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Laurent Mekies würde die Aufholjagd von 2025 weiterhin erneut so wagen

Foto: Getty Getty

Red Bull-Teamchef Laurent Mekies räumt offen ein, dass der massive Performance-Boost in der Spätphase 2025 zulasten des Starts in die neue Formel-1-Ära 2026 ging. Dennoch stellt er klar, dass das Team in Milton Keynes jederzeit wieder so handeln würde.

Nach einem schwierigen Start in das vergangene Jahr, in dem McLaren mit Lando Norris und Oscar Piastri zeitweise davonzog, starteten Red Bull und der viermalige Weltmeister Max Verstappen nach der Sommerpause eine beeindruckende Aufholjagd.

Am Ende reichte es für Rang drei in der Konstrukteurswertung hinter McLaren und Mercedes, während Verstappen sich den Vizetitel hinter Champion Norris sicherte.

Im Interview mit Sky erklärt Mekies nun, dass die intensive Weiterentwicklung des Vorjahresautos Ressourcen fraß, die eigentlich für das neue Reglement 2026 nötig gewesen wären. Bereuen tue man diesen Weg jedoch nicht.

"Was in der zweiten Jahreshälfte 2025 passiert ist, werden wir wahrscheinlich noch lange in Erinnerung behalten", so Mekies. "Es war ein unglaubliches Comeback. Der Dank gebührt allen in Milton Keynes, die dieses Auto gedreht haben. Niemand wollte aufgeben."

Der Franzose betont, dass es dabei nicht nur um kurzfristige Resultate ging, sondern um das Verständnis der eigenen Prozesse: "Wir haben sehr lange gepusht, um die Limitierungen des letztjährigen Projekts zu verstehen. Das war wichtig für unsere Methoden und Werkzeuge der Zukunft. Bei Red Bull Racing gibt man einfach nicht auf."

Dass der verspätete Fokus auf das 2026er-Projekt nun Spuren hinterlässt, bezeichnet Mekies als "unvermeidbar". Auf die Frage, ob dies alle aktuellen Schwierigkeiten erkläre, findet er jedoch deutliche Worte:

"Nein, das wäre eine Ausrede, und nach Ausreden sucht hier niemand. Es ist eine Kombination aus verschiedenen Dingen. Wenn man über den Campus läuft, findet man aber dasselbe Feuer wie im letzten Jahr. Die Leute wissen, dass sie komplexe Probleme lösen müssen, um das Auto wieder konkurrenzfähig zu machen. Es gibt keine größere Motivation als den Gedanken: 'Lass es uns noch einmal schaffen'."

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