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Der Audi-Teamchef zeigt sich von der aktuellen ADUO-Einstufung des Teams in Barcelona alles andere als überrascht

ADUO-Nachhilfe für Audi: "Keine Überraschung" für Mattia Binotto

Mattia Binotto sieht den Motor bei Audi als größtes Defizit

Foto: LAT Images

Von der ADUO-Nachhilfe in der Formel 1 2026 profitiert unter anderem das Werksteam von Audi. Dem Team mit den vier Ringen steht in diesem und im kommenden Jahr ein zusätzliches Upgrade zu. Diese Entscheidung der FIA ist für Teamchef Mattia Binotto alles andere als eine Überraschung.

"Das hatten wir so erwartet", so seine Worte am Freitag in der Pressekonferenz. "Seit Anfang der Saison wussten wir, dass unser Abstand zu den Topteams zum größten Teil auf die Power-Unit zurückzuführen ist. Es war also keine Überraschung."

Dennoch betont Binotto, dass der ADUO-Support keinen Quantensprung für das Team bedeutet. "Wir hoffen auf einen großen Entwicklungsschritt, aber eher mittel- und langfristig", betont der Teamchef.

"ADUO wird in dieser Hinsicht helfen. Es bedeutet eine höhere Budgetobergrenze, mehr Stunden auf dem Prüfstand und mehr Freiheiten in der Entwicklung. Aber trotzdem geht das nicht von heute auf morgen. Unser Weg ist ein langer Weg und wir haben unser Ziel bis 2030 gesetzt."

Des Weiteren hebt Binotto hervor, wie viel Zeit nicht nur die Entwicklung des Autos, sondern vor allem die Entwicklung der Power-Unit benötigt. Auf die Frage, wo der Fokus des Teams nach dem ADUO-Urteil liegt, erklärt Binotto: "Ich denke, du musst dich als Erstes auf die Leistung fokussieren. So sehen wir das zurzeit bei Audi."

Statt die Motorenkonzepte von Mercedes, Ferrari, Red Bull Powertrains, Honda und Audi in Punkten wie Effizienz oder Steuerung zu vergleichen, beruht die Einstufung alleine auf der Leistungsabgabe des Verbrennungsmotors. So kommt es auch zustande, dass nicht Mercedes, sondern Red Bull den stärksten Motor im Heck hat.

Ironischerweise betont Binotto zum Thema Verbrenner: "Da kannst du nicht so viel herausholen, aber das ist ja nur ein Teil der Leistung der Power-Unit." Auch Turbo und Batterien seien laut dem Teamchef von Strecke zu Strecke entscheidende Faktoren. Alles in allem liegt der Fokus bei Audi aber vorerst auf der puren Leistung.

Im Vergleich zu den ersten Testfahrten im Januar hat sich das Team, so seine Einschätzung, vor allem in puncto Organisation und Arbeit an der Rennstrecke gesteigert. Auf Seite der Power-Unit betont Binotto hingegen:

"Ich denke, als die Fahrer zum ersten Mal [den Audi] gefahren sind, waren sie am meisten vom Ansprechverhalten [des Motors] schockiert und davon, wie schwer das Auto zu fahren war. Der Motor war unfahrbar und das Getriebe war auch fürchterlich. Aber das war für uns in der Position keine Überraschung."

"Heute, nach ein paar Monaten, haben wir vielleicht genau das am meisten verbessert. Es liegt an all den Einstellungen, die du vornehmen musst, und darum wie du diese [Autos, die] so schwer zu fahren sind, richtig kalibrierst, damit sie so geschmeidig wie möglich fahren können."

"Da gibt es für uns noch viel zu lernen und zu entwickeln, und ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg", resümiert Binotto. Nach dem Grand Prix von Monaco liegt Audi auf dem neunten Platz in der Konstrukteurs-WM.

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