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Mehr Kiesbetten: Spa-Francorchamps plant 80 Millionen Euro teuren Umbau

In Spa-Francorchamps sollen schon bald wieder mehr Kiesbetten entstehen: Die Streckenchefin will dadurch mehr Motorrad-Rennen anlocken

Mehr Kiesbetten: Spa-Francorchamps plant 80 Millionen Euro teuren Umbau

Die legendäre Rennstrecke in Spa-Francorchamps wird um 80 Millionen Euro renoviert, das haben die Streckenbetreiber bekannt gegeben. Das Projekt zielt darauf ab, ab 2022 wieder mehr Motorrad-Rennen austragen zu können. Es werden neue Tribünen und Kiesbetten errichtet werden.

Bereits im Vorjahr hat Spa bekannt gegeben, dass 2022 mehr Motorrad-Events auf der Strecke ausgetragen werden - unter anderem das Langstrecken-Rennen der EWC über 24 Stunden. Langfristig soll auch ein Deal mit der MotoGP zustande kommen.

Um die nötige Grad-C-Lizenz des Motorrad-Weltverbandes FIM zu erhalten, die eine Rennstrecke dazu berechtigt, Langstrecken-, Junior-Moto3- oder auch MotoE-Rennen auszutragen, werden nun Modifikationen vorgenommen. Für Superbike- oder gar MotoGP-Events wäre allerdings Grad A notwendig.

Konkret werden zum einen die Auslaufzonen umgestaltet, mehr Kiesbetten werden an fünf Schlüsselstellen errichtet: in La Source, Raidillon, Blanchimont, Les Combes und Stavelot. In mehreren Kurven werden die Auslaufzonen außerdem erweitert, unter anderem auch in Raidillon nach Eau Rouge, wo im Vorjahr Formel-2-Pilot Anthoine Hubert bei einem Unfall tödlich verletzt wurde.

Die neuen Kiesbetten sind Teil eines auf zehn Jahre angelegten, 80 Millionen Euro teuren Renovierungsplans. Dazu zählt auch die Erneuerung der in die Jahre gekommene Zuschauer-Infrastruktur. Neue Tribünen und VIP-Boxen sollen entlang Raidillon entstehen und 13.000 Plätze mehr bieten.

"Mit diesen Investitionen in den nächsten zehn Jahren zeigen wir, dass Träume wahr werden können", kommentiert Streckenchefin Nathalie Maillet die Pläne. "Mit der Ausrichtung dieses prestigeträchtigen Langstrecken-Events haben wir das erste Ziel unseres 'Projekts Moto' erreicht."

Die Bekanntgabe sei umso wichtiger in dieser schwierigen Zeit der Pandemie, in der Rennen nur hinter verschlossenen Türen abgehalten werden können. "Racing liegt in der DNA von Spa-Francorchamps, aber es ist nicht das Gleiche ohne die Fans", muss Maillet feststellen.

Schon die Formel 1 gastierte Ende August vor leeren Rängen auf der Traditionsstrecke. Auch auf die Königsklasse werden die Umbauten Auswirkungen haben. Die Fahrer beklagten zuletzt die immer größeren asphaltierten Auslaufzonen.

In diesem Jahr wurden etwa die Tracklimits in Raidillon elektronisch überwacht und Überschreitungen geahndet. Spa wirkt mit den baulichen Maßnahmen diesem Trend nun entgegen. Das Layout über 7,004 Kilometer soll dabei aber unangetastet bleiben.

Die 80 Millionen Euro, die für das Projekt veranschlagt sind, werden zu einem Teil von der Rennstrecke selbst (21 Millionen), zu einem weiteren Teil durch einen Kredit über 29,5 Millionen Euro und zu einem dritten Teil (ebenso 29,5 Millionen) von der Investmentgruppe der wallonischen Regierung, Sogepa, finanziert.

Mit Bildmaterial von Spa-Francorchamps.

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Rennserie Formel 1
Urheber Maria Reyer