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Mehr Geld und mehr Ressourcen: Williams im Finanzcheck 2023

Budget, Gehälter, Mitarbeiter für 2023: Warum aus finanzieller Sicht ein großer Schritt nach vorne für das Williams-Formel-1-Team in der WM überfällig wäre

Mehr Geld und mehr Ressourcen: Williams im Finanzcheck 2023

Williams war nach Haas und Red Bull am Montag das dritte Formel-1-Team, das seine Lackierung für die kommende Saison vorgestellt hat. Das Ziel für 2023 sollte aber klar sein: Die rote Laterne abgeben und wieder ins Mittelfeld vordringen.

Nach einem rasanten Abfall der Leistungen des Traditionsteams fand 2020 die größte Umstrukturierung des Teams statt, als das amerikanische Private-Equity-Unternehmen Dorilton Capital den Rennstall für 152 Millionen Euro von Gründer Frank Williams abkaufte. Solche Firmen spezialisieren sich zumeist darauf, angeschlagene Unternehmen zu sanieren und später teurer weiterzuverkaufen.

Daraufhin verließen der legendäre Formel-1-Teamchef sowie seine Tochter Claire, die seit 2013 die Rolle als stellvertretende Teamchefin einnahm, nachdem sich der Gesundheitszustand ihres Vaters verschlechterte, das Team. Frank Williams starb am 28. November 2021 im Alter von 79 Jahren.

Für Williams war der Einstieg von Dorilton sehr wichtig, um die finanzielle Stabilität zu wahren. Die Formel-1-Saison 2020 mitten in der Coronavirus-Pandemie war insbesondere für die kleinen Teams ein schwieriges Unterfangen. Allein in diesem Jahr machte Williams einen Verlust von 66 Millionen Euro, gefolgt von einem weiteren Verlust von rund 13 Millionen Euro ein Jahr später.

Als neuer CEO wurde Matthew Savage von Dorilton installiert, der im Schnitt eine halbe Million Euro pro Jahr verdient, was im Übrigen deutlich weniger ist, als das Williams-Team historisch an die Geschäftsführer Frank und Claire Williams, Patrick Head sowie Paddy Lowe ausbezahlt hat. Vor Doriltons Übernahme zahlte das Team zwischen zwei bis 8,8 Millionen Euro pro Jahr an die Geschäftsführung.

Seit Dorilton-Übernahme: Starker Budget- und Mitarbeiterzuwachs

Obwohl es die Resultate auf der Strecke noch nicht hergeben, ist der Einfluss von Dorilton Capital deutlich spürbar. Seit dem Einstieg des Private-Equity-Unternehmens hat sich die Mitarbeiterzahl von 644 im Jahr 2019 auf 755 im Jahr 2021 erhöht.

Zudem wuchsen die Ausgaben des Teams im gleichen Zeitraum von 150 auf 190 Millionen Euro pro Saison an, was zeigt, dass Williams an der Budgetobergrenze operieren kann, die 2023 bei 153,8 Millionen US-Dollar (142 Millionen Euro) liegen wird.

Williams Gewinn

Die Gewinnentwicklung des Williams-Formel-1-Teams seit 1998

Foto: Hermann - smg

Das Williams-Budget für 2023 dürfte aufgrund der Investitionen durch Dorliton Capital sowie den gestiegenen Ausschüttungen der Formel 1 an die Teams ebenfalls über 200 Millionen Dollar betragen, da man reihenweise Ausnahmen im finanziellen Reglement geltend machen kann.

Kann Williams die Ressourcen endlich in die Tat umsetzen?

Von den finanziellen Ressourcen ist Williams also gar nicht so schlecht aufgestellt, wie es die Ergebnisse vielleicht vermuten lassen. Das Wachstum der Ressourcen muss man nun noch auf die Strecke bringen, und dafür wird man 2023 mit einer neuen Fahrerpaarung aus Alexander Albon und Logan Sargeant an den Start gehen.

Sargeant wurde im vergangenen Jahr Vierter in der Formel-2-Meisterschaft und löst nach seiner starken Rookiesaison Nicholas Latifi ab, der das Williams-Team nach drei gemeinsamen Jahren verlassen musste. Der Kanadier war vor allem dank seiner finanziellen Unterstützung bei Williams, doch seit dem Einstieg durch Dorilton Capital ist das Team aus Grove scheinbar nicht mehr auf Paydriver angewiesen, wie auch das gestiegene Budget veranschaulicht.

Nachdem Williams in der vergangenen Saison erneut auf den letzten Platz in der Konstrukteurswertung abgerutscht ist, wird das Team zudem hoffen, dass man mit dem neuen Teamchef, James Vowles, sowie weiteren Investitionen durch den Eigentümer Dorilton Capital wieder ins Mittelfeld vordringen kann.

Warum Jost Capito wirklich gegangen ist

Ende des Jahres 2022 wurde überraschend offiziell, dass Teamchef Jost Capito sowie Technikchef Francois-Xavier Demaison ihre Ämter niederlegen. Beide kamen erst zur Saison 2021 von Volkswagen zu Williams.

In einem Interview mit der 'Autobild' meint der Deutsche jedoch, dass der Abschied schon geplant gewesen sei: "Wir haben uns einfach unterhalten, weil von Anfang an immer der Plan war, dass ich das zwei Jahre mache, höchstens drei", sagt Capito. "Also haben wir darüber gesprochen, was jetzt das Richtige ist und dann war recht schnell klar, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um das zu übergeben."

Als letztes Team in der Konstrukteursmeisterschaft 2022 hat Williams jedoch den Vorteil, die meiste Zeit für Aeroentwicklungstests im Windkanal oder über CFD-Läufe investieren zu können. So gesehen hat das Team die besten Voraussetzungen, bald wieder einen großen Sprung nach vorne zu machen. Zudem haben mit Haas, Alfa Romeo und AlphaTauri gleich drei Teams ein noch schmaleres Budget.

Die wichtigsten Finanzkennzahlen des Williams-Teams

Wir haben anhand von historischen Daten, den Williams-Bilanzen aus den vergangenen Jahren, mittels Companies House - einem Portal, was das britische Handelsregister führt - sowie weiteren Recherchen die wichtigsten Finanzkennzahlen des Williams-Teams zusammengefasst und eine Prognose für 2023 abgegeben.

Weitere Informationen über das Williams-Formel-1-Team gibt es hier im Team-Porträt

Die bisherigen Finanzchecks in der Übersicht

Haas: Mit MoneyGram-Millionen zurück zu alter Stärke?

Red Bull: Keiner gibt so viel Geld aus, wie der Weltmeister

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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