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McLaren überzeugt: China-Defekte werden in Japan nicht auftreten

Beim Formel-1-Rennen in China konnte kein McLaren an den Start gehen, doch im Team ist man zuversichtlich, dass Mercedes die Probleme gelöst hat

McLaren überzeugt: China-Defekte werden in Japan nicht auftreten

Lando Norris konnte zuletzt in China nicht an den Start gehen

Foto: LAT Images

Statistisch gesehen war Shanghai das erste Mal seit dem US-Grand-Prix 2005 in Indianapolis, dass kein McLaren in ein Rennen startete - damals schloss sich das Team den anderen Michelin-bereiften Teams an, die nach der Einführungsrunde zurückzogen.

Davor muss man bis ins Jahr 1966 zurückgehen, als das Team in seiner ersten Formel-1-Saison vergeblich nach konkurrenzfähigen Motoren suchte, um zu erleben, dass McLaren zwei Autos vor dem Rennstart aus Zuverlässigkeitsgründen zurückziehen musste. Und selbst damals war das zweite Auto bereits vor dem Wochenende gestrichen worden.

1966 griff Bruce McLaren erfolglos auf den 3-Liter-V12 des kleinen italienischen Herstellers Serenissima zurück, nachdem sein Projekt, den Indy-500-Siegermotor von Ford zu verkleinern, weder Leistung noch Zuverlässigkeit lieferte.

Auch der Serenissima-Motor erwies sich in dieser Hinsicht als Enttäuschung - obwohl der örtliche Priester in Sasso Marconi jeden Motorblock einzeln segnete, bevor er in den McLaren-Laster geladen wurde.

Stella vertraut auf Mercedes

Im Jahr 2026 setzt McLaren-Teamchef Andrea Stella sein Vertrauen eher auf Mercedes-Benz High Performance Powertrains (HPP) als auf göttlichen Beistand.

"China war für uns definitiv ein schwieriges und frustrierendes Event", sagt Stella im Vorfeld des Großen Preises von Japan. "Dass zwei Autos nicht an einem Grand Prix teilnehmen können, ist eine ziemlich außergewöhnliche Situation. Wir verstehen die Ursache des Problems."

"In beiden Fällen hing es mit der elektrischen Seite der Antriebseinheit zusammen. Wir hatten Defekte an der Batterie, aber es waren unterschiedliche Fehler, die fast zur gleichen Zeit am Wochenende auftraten - in diesem Sinne ist es ziemlich außergewöhnlich. Wir haben gemeinsam mit HPP daran gearbeitet, das Problem zu untersuchen."

"Wir vertrauen zu 100 Prozent darauf, dass HPP entsprechende Abhilfemaßnahmen eingeleitet hat."

McLaren hofft auf normales Wochenende

Obwohl die Batteriefehler unterschiedlicher Natur waren, war die Einheit aus Piastris Auto zu retten, während jene von Norris dauerhaften Schaden nahm. Dem Vernehmen nach war es ein Softwareproblem, das McLarens Bemühungen in der Garage - man versuchte sogar, die Kontrollelektronik zu tauschen - zunichtemachte und Norris' Batterie unbrauchbar machte.

Bei Piastri lag das Problem hingegen an einem Hilfsbauteil, das an der Batterie befestigt war.

"HPP hat sehr hohe Standards", fährt Stella fort. "Wenn sie Informationen über einen Fehler verarbeiten können, werden sie mit Sicherheit alle notwendigen Erkenntnisse, Anpassungen und Maßnahmen umsetzen, um eine Wiederholung zu vermeiden. Wir freuen uns also definitiv auf ein, ich würde sagen, normales Wochenende - eine Chance, die wir in China nicht hatten und in gewissem Maße auch nicht in Australien, als Oscar sich in den Runden zur Startaufstellung drehte."

"Wir blicken als Team nach vorne und vor allem freuen wir uns für Oscar, der in dieser Saison noch keine einzige Rennrunde absolvieren konnte. Wir wollen diesen Trend brechen und endlich dabei sein."

Und falls alle Stricke reißen, kann er ja immer noch einen Priester anrufen ...

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