McLaren nur Vierter und Siebter: Wo ist die Pace aus dem Sprint hin?
Vom Sprint-Dominator zum Verfolger: McLaren verpasst in Miami die Poleposition - Lando Norris und Andrea Stella erklären, warum die Konkurrenz plötzlich vorbei ist
Lando Norris konnte seinen Sprinterfolg nicht wiederholen
Foto: LAT Images
McLaren scheint nach dem hervorragenden Sprint-Teil des Miami-Wochenendes wieder in der Realität angekommen zu sein. Denn nachdem Lando Norris am Freitag die Sprintpole geholt hatte und das Sprintrennen am Samstag souverän vor Teamkollege Oscar Piastri gewann, galten die Papaya-Fahrer für viele als Mitfavoriten auf die Grand-Prix-Pole - doch es sollte anders kommen.
Mit der Pole hatte McLaren am Samstag nichts zu tun: Lando Norris musste sich mit knapp vier Zehntelsekunden Rückstand mit Rang vier begnügen, Teamkollege Oscar Piastri kam mit sieben Zehntelsekunden Rückstand sogar nicht über Platz sieben hinaus. Wo ist die Pace hin?
Norris hat da eine einfache Erklärung: Sie ist noch da. "Ich denke, wir haben trotzdem einen guten Job gemacht", sagt er. "Ich glaube eher, dass die anderen gestern einfach einen wirklich schlechten Job gemacht haben und heute ehrlich gesagt nur das abgeliefert haben, was sie eigentlich tun sollten."
Konkurrenz einfach jetzt in Normalform?
Laut ihm scheint die Konkurrenz am Freitag einfach nur gepatzt zu haben. Diese Beobachtung teilt auch Teamchef Andrea Stella: "Wir haben bereits gestern nach dem Sprint-Qualifying, in dem wir auf der Poleposition standen, gesagt, dass eigentlich mehrere Autos auf Pole hätten stehen können", meint der Italiener gegenüber Sky.
"Mercedes hatte, glaube ich, ein wenig mit der Energieentfaltung zu kämpfen. Leclerc unterliefen ein paar Fehler. Die Realität ist also, dass die vier Topteams aufgrund der Kombination aus Upgrades und Streckencharakteristik sehr eng beieinander liegen."
Laut ihm komme es in der Tagesform einfach auf die Ausführung an - und die stimmte in Miami am Samstag nicht zu 100 Prozent. "Heute waren die Bedingungen anders als gestern. Der Wind war völlig anders", sagt Stella. "Wir mussten ein paar Dinge bei der Konstanz der Power-Unit managen, und die Fahrer mussten ihren Rhythmus finden."
"Und es sieht so aus, als ob einige andere Teams in dieser Hinsicht besser waren als wir."
Mehr Probleme durch andere Bedingungen
Norris bestätigt, dass er durch die veränderten Bedingungen etwas mehr Probleme im Auto hatte als am Freitag. "Vielleicht hat das Auto einfach nicht ganz so gut funktioniert, und ich habe mich aus welchen Gründen auch immer definitiv etwas schwerer getan", sagt er.
"Aber nicht, weil wir irgendetwas verändert hätten, sondern einfach, weil die Bedingungen etwas anders waren und die anderen eben das gemacht haben, was sie tun sollten. Ich denke, wir stehen ehrlich gesagt da, wo wir es verdienen."
Der Weltmeister sagt auch, dass McLaren am Freitag wohl nicht die Anerkennung dafür erhalten habe, wie gut man im Vergleich zur Konkurrenz gearbeitet habe. "Sie waren eindeutig schneller, und deshalb war ich mit der gestrigen Leistung und der Leistung heute Morgen sehr, sehr zufrieden - wir haben alles maximiert", stellt er heraus.
"Ich habe ja schon gestern gesagt, dass es eng mit Mercedes war; Mercedes war in fast jeder Kurve genauso schnell oder schneller als wir und sie hatten einfach ein paar Probleme. Und Max [Verstappen] und der Red Bull waren offensichtlich auch sehr stark. Ich bin also nicht überrascht", so Norris.
"Als Team sind wir vielleicht überrascht, dass wir heute so große Schwierigkeiten hatten, aber was die Rangfolge und die Pace von Mercedes angeht, sind wir überhaupt nicht überrascht."
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