Mehr als 30 Grad: FIA warnt vor großer Hitze in Spielberg
Temperaturen über 30 Grad sorgen bei der Formel 1 in Spielberg für besondere Maßnahmen, aber die neue Regelung stößt auf unterschiedliche Reaktionen
Fotomontage: Hitzewarnung des Automobil-Weltverbands (FIA)
Foto: circuitpics.de/Getty circuitpics.de/Getty
Der Automobil-Weltverband (FIA) hat angesichts der aktuellen Wetterprognosen eine Hitzewarnung für den Grand Prix von Österreich 2026 in Spielberg (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) ausgesprochen.
Grundlage für diese Hitzewarnung ist Abschnitt B1.5.10 im Sportlichen Reglement der Formel 1. Dort heißt es: "Falls der offizielle Wetterdienst prognostiziert, dass der Hitze-Index während [...] einer Veranstaltung zu irgendeinem Zeitpunkt über 31,0 Grad Celsius liegen wird, [...] kann 24 Stunden vor dem planmäßigen Beginn der Veranstaltung eine Hitzewarnung ausgerufen werden. Diese Hitzewarnung gilt dann für die komplette Veranstaltung."
Tatsächlich sollen die Lufttemperaturen beim Grand Prix von Österreich an allen drei Fahrtagen bei über 30 Grad Celsius liegen - am Freitag und am Samstag bei nur wenigen Wolken am Himmel, am Sonntag mit einer leichten Regenchance zur Rennzeit. (Mehr dazu in unserem aktuellen Wetter-Update!)
Fahrer wehren sich gegen Kühlwesten-Pflicht
Die Unterpunkte von Abschnitt B1.5.10 beschreiben die konkreten Folgen der Hitzewarnung: Alle Fahrer müssen im Rennauto entweder eine spezielle Kühlweste tragen oder - wenn sie darauf verzichten - 0,5 Kilogramm Ballast im Cockpitbereich zuladen.
Eigentlich wollte der Automobil-Weltverband das Tragen einer Kühlweste bei Hitzewarnungen zur Pflicht machen. Doch einige Fahrer sprachen sich nach diversen Versuchen wiederholt dagegen aus: Manche kritisieren, dass die Weste ihre Bewegungsfreiheit im Cockpit einschränkt. Andere halten die Technologie für noch nicht ausgereift.
Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen erklärt seine ablehnende Haltung indes mit einem anderen Grund: "Ich leide nicht besonders unter der Hitze. Ein bisschen Schwitzen ist für mich völlig okay." Seiner Erfahrung nach kühle die Weste ohnehin nur rund 20 Minuten lang und verliere dann ihre Wirkung. Verstappens Fazit: "Sie hilft überhaupt nicht."
Deshalb sagt Verstappen: "Jeder sollte selbst entscheiden können." Genau diese Haltung hat die FIA in ihrem entsprechenden Reglement berücksichtigt.
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.