McLaren-Update in Singapur nur für Lando Norris

Daniel Ricciardo schaut in die Röhre: Beim Formel-1-Rennen wird nur der McLaren von Lando Norris mit dem Update ausgestattet sein, ab Japan auch Ricciardos

McLaren-Update in Singapur nur für Lando Norris
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McLaren bekommt für den großen Preis von Singapur nur ein Updatepaket fertig, das Verbesserungen am Unterboden und den Seitenkästen beinhaltet. Dieses geht an Lando Norris. Der scheidende McLaren-Pilot Daniel Ricciardo muss hingegen bis Japan warten, um in den Genuss der neuesten Version des McLaren MCL46 zu kommen.

Ricciardo bringt Verständnis für die Entscheidung auf, schließlich liegt es an Norris, das Update im Hinblick auf die Formel-1-Saison 2023 auf Herz und Nieren zu prüfen. Der Australier wird kommenden Saison durch seinen Landsmann Oscar Piastri ersetzt. Der mit vielen Vorschusslorbeeren ausgestattete Landsmann Ricciardos wurde in einem kontroversen Akt von Alpine weggelotst.

"Lando hat es bekommen", sagt Ricciardo bezüglich des Updates. "Wir werden es beide in Japan bekommen, aber an diesem Wochenende hat nur er es. Es geht auch um Entwicklung und die Richtung für 2023. Er wird nächstes Jahr im Team sein und ich nicht, deshalb bekommt er es für ein weiteres Wochenende, um dem Team Feedback zu geben."

Er glaubt, dass es das einzige Mal bleiben wird, dass die beiden McLaren-Piloten mit unterschiedlichen Ausbaustufen zu eine Formel-1-Rennen antreten werden: "Dieses Wochenende bekommt er das Update, in Japan werden wir es beide haben. Meines Erachtens ist es ohnehin das letzte Update für dieses Jahr."

"Das wird also voraussichtlich das einzige Wochenende bleiben, an dem es einen Unterschied gibt. Ab Japan sollten wir also gleiches Material haben. Natürlich, wenn es einzelne Teile im Hinblick auf 2023 gibt, gehe ich davon aus, dass er es bekommen wird."

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Und vielleicht ist es sogar ein Vorteil, mit einem Paket in das Wochenende auf dem Straßenkurs zu starten, das eine bekannte Größe ist: "Normalerweise möchte man natürlich das Update haben. Aber es ist nicht so einfach. Man wird nicht einfach eine halbe Sekunde schneller, weil man das Update ans Auto schraubt. Ich hoffe im Hinblick auf Japan, dass es schneller ist. Aber für mich wird alles bekannt sein, das ist nicht das Schlechteste."

Mit den neuen Ground-Effect-Autos kann es auf dem Marina Bay Circuit schwieriger werden. Muss man sogar befürchten, dass die Randsteine gar nicht mehr befahren werden können? Ricciardo glaubt Letzteres nicht, stellt sich aber auf ein unbequemes Wochenende ein.

"Durch das Bouncing - ich rede hier noch gar nicht vom Porpoising, sondern einfach über das Fahrgefühl an sich - sind diese Autos weniger komfortabel als vergangenes Jahr", sagt er. Eine Rolle spielen dabei die 18-Zoll-Räder. Der Niederquerschnittsreifen federt weniger weg als bei den wulstigen 13-Zöllern. "Ich weiß nicht, wie das wird. Aber nach über 60 Runden werden wir ziemlich erledigt sein!"

"Ich denke, wir werden die Randsteine noch mitnehmen können. Manche muss man auf dieser Strecke einfach mitnehmen, weil man damit den Scheitelpunkt abkürzen kann. Selbst wenn es einen durch die Gegend schleudert, hat man damit immer noch einen Vorteil. Wir werden wahrscheinlich Kopfschmerzen bekommen. Aber es wird nötig sein, um an dieses Extrazehntel zu bekommen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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