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Williams-Fahrer Alexander Albon sorgte in Baku für Aufsehen mit einem Fehler im Qualifying und einer Kollision im Rennen - Punkte gab es keine

"Mein Fehler": Alexander Albon erklärt Kollision mit Franco Colapinto

Alexander Albon mit kaputter Frontflügel-Endplatte nach dem Crash mit Colapinto

Foto: LAT Images

Williams-Fahrer Alexander Albon ruinierte beim Grand Prix von Aserbaidschan 2025 in Baku mit einem zu optimistischen Überholversuch sowohl sein Rennen als auch das von Alpine-Fahrer Franco Colapinto.

Die Szene ereignete sich am Ende des ersten Renndrittels in Kurve 5: Albon wollte sich innen neben Colapinto vorbeidrücken, befand sich bei seiner Attacke aber nicht in Schlagdistanz. Dann kam es zur Kollision, die Colapinto in einen Dreher zwang.

Für die FIA-Sportkommissare ein klarer Fall: "Albon befand sich mit seiner Vorderachse nicht auf der Höhe des Rückspiegels von Colapinto. Colapinto hingegen fuhr auf der normalen Rennlinie. Deshalb hatte Albon kein Recht auf die Kurve und ist daher vollumfänglich verantwortlich für die Kollision."

Die Sportkommissare verhängten zwei Strafpunkte sowie eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe gegen Albon, die den Williams-Fahrer von Platz elf auf Platz 13 zurückwarf. Im Gegensatz zu seinem Williams-Teamkollegen Carlos Sainz, der Dritter wurde, blieb Albon in Baku also punktelos.

Albon: Da war deutlich mehr drin in Baku

Entsprechend ärgert sich Albon über sein Abschneiden: "Ich bin frustriert über mich selbst. Es war vielleicht das einfachste Wochenende von allen, um Punkte zu holen. Aber der eigentliche Schaden wurde im Qualifying angerichtet."

Da hatte sich Albon schon einmal verschätzt: Beim Einlenken in Kurve 1 touchierte er innen die Banden und ruinierte sich damit die linke Vorderradaufhängung - damit war sein Aus in Q1 besiegelt, ein Startplatz weit hinten Gewissheit.

Der Zwischenfall mit Colapinto

Im Rennen wollte Albon umso mehr Wiedergutmachung betreiben. "Wir hatten die Pace dafür", sagt der Williams-Fahrer. "Aber dann haben viele der Mittelfeld-Autos auf meinen Boxenstopp reagiert und versucht mich direkt zu covern. Dadurch wurde es mit Franco etwas chaotisch - mein Fehler."

Dieses Schuldeingeständnis ist für Colapinto jedoch nur ein schwacher Trost. Er sagt: "Das ist einfach keine Kurve zum Überholen. Es ist außerdem eine Schikane, dann geht man auf die andere Seite." Denn die folgende Kurve ist eine Rechtskurve, womit Albon selbst bei einem erfolgreichen Manöver in Kurve 5 schlechte Karten gehabt hätte.

Colapinto kritisiert aber auch die Ausführung des Überholversuchs: "Er hat sich innen reingeworfen und mich hinten links sehr hart getroffen. Das hat mich zwölf Sekunden gekostet. Außerdem waren mein Frontflügel beschädigt und meine Reifen plattgebremst. Und in den letzten 30 Rennrunden hatte ich viel Untersteuern im Auto. Das hat überhaupt nicht geholfen."

Alpine chancenlos und überrundet

Seinen "langen Nachmittag" beendete Colapinto schließlich als 19. und damit letzter Fahrer im Rennen - nur er und sein Alpine-Teamkollege Pierre Gasly wurden überrundet.

"Es fehlte einfach ziemlich an Pace", erklärt Colapinto. "Ich habe mein Bestes gegeben und ein paar Positionen gutgemacht, aber ohne Speed im Auto war es einfach sehr schwierig. Das Auto ist nämlich unberechenbar und alles andere als leicht zu fahren. Deshalb müssen wir mehr ans Limit gehen als die anderen. Das macht es schwierig für uns."

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