden Ausgangslage bleibt McLaren vorsichtig. Einige Elemente des Upgrade-Pakets seien noch nicht vollständig verstanden und könnten in den kommenden Rennen weiter angepasst werden. Norris deutet bereits an, dass einzelne Komponenten möglicherweise vorübergehend wieder entfernt oder neu bewertet werden.

Für das Rennen selbst bleibt die Marschrichtung klar: Optimierung statt Risiko - und der Versuch, die Lücke zu Mercedes weiter zu schließen. Denn auch wenn der Rückstand aktuell noch bei rund drei Zehnteln liegt, zeigt McLaren zumindest eines: Die Richtung stimmt.

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