Formel 1
Formel 1
12 März
-
15 März
1. Training in
22 Tagen
19 März
-
22 März
Nächstes Event in
28 Tagen
02 Apr.
-
05 Apr.
Nächstes Event in
42 Tagen
30 Apr.
-
03 Mai
Nächstes Event in
70 Tagen
07 Mai
-
10 Mai
Nächstes Event in
77 Tagen
R
Monte Carlo
21 Mai
-
24 Mai
Nächstes Event in
91 Tagen
04 Juni
-
07 Juni
Nächstes Event in
105 Tagen
11 Juni
-
14 Juni
Nächstes Event in
112 Tagen
25 Juni
-
28 Juni
Nächstes Event in
126 Tagen
02 Juli
-
05 Juli
Nächstes Event in
133 Tagen
R
Silverstone
16 Juli
-
19 Juli
Nächstes Event in
147 Tagen
30 Juli
-
02 Aug.
Nächstes Event in
161 Tagen
27 Aug.
-
30 Aug.
Nächstes Event in
189 Tagen
03 Sept.
-
06 Sept.
Nächstes Event in
196 Tagen
17 Sept.
-
20 Sept.
Nächstes Event in
210 Tagen
24 Sept.
-
27 Sept.
Nächstes Event in
217 Tagen
08 Okt.
-
11 Okt.
Nächstes Event in
231 Tagen
22 Okt.
-
25 Okt.
Nächstes Event in
245 Tagen
R
Mexiko-Stadt
29 Okt.
-
01 Nov.
Nächstes Event in
252 Tagen
12 Nov.
-
15 Nov.
Nächstes Event in
266 Tagen
26 Nov.
-
29 Nov.
Nächstes Event in
280 Tagen
Details anzeigen:

Menschenrechtler: Saudi-Arabien-Grand-Prix wäre "Sportwäsche"

geteilte inhalte
kommentare
Menschenrechtler: Saudi-Arabien-Grand-Prix wäre "Sportwäsche"
Autor:
11.02.2020, 11:55

Ist ein Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien für das Land positiv oder wird so das Regime unterstützt?

Saudi-Arabien saugt aktuell eine Sportveranstaltung nach der anderen in das Land, wie die Formel E, die Rallye Dakar und auch Fußballspiele. Mit dem dort vorhandenen Geld ließe sich auch die Formel 1 in das arabische Königreich locken. Doch sollte die Königsklasse in einem Land fahren, in denen Menschenrechte - insbesondere die Rechte der Frau - keine große Rolle spielen?

Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch sprechen von "Sportwäsche" im Mittleren Osten, also die Legitimierung der Regime durch das Veranstalten großer Sportevents. Mit diesen Veranstaltungen könnten sich die Verantwortlichen in der Regierung der Ländern von ihren Fehltritten "reinwaschen", wie 'The Guardian' berichtet.

Ein Formel-1-Rennen könnte im Jahr 2023 in der Nähe der Hauptstadt Riad Realität werden. Erste Pläne wurden bereits bekanntgegeben. Die Formel 1 und Saudi-Arabien sollen bereits Gespräche führen, wobei Details nicht ans Licht kommen sollen. Außerdem wird auch ohne die Bestätigung der Formel 1 eine Strecke mit den nötigen Sicherheitsstandards errichtet werden. Das Design übernimmt Ex-Formel-1-Fahrer Alex Wurz.

Menschenrechte werden nicht besser

Doch ist es für die Formel 1 ratsam, in Saudi-Arabien zu fahren? Einige sprechen davon, dass Sportveranstaltungen die Öffnung eines Landes vorantreiben können. Human-Rights-Watch-Direktorin Minky Worden kontert: "Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Formel 1 die Menschenrechte an einem Austragungsort verbessert hat." Laut der Direktorin ist sogar das Gegenteil der Fall.

Die Grands Prix in Bahrain und Aserbaidschan stehen aufgrund der menschenrechtlichen Lage in den Ländern in der Kritik. Worden erklärt: "Die Rennen der Formel 1 in Bahrain und Aserbaidschan haben zur Ausbeutung geführt und nicht zu einer Verbesserung der Menschenrechte. Es gibt Hinweise darauf, dass die Formel 1 ihre eigenen Menschenrechtsbedingungen aus dem Jahr 1995 verletzt hat, als sie in diese Länder gekommen und die Verletzungen der Rechte ignoriert hat."

Ein Sprecher der Formel 1 widerspricht den Ausführungen von Human Rights Watch: "Seit Jahrzehnten arbeitet die Formel 1 daran, einen positiven Fußabdruck in den Austragungsländern zu hinterlassen. Dabei geht es um positive Einflüsse auf die Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Wir nehmen unsere Verantwortung bezüglich der Menschenrechte sehr ernst und teilen das auch den Promotern in den Ländern mit."

Frauen fahren in Saudi-Arabien Auto

Dabei wird gerne Saudi-Arabien als Beispiel genommen. In einer Gesellschaft, in der die Frau kaum Rechte besitzt, wurde ihnen im Jahr 2018 erlaubt, Auto zu fahren. Außerdem durfte Aseel Al-Hamad als erste Frau aus Saudi-Arabien beim Grand Prix von Frankreich einen Renault-Boliden steuern. Auf der Gegenseite: Aktivisten, die sich dafür eingesetzt haben, dass Frauen in Saudi-Arabien Auto fahren dürfen, sind noch immer in Haft.

Flagge: Saudi-Arabien

Saudi-Arabien lockt immer mehr Sportevents ins Land

Foto: LAT

Deshalb sagt Worden: "Die Formel 1 sollte keinen Deal mit Saudi-Arabien schließen, solange sie nicht mit den Aktivisten geredet hat, die inhaftiert und gefoltert worden sind. Wenn die Formel 1 das Land inspiziert, sollte sie mit den Frauen sprechen und sich für ihre Freilassung einsetzen."

Ein weiterer Negativfall ist die Ermordung von Regime-Kritiker Jamal Khashoggi. "Das ist ein klares Problem, denn Saudi-Arabien steht in direkter Verbindung zu diesem Mord", so Worden. Gegenüber 'The Guardian' wollte sich die Regierung Saudi-Arabiens nicht äußern.

Mit Bildmaterial von LAT.

Ferrari-Präsentation Formel 1 2020 im Livestream

Vorheriger Artikel

Ferrari-Präsentation Formel 1 2020 im Livestream

Nächster Artikel

Formel-1-Live-Ticker: Ferrari zeigt die neue "Rote Göttin"

Formel-1-Live-Ticker: Ferrari zeigt die neue "Rote Göttin"
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Urheber André Wiegold