McLaren: Platz 4 in der F1-Saison 2017 wäre eine Enttäuschung

McLaren setzt sich für 2017 hohe Ziele: einen Platz unter den Top 3 der Konstrukteurswertung. Alles andere wäre eine Enttäuschung, sagt Betriebsleiter Jonathan Neale.

Nach Platz 9 in der Saison 2015 war Rang 6 der Konstrukteurswertung 2016 ein schöner Sprung nach vorne für McLaren-Honda. 2017 soll sich der Aufwärtstrend nun weiter fortsetzen und das Ziel des Teams aus Woking ist nun Platz 3 – mindestens.

"Man muss sich hohe Ziele setzen, aber momentan wäre ich enttäuscht, wenn wir Vierter würden", sagte McLaren-Betriebsleiter Jonathan Neale gegenüber unserer Schwesterpublikationen Autosport. "Das ist wahrscheinlich die Sichtweise eines Pragmatikers, aber man macht als Pragmatiker keine Fortschritte. Wir wollen gewinnen, und das lieber früher als später."

"Wir haben ein Rennteam, wir haben Fahrer, die in der Lage sind zu gewinnen und bezüglich des Chassis und des Motors müssen sowohl Honda als auch wir selbst den Leistungsrückstand aufholen", betonte Neale. "Die neue Aerodynamikplattform und die große Unsicherheit bezüglich der Reifen bieten uns eine Chance und ich denke, dass wir davon profitieren können. Das ist aber noch eine Unbekannte."

Rennleiter Eric Boullier stieß ins gleiche Horn wie Neale und definierte ganz klar, wie Erfolg 2017 aussehen würde: "Zu gewinnen." Gleichzeitig räumte er aber ein, dass das wohl eher ein Wunsch bleiben werde.

"In Wahrheit will ich pragmatisch bleiben und die Erwartungen nicht zu hoch schrauben", sagte er und erinnerte an an die Fortschritte von 2015 auf 2016. "Daher hoffe ich, dass wir nächstes Jahr [2017] in den Top 4 landen werden. Wir wollen so schnell wie möglich gewinnen, ich bleibe aber realistisch."

"Ich bin mit den Fortschritten, die Honda gemacht hat, sehr zufrieden und auch mit der Gruppe von Ingenieuren, die wir bei McLaren haben. Das funktioniert jetzt absolut perfekt. Sie arbeiten hart, aber die Zeiten, in denen man durch ein neues Aerodynamik-Paket gleich eine Sekunde gewonnen hat, sind vorbei. Jetzt macht man immer nur schrittweise Fortschritte."

Mit Informationen von Lawrence Barretto und Dieter Rencken

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