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Mehr Effizienz: Formel 1 ab 2025 mit aktiver Aerodynamik

Die Formel 1 wird ab 2025 auf aktive Aerodynamik setzen und will so noch effizienter werden, das hat Technikchef Pat Symonds auf einer Konferenz verraten

Mehr Effizienz: Formel 1 ab 2025 mit aktiver Aerodynamik

Aktive Aerodynamik wird ab 2025 Einzug in die Formel 1 halten und soll dabei helfen, die Rennserie effizienter im Spritverbrauch zu machen. Bereits jetzt steht fest, dass die Königsklasse dann mit rein synthetisch hergestelltem Kraftstoff - sogenanntem E-Fuel - fahren wird, wenn das neue Motorenreglement kommt.

2025 werden in der Formel 1 neue Motoren eingeführt, die wieder günstiger, simpler und auch effizienter sein werden. Und laut Technikchef Pat Symonds soll dann aktive Aerodynamik ebenfalls dabei helfen, den Benzinverbrauch zu senken.

"Nachhaltigkeit ist im Grunde das Stichwort für alles, was wir im Motorsport derzeit machen", sagt Symonds auf einer Konferenz für die Motorsport-Industrie und bestätigt, dass man das Thema derzeit eingehend untersucht.

Dafür sucht man nach Wegen, um den Luftwiderstand auf den Geraden zu verringern. Ein aktives System würde den Abtrieb dann für die Kurven wiederherstellen. Erste Ideen dafür wären etwa verstellbare Flügel, Flaps wie beim DRS oder eine aktive Aufhängung, die die Fahrzeughöhe verändert.

Pat Symonds takes a picture on his phone

Pat Symonds takes a picture on his phone

Foto: Andrew Hone / Motorsport Images

Was Symonds vor dem neuen Reglement aber etwas Sorge bereitet, ist das Thema Gewicht. Durch die neuen Hybrid-Motoren werden die Formel-1-Autos wohl noch einmal ein Stück schwerer als sie jetzt schon sind. Aktuell liegt das Mindestgewicht bei 749 Kilogramm, was es zu den schwersten Autos der Geschichte macht.

"Jeder weiß, dass Elektro- und auch Hybridautos schwerer sind", sagt Symonds. "Ich schäme mich etwas für das derzeitige Gesicht der Formel-1-Autos, und ich fürchte, dass wir 2025, wo wir aktive Aerodynamik haben werden, viel mehr elektrische Leistung an den Autos haben und leider nicht viel Gewicht im Verbrennungsmotor verlieren werden."

"Wir werden etwas weniger Sprit an Bord haben, von daher sparen wir etwas Gewicht zu Rennbeginn, aber es gibt nun einmal nichts umsonst."

Ein weiteres Thema, das ab 2025 Einzug halten könnte, wäre Allrad-Antrieb. Aktuell sind die Motoren mit der Hinterachse verbunden, wo sie durch die MGU-K auch Energie zurückgewinnen. Laut Symonds prüfe man derzeit, ob das neue Reglement Energierückgewinnung an beiden Achsen erlauben sollte.

Allerdings könnte das System auf die Geraden beschränkt werden: "Es heißt nicht, dass man die ganze Zeit damit fahren muss", so Symonds. "Du wirst deine Energie zu Beginn der Gerade nutzen wollen, daher könnte man den vorderen Antrieb etwa nur nutzen, wenn das Auto gerade ist", sagt er.

Mit vier Jahren Zeit bis zur Einführung des neuen Reglements ist das aber alles noch Zukunftsmusik.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Norman Fischer