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McLaren-Strafe in Kanada: Sportkommissare lehnen Überprüfung ab

Warum die FIA-Sportkommissare den Wunsch von McLaren nach einer Überprüfung der Norris-Zeitstrafe aus dem Kanada-Grand-Prix 2023 abgewiesen haben

McLaren-Strafe in Kanada: Sportkommissare lehnen Überprüfung ab

McLaren-Fahrer Lando Norris ist beim Kanada-Grand-Prix 2023 in Montreal nach einer 5-Sekunden-Zeitstrafe auf P13 außerhalb der Punkteränge gelandet. Und dabei bleibt es auch. Denn die Sportkommissare des Automobil-Weltverbands (FIA) haben nun das abgelehnt. Sprich: Die Angelegenheit wird nicht neu untersucht, das originale Ergebnis bleibt bestehen.

In einer ausführlichen Begründung der Sportkommissare, die insgesamt 23 Einzelpunkte umfasst, heißt in Abschnitt 19: "[Die Neuuntersuchung] wird abgelehnt, weil es keine entscheidenden, neuen, relevanten Elemente gibt, die McLaren zum Zeitpunkt der Entscheidung [in Kanada] noch nicht vorgelegen haben."

Der McLaren-Vorstoß scheiterte also gleich an der ersten Hürde: der Anhörung durch die Sportkommissare in Österreich, um zu ermitteln, ob ein Aufrollen des Kanada-Falls notwendig sein würde.

Welche Punkte McLaren vorgebracht hatte

Dabei hatte McLaren durch seinen Chefstrategen Randeep Singh insgesamt vier Aspekte vorgebracht, die belegen sollten, dass Norris für sein zögerliches Fahren während der Safety-Car-Phase keine Strafe hätte erhalten sollen. In Abschnitt 8 des FIA-Dokuments sind diese vier Aspekte einzeln aufgeführt.

Demnach bezog sich McLaren einerseits auf das Protokoll der Teammanager-Besprechung vom 30. Juni 2023 und auf weitere Sitzungen in Monaco und Kanada aus der Saison 2019, in denen man den Eindruck gewonnen habe, ein "Trödeln" hinter dem Safety-Car werde keine Strafe nach sich ziehen, weil es als "akzeptabel" eingestuft werden könne.

McLaren legte außerdem acht Präzedenzfälle in Video- und Audioformat vor und verwies auf GPS- und Zeitnahme-Daten, um aufzuzeigen, dass in der Vergangenheit andere Fahrer unter Safety-Car große Abstände gelassen hätten, ohne dafür bestraft worden zu sein.

In einer schriftlichen Stellungnahme erklärte McLaren darüber hinaus, Williams-Fahrer Alexander Albon habe aufgrund von Norris' Verhalten keine Position eingebüßt.

Williams und Aston Martin widersprechen McLaren

Williams, das wie Aston Martin ebenfalls bei der Anhörung zugegen war, widersprach McLaren in einigen Punkten und nannte seinerseits Präzedenzfälle aus den Jahren 2016, 2017 und 2018, in denen ähnliches Verhalten sehr wohl zu Strafen geführt hatte.

Weitere "neue Beweise" von McLaren waren für Williams "nicht neu" und auch "nicht relevant" für den konkreten Fall von Norris in Kanada. So sah es auch Aston Martin.

Warum die McLaren-Beweise nicht zugelassen wurden

Anschließend nahmen die Sportkommissare eine Bewertung der vorgebrachten Punkte vor, ob sie wichtig, neu, für McLaren zugänglich und relevant waren. Und hier fiel die McLaren-Beweisführung durch: Alle vier Aspekte wurden als "nicht relevant" abgestempelt und drei von vier als "nicht neu", wenngleich alle vier "von Bedeutung" gewesen seien. Darauf folgte die Zurückweisung der McLaren-Anfrage.

Die Sportkommissare betonen in Punkt 20 ihrer Begründung, dass informelle Vereinbarungen ("Gentlemen's Agreements") nicht als verbindlich anzusehen seien, solange sie nicht im Reglement verankert sind.

Die vorgebrachten Präzedenzfälle für ausgesprochene oder nicht ausgesprochene Strafen seien "irrelevant" für den aktuellen Fall, "weil sich jeder Zwischenfall in manchen Aspekten" von anderen Zwischenfällen dieser Art unterscheide, "wenn auch nur in Details", so die Sportkommissare.

Kein weiterer Einspruch möglich

Sie schreiben weiter: "Am wichtigsten ist: Die originale Strafe wurde ausgesprochen, weil die Szene als unfair bewertet wurde. Keiner der genannten Fälle geht auf das Thema Unfairness ein."

Und ganz zum Schluss ergeht noch ein Hinweis in Richtung McLaren: "Artikel 14.3 des Internationalen Sportkodex der FIA besagt, dass die Entscheidung der Sportkommissare, ob ein [neues] Element existiert oder nicht, nicht angefochten werden kann." Damit ist die Angelegenheit also endgültig abgeschlossen.

Wie McLaren auf das Urteil reagiert

So sieht es auch McLaren. In einer kurzen Stellungnahme schreibt das Team: "Wir respektieren die Entscheidung des Weltverbands und der Sportkommissare, die Strafe gegen Lando in Kanada aufrechtzuerhalten."

"Wir glauben, genügend neue, wichtige und relevante Beweise vorgetragen zu haben, die ein 'Right of Review' gerechtfertigt hätten. Aber: Wir akzeptieren die Entscheidung der Sportkommissare, wonach diese Beweise nicht den Erfordernissen entsprochen haben."

"Es ist nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft hatten. Wir bedanken uns dennoch bei den Sportkommissaren für ihre Zeit und ihre Zusammenarbeit."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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