McLaren-Pilot Oscar Piastri räumt ein: Wir wissen nicht, wo wir wirklich stehen
Kann McLaren in diesem Jahr wieder um die WM-Krone fahren? Oscar Piastri räumt nach den Testfahrten ein, dass man aktuell noch nicht wisse, wo man wirklich steht
McLaren weiß aktuell noch nicht, wo man wirklich steht
Foto: LAT Images
Die Formel 1 diskutiert während der Testfahrten in Bahrain über die neue Antriebseinheit von Mercedes, die heftige Kritik von Lewis Hamilton und Max Verstappen oder die Krise von Aston Martin. Die Leistungen von McLaren, immerhin als Titelverteidiger in die neue Saison gestartet, standen bislang kaum im Fokus.
Vielleicht auch, weil es darauf noch keine Antwort gibt. "Wo wir in der Hackordnung stehen, weiß ich nicht", grübelt selbst McLaren-Pilot Oscar Piastri. "Ich denke, es sieht ein bisschen so aus, als wären die Top-Vier-Teams immer noch die Top-Vier-Teams, aber ich weiß im Moment nicht genau, wo wir uns innerhalb dieser Gruppe einordnen."
Aber: "Ich glaube ganz sicher nicht, dass es der Große Preis von Australien wird, den wir letztes Jahr hatten - leider", ergänzt der Australier. Im vergangenen Jahr dominierte McLaren den Saisonauftakt, bis ein Regenschauer zum Chaos und einem folgenschweren Fehler von Piastri führte.
Statt eines Podestplatzes landete der McLaren-Pilot nur auf dem neunten Rang. "Hoffentlich ist es in Bezug auf das Ergebnis ein bisschen anders", fügt er mit einem Schmunzeln hinzu. "Wir werden jedenfalls nicht mit der Performance herauskommen, die wir letztes Jahr in Melbourne hatten."
Bis zum ersten Rennen kann noch viel passieren
Andererseits könne sich bis zum Saisonstart in zwei Wochen noch einiges ändern. "Es gibt jetzt so viele Dinge, die alle Teams noch klären und richtig hinbekommen müssen", mahnt der 24-Jährige. "Der Unterschied zwischen richtig und falsch ist nicht ein paar Hundertstel oder selbst ein paar Zehntel, sondern erheblich."
"Wenn es wirklich schiefläuft, kann das auch mehr als eine halbe Sekunde ausmachen." Mit Prognosen über das aktuelle Kräfteverhältnis hält sich Piastri nach den ersten Testfahrten in Bahrain deshalb zurück. "Ich denke, jeder hat noch eine Menge zu sortieren."
McLaren wisse "wahrscheinlich nicht einmal, wie schnell wir tatsächlich sind", ergänzt der Australier. "Wir wissen nicht, welche Probleme einfach systemimmanent sind und sich nicht beheben lassen. Wir wissen nicht, welche Probleme wir morgen lösen können, welche bis zum ersten Rennen. Und ich glaube, alle elf Teams werden ähnliche Gedanken haben."
Piastri: "Die Autos sind auf jeden Fall anders"
Mit Kritik am neuen Reglement hält sich Piastri allerdings zurück. "Die Autos sind auf jeden Fall anders, das steht fest", sagt er diplomatisch. "Ich glaube, die langsamen Kurven fühlen sich wahrscheinlich ähnlich an oder vielleicht sogar ein bisschen besser, weil das Auto etwas leichter ist."
"Aber die Performance in schnellen Kurven, was den Abtrieb angeht, ist im Vergleich zum letzten Jahr deutlich geringer. Wir haben diese Woche viel darüber gelernt, wie man das Maximum aus der Power-Unit herausholt. Das ist definitiv ungewohnt, aber neue Herausforderungen für alle."
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